IHK Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg

EZ-Scout bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg: Mittler zwischen Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit

Wirtschaftliches Wachstum findet heute vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Wachstumsregion Bonn/Rhein-Sieg ist es wichtig, dass die Unternehmen an diesem Wachstum teilhaben. Geschäftsmöglichkeiten in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern bleiben bislang vielfach ungenutzt, weil sie oft mit hohen wirtschaftlichen und politischen Risiken einhergehen. Zur Beherrschung dieser Risiken bedarf es viel Know-How, dessen Aufbau mit hohen Kosten verbunden ist. Als Brücke in risikoreiche Märkte können deshalb für viele Unternehmen Instrumente und Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) dienen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten der Wirtschaft, der Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit noch besser miteinander zu verzahnen. Gelingen soll dies durch eine höhere Beteiligung von Unternehmen an Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. So können die Risiken und das für einen Ersteinstieg notwendige Know-how so weit reduziert werden, dass sich ein Markteinstieg lohnt.

Konkrete Angebote des EZ-Scouts:

Ihre Chancen in Entwicklungs- und Schwellenländern zuerkennen, ist unser Ziel.

  • Finden Sie die richtigen Partner vor Ort durch den Zugang zu internationalen und lokalen Netzwerken

  • Profitieren Sie vom Know-How der EZ-Scouts bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Projektideen, z.B. zur Entwicklung lokaler Märkte & Marktdynamiken und der politisch-ökonomischen bzw. regulatorischen Rahmenbedingungen.

Weitere Informationen:

 

Übersicht von Förderprogrammen beim BMZ

Das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bietet auf seiner Seite eine Übersicht über die von Ihnen empfohlenen und unterstützten Programme an. www.bmz.de

Das develoPPP-Programm unterstützt durch sequa, DEG und GIZ

Im Rahmen des develoPPP.de-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt sequa, DEG und GIZ Vorhaben von europäischen Unternehmen, die sich in Entwicklungs- oder Schwellenländern engagieren wollen.

develoPPP.de hilft den Unternehmen, neue Märkte zu erschließen und gleichzeitig den Menschen vor Ort, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Dadurch verbindet develoPPP.de unternehmerische Ziele mit entwicklungs-politischen Zielen.
Diese und weitere Infomationen sind auf www.developpp.de, bzw. sequa, DEG und GIZ zu finden.

 

Global Business Exchange Programme (GloBus):

Das GloBus Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland sowie in den Partnerländern Marokko und Kolumbien.
Deutsche Unternehmen, die an GloBus teilnehmen, ermöglichen Führungskräften aus dem jeweiligen Partnerland einen Praxisaufenthalt in ihrem Betrieb. Durch diesen Erfahrungsaustausch ergeben sich Kooperationsmöglichkeiten, von denen zukünftig beide Partner profitieren können.
Der Schwerpunkt kann beispielsweise auf der Erweiterung von Absatzmärkten, Technologie-Transfer, Zertifizierung oder der Etablierung von strategischen Partnerschaften liegen. Inhalt und Ausgestaltung der Kooperation definieren Sie in Abstimmung mit Ihrem Partner selbst.

Ablauf

Die Durchführung des Programms erfolgt in zwei Phasen:
1. Business-to-Business-Reise (B2B) der Geschäftsführer nach Deutschland
2. Praxisaufenthalt der Führungskräfte aus dem mittleren Management in Deutschland

Geschäftsführer und Führungskräfte des mittleren Managements stammen jeweils aus denselben Unternehmen und besuchen auch denselben deutschen Betrieb. Vor der Ausreise bereiten sich die Teilnehmenden in Kursen zu „Internationalem Management“ intensiv auf ihren Deutschlandaufenthalt vor.

Branchen

Das GloBus-Programm richtet sich insbesondere an KMU aus folgenden Branchen:
- Lebensmittelindustrie
- Erneuerbare Energien
- Maschinenbau/Elektrotechnik

Das Global Business Exchange Programme wird seit 2012 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.globalbusinessexchange.org/

Afrika Kommt!

Eine Initiative der Deutschen Wirtschaft für Führungsnachwuchs aus Subsahara-Afrika

Das Programm setzt auf stabile partnerschaftliche Zusammenarbeit in der Zukunft und bildet hierfür junge Nachwuchsführungskräfte aus Subsahara-Afrika in den teilnehmenden deutschen Unternehmen weiter. Fachliches Herzstück der Weiterbildung ist die praktische Einbindung in die Arbeitsprozesse und die Mitarbeit in den Partnerunternehmen. Jeder Teilnehmende wird insgesamt etwa neun Monate, aufgeteilt in zwei Praxisphasen, im Unternehmen verbringen. Ergänzt wird der praktische Teil durch zwei gemeinsame Internationale Management Trainings.

Das Programm wurde 2008 von 19 führenden deutschen Unternehmen ins Leben gerufen. Für den 3. Jahrgang 2013-15 haben sich einige der beteiligten Unternehmen für die Aufnahme von mehr als einem AFRIKA KOMMT! Teilnehmenden entschieden, wie etwa die SAP SE oder die Merck KG aA. Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Robert Bosch Stiftung unterstützen das internationale Programm als Kooperationspartner.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) koordiniert im Auftrag der Unternehmen die Organisation und Durchführung des Programms.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.afrika-kommt.de


Import Promotion Desk (IPD):

Das Import Promotion Desk (IPD) übernimmt eine Scharnierfunktion zwischen deutschen Importeuren und kleinen und mittleren Akteuren des Außenhandels in Entwicklungs- und Schwellenländern. Ziel ist die nachhaltige und strukturierte Importförderung bestimmter Produkte aus ausgewählten Partnerländern – unter Einhaltung hoher Qualitäts-, Sozial- und Umweltstandards.

Aktuell ist das IPD in den Ländern Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Kirgisistan, Kolumbien, Nepal, Peru und Tunesien tätig. Das IPD fokussiert sich dabei auf bestimmte Branchen: frisches Obst und Gemüse, natürliche Zutaten für Lebensmittel, Pharmazie und Kosmetik, Schnittblumen sowie technisches Holz.

Aufbau und Durchführung des IPD verantwortet die weltweit tätige Entwicklungsorganisation sequa gGmbH in enger Kooperation mit dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA). Gefördert wird das IPD vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Weitere Informationen unter www.importpromotiondesk.de oder auf der Seite des Außenwirtschaftsportals iXPOS .

 

Förderprogramme und Beratungsangebote der GIZ

Auch die GIZ hat Angebote und Informationen zu beruflicher Bildung und Arbeitsmarkt, Finanzsystementwicklung, Privatwirtschaftsförderung sowie Wirtschaftspolitik zusammengetragen. Diese sind auf Seiten der GIZ zu finden: www.giz.de

Finanzierung privater Investitionen durch die DEG

Die DEG, ein Unternehmen der KfW-Bankengruppe, finanziert Investitionen privater Unternehmen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Für deutsche Unternehmen ist bei der DEG eine eigene Abteilung zuständig. Die DEG-Experten beraten Firmen bei der Risikoanalyse und der Projektentwicklung. Sie helfen bei der Planung und Strukturierung der Investitionsvorhaben, prüfen Businesspläne und unterstützen bei der Beurteilung lokaler Partner: www.deginvest.de

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die KfW bietet Förderung von Privatpersonen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen sowie internationale Finanzierungen. Informationen über das weitgefächerte Angebot sind auf der Internetseite der KfW übersichtlich dargestellt: www.kfw.de