IHK Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg


Metropolregion Rheinland

Wir sitzen alle in einem Boot

Über 40 Oberbürgermeister, Landräte sowie Vertreter von Kammern und Institutionen waren am 22. September der Einladung der Städte Düsseldorf und Köln auf die MS RheinFantasie gefolgt, um auf der Fahrt von Köln nach Düsseldorf auf dem ersten Regio-Gipfel über Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit im Rheinland zu diskutieren. Dies betraf insbesondere die Themen Verkehr und Kultur.

Auf der anschließenden Pressekonferenz fasste Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers zusammen: „Wir können vieles allein, aber vieles gemeinsam besser. Das Rheinland soll zu einem der attraktivsten Standorte in Deutschland werden. Dazu wollen wir gemeinsam an einer Metropolregion und an einer Marke Rheinland arbeiten. Düsseldorf steht dabei eng an der Seite der Regionen.“ Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters ergänzte: „Der Funke ist übergesprungen. Nun wollen wir bei politischen Entscheidungsträgern, bei Organisationen, den Bürgerinnen und Bürgern echte Begeisterung für das Rheinland wecken. Ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird.“ Ziel müsse sein, national und international geschlossen aufzutreten und mit einer Stimme gegenüber Land, Bund und der EU zu sprechen, um den Anliegen des Rheinlandes Gehör zu verschaffen. Und auch Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann, zeigte sich erfreut über die „frohe und hoffnungsvoll stimmende Veranstaltung“, denn: „Wir sitzen alle in einem Boot“.


Verkehrskongress der IHK-Initiative Rheinland

"Mehr Güter auf die Schiene - wer finanziert den weiteren Netzausbau?"

Um 55 Prozent wird der Schienengüterverkehr im Rheinland bis 2025 zunehmen. Gleichzeitig soll auch der Schienenpersonennahverkehr deutlich attraktiver werden – dies alles auf einem Netz mit bereits heute nicht mehr ausreichenden Kapazitäten.

An welchen Stellen ist unter diesen Ausgangsbedingungen ein weiterer Netzausbau notwendig und wie sollen diese Erweiterungsmaßnahmen überhaupt finanziert werden? Und was sagt die Tourismuswirtschaft im Rheintal dazu, wenn demnächst noch mehr Güterzüge durch den Rheinkorridor fahren?

Diese und weitere Fragen sollen auf dem Verkehrskongress der IHK-Initiative Rheinland (IHKs Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Köln, Düsseldorf, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal) am Montag, 5.12.2011 IHK zu Köln, 15 bis 17 Uhr, diskutiert werden. Vertreter der Wirtschaft sowie die Verkehrsministerien des Bundes und des Landes werden u.a. zu Wort kommen.

Nähere Informationen erhalten Sie von Kurt Schmitz-Temming, Tel.:  0228 2284-142, E-Mail: schmitz-temming(at)bonn.ihk.de oder Fabian Göttlich, Tel.: 0228 2284-145, E-Mail: goettlich(at)bonn.ihk.de.

Konzentriert habe man sich bewusst auf zwei Themen, die der Region auf den Nägeln brennen: Einerseits auf den Verkehr, der sich auf Schiene und Straße Richtung Nadelöhr bewege und dem Komplex Häfen/Logistik/Schifffahrt, der noch über freie Kapazitäten verfüge, andererseits auf die Kultur, die im Rheinland mit einem bedeutenden und dichten Angebot vertreten sei. Beim Verkehr einigten sich die Beteiligten in einem Konsenspapier auf eine Vernetzung der Verkehrsmanagementsysteme, die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten im Schienenpersonennah- und Fernverkehr, auf Maßnahmen zur Vermeidung von Engpässen im Fernstraßennetz sowie die Verlagerung von Transportströmen des Güterverkehrs auf Schiene und Wasserwege. Dieses Papier werde Oberbürgermeister Jürgen Roters anlässlich der nächsten Verkehrsministerkonferenz in Köln überreichen.

Im Fokus: Verkehr und Kultur

Der gemeinsame Auftritt sei jedoch nicht nur für die Berücksichtigung von Projekten im Bundesverkehrswegeplan, der 2015 fortgeschrieben werden solle, wichtig, sondern auch für den Landesentwicklungsplan: “Mittelfristig wollen wir die Frage der Metropolregion im Landesentwicklungsplan manifestieren“, so Roters.

In einem zweiten interregionalen Konsenspapier „Kultur im Rheinland“ einigten sich die Beteiligten darauf, das gemeinsame Ticketing für kooperierende Museen zu verbessern und den „Rheinischen Sommer“ (Dachmarke für verschiedene Sommerfestivals 2012) auszubauen. Ferner solle der bereits bestehende Internetauftritt www.rheinschiene-aktuell.de ausgebaut und der Landschaftsverband Rheinland bei künftigen Rheinland-Projekten beteiligt werden. Denn, so Landrat Werner Stump: “Das Rheinland ist eines der wichtigsten kulturellen Zentren der Welt. Wir wollen unsere Angebote vernetzt darstellen, damit nicht nur die Kultur in den Oberzentren wahrgenommen wird, sondern Bürgerinnen und Bürger diese auch im Umland erleben können. Und natürlich wollen wir auch die internationale Aufmerksamkeit auf das Rheinland als Kulturregion lenken.“

Die Richtung stimmt

Dieter Junghans, Vizepräsident der IHK Aachen, erklärte zum Regiogipfel Rheinland: „Es ist ein gutes Signal, dass Düsseldorf und Köln die Zusammenarbeit intensivieren wollen und gemeinsam mit den anderen rheinischen Großstädten, Landkreisen und der Wirtschaft eine Metropolregion Rheinland schaffen wollen. Die für die Bereiche Verkehr und Kultur erarbeiteten kommunalen Positionen und Projekte finden die Unterstützung der Wirtschaft. Das Ziel, schon jetzt eine Marke für das Rheinland zu entwickeln, ist ehrgeizig.

Damit wird jedoch ein Prozess in Gang gesetzt, in dem die regionalen Bedürfnisse austariert werden und sich die Partner auf gemeinsame Ziele und Werte verständigen.“ Und Dr. Udo Siepmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, ergänzt: „Wir werten den Regio-Gipfel als einen guten Anfang, der sich mit Verkehr auf ein ganz wichtiges und mit Kultur auf ein sehr attraktives Thema konzentriert hat. Wir müssen jetzt den Schwung behalten, um die entstehende Metropolregion mit Leben zu füllen. Die IHKs werden dazu gern ihren Beitrag leisten.“

Die interregionalen Konsenspapiere Verkehr und Kultur können im Internet herunter geladen werden unter http://www.duesseldorf.de/top/thema010/aktuell/news/regiogipfel2011/index.shtml

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