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		<title>IHK Bonn/Rhein-Sieg: Die Wirtschaft</title>
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			<title>Jeder Richtung aufgeschlossen</title>
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			<description>Forschungslandschaft Bonn/Rhein-Sieg</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Titel-JuliAugust-2010.jpg.jpg" width="300" height="409" alt="" />Wir werden älter. Immer älter. Die Geburtenzahlen in Deutschland sinken seit Jahrzehnten, und die Lebenserwartung steigt beständig. So sank der Anteil der unter 20-jährigen an der Bevölkerung zwischen 1960 und 2005 von 28,4 auf 20 Prozent, während der Anteil der Personen, die 60 Jahre und älter waren, von 17,4 auf 24,9 Prozent anstieg. Im Jahr 2050 sieht es dann so aus: Die Zahl der 60-jährigen wird mit gut einer Million doppelt so groß sein wie die Zahl der Neugeborenen. Und während im Jahr 2006 vier Millionen Menschen 80 oder älter waren, steigt dieser Anteil auf zehn Millionen. Immer mehr Menschen werden immer älter. Aber: nicht zwangsläufig gesünder. Schon jetzt verzeichnen Experten eine deutliche Zunahme an sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen, also etwa Alzheimer oder Parkinson. Wie diese Krankheiten entstehen und verlaufen und vor allem: wie sie beeinflusst werden können, diese Fragen stehen derzeit hoch im Kurs. Nach Antworten wird fieberhaft gesucht – und Bonn ist ein Zentrum dieser Suche.
Bonn ist einer von sieben Standorten des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Am DZNE untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die molekularen Mechanismen der Schädigungen und des Verlusts von Nervenzellen, den Hauptmerkmalen neurodegenerativer Erkrankungen. Ziel des DZNE ist es, die Ursachen der Erkrankungen besser zu verstehen, um Prävention, Früherkennung und Therapie zu verbessern und neue Formen der Pflege und Versorgung zu entwickeln. An allen Standorten kooperiert das DZNE eng mit den Universitäten und Universitätskliniken sowie den außeruniversitären Einrichtungen, die im Bereich neurodegenerativer Erkrankungen exzellente wissenschaftliche Expertisen aufweisen. In Bonn arbeitet das DZNE mit der Universität und dem Universitätsklinikum Bonn, dem Forschungszentrum caesar und der Life &amp; Brain GmbH eng zusammen.
<h6><img style="padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_caesar_03.jpg.jpg" width="250" height="198" alt="" />Gebäude des Forschungszentrums caesar. Firmen, für die es viel zu aufwändig wäre, diese Infrastruktur selbst zu betreiben, können Forschungsaufträge an caesar vergeben.</h6>
Auch das Bonner Forschungszentrum caesar ist auf Neurowissenschaften spezialisiert. Der Schwerpunkt der Arbeiten von Direktor Professor Dr. Ulrich Benjamin Kaupp, Wissenschaftlicher Direktor von caesar, liegt auf der Neurosensorik. Hier werden die Signalwege in Zellen untersucht. Auch solche grundlagenorientierte Forschung ist für die Industrie interessant: In den kommenden fünf Jahren wird sich ein Forscherteam mit der sogenannten Autophagie beschäftigen. Es geht, vereinfacht ausgedrückt, darum herauszufinden, wie sich Körperzellen selbst reinigen können. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wird von caesar die Lizenz zur Nutzung der Ergebnisse erhalten, denn es finanziert das komplette Forschungsprojekt.
<h3>Dienstleistung für die Wirtschaft</h3>
Das Forschungszentrum kooperiert noch auf andere Weise mit Unternehmen. Es zählt mit seiner technischen Ausstattung, insbesondere dem Reinraum und den Elektronenmikroskopen, zur Weltspitze. Dies machen sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen gern zu Nutze. Für die Entwicklung von Sensoren – für Drogen oder Sprengstoff etwa – ist ein Reinraum unabdingbar. Firmen, für die es viel zu aufwändig wäre, diese Infrastruktur selbst zu betreiben, können Forschungsaufträge an den Reinraum bei caesar vergeben. Ihre Mitarbeiter können mit dem fachkundigen Personal von caesar zusammenarbeiten. Außerdem ist caesar in Verbundprojekten mit Universität und Unternehmen engagiert, die in der Regel vom Bundesforschungsministerium finanziert werden. Ein Beispiel: Derzeit versuchen Experten, einen Infrarotsensor zu entwickeln, der über besonders große Entfernungen Waldbrände entdecken und melden kann.
Caesar und DZNE, Universität und Klinikum – Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis sind voll mit Forschungseinrichtungen aller Art. Die Region ist bundesweit Spitze, denn zu den genannten Institutionen gesellen sich weitere vier Hochschulen, fünf Fraunhofer-Institute, zwei Max-Planck-Institute, ein Helmholtz-Zentrum und mit dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. So verschieden die Forschungsschwerpunkte dieser Einrichtungen – eines haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie betreiben Spitzenforschung nicht im Elfenbeinturm, sondern zum Nutzen von Gesellschaft und Wirtschaft.
<h6><img style="padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Schloss-Birlinghoven-05.jpg.jpg" width="250" height="167" alt="" />Gleich drei Fraunhofer-Institute sind im Schloss Birlinghoven in Sankt Augustin ansässig.</h6>
Zum Beispiel in Sankt Augustin. Das dortige Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven beherbergt drei Institute. Eines davon: das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI. Es beschäftigt sich mit Computersimulationen in der Produkt- und Verfahrensentwicklung sowie mit Optimierung in Produktion, Logistik und Planung. Damit ist es ein geschätzter Partner der Wirtschaft. Zum Beispiel der Eaton Industries GmbH. Das Bonner Unternehmen (vormals Moeller) stellt unter anderem Komponenten und Systeme für die Energieverteilung und Automatisierung in der Industrie, in Infrastrukturgebäuden sowie in Wohnhäusern her. Für den Entwicklungsprozess sind Simulationsverfahren unablässig, und um diese zu optimieren, hat sich das Unternehmen bereits vor acht Jahren an die damalige Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) in Sankt Augustin gewandt, die vor neun Jahren mit der Fraunhofer-Gesellschaft fusionierte.
<h4><img style="padding-left: 10px; float: right; padding-top: 10px;" src="uploads/RTEmagicC_kugel.jpg.jpg" width="150" height="203" alt="" />Von weitem sichtbares Zeichen des FHR ist eine große weiße Kugel - die Großradaranlage &quot;Tira&quot;</h4>
Die Kooperation hat drei Gründe: „Das SCAI hat die Kompetenz für die gestellte Aufgabe, sowohl technisch als auch fachlich“, unterstreicht Dr. Hartwig Stammberger, der bei Eaton Industries die Technologieentwicklung im Geschäftsbereich Energieverteilungskomponenten leitet. Außerdem können sich die SCAI-Experten ganz auf ihre Aufgabe konzentrieren. Fände diese Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Unternehmen statt, käme immer wieder das Tagesgeschäft dazwischen. „Drittens profitiert Eaton mindestens indirekt auch vom Know-how der Nachbarabteilung innerhalb des SCAI und anderer Fraunhofer-Institute“, erklärt Stammberger. Sein Gegenüber auf SCAI-Seite, Projektleiter Dr. Christian Rümpler, sagt: „Fraunhofer steht für angewandte Forschung und die Institute erwirtschaften einen großen Teil ihres Budgets mit Arbeiten für Unternehmen. Der Auftrag von Eaton Industries bot die Möglichkeit, unsere wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Lichtbogensimulation in die Produktentwicklung einzubringen und unsere Forschung zu finanzieren.“ Forschung und industrielle Praxis, so Rümpler, hätten in diesem Fall in vorbildlicher Weise voneinander profitiert.
<h3>Stark im Verbund</h3>
Dieses Miteinander liegt auch den Kollegen vom IAIS am Herzen, dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme, das ebenfalls in Sankt Augustin residiert. Das IAIS befasst sich mit innovativen Systemen, um Daten zu analysieren und Informationen zu erschließen. Mit dieser Expertise ist das Institut derzeit an einem ambitionierten Forschungsprojekt beteiligt – dem Verbundprojekt „Flex-I-Geo-Web“. Die Projektleitung liegt bei dem Sankt Augustiner Datenbankspezialisten CPA Systems GmbH, mit dabei sind außerdem die drei Bonner IT-Firmen interactive instruments Gesellschaft für Software-Entwicklung mbH, lat/lon gesellschaft für raumbezogene informationssysteme mbH und WhereGroup GmbH &amp; Co. KG, das Geografische Institut der Universität Bonn sowie die Geo-Initiative Region Bonn, vertreten durch das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn und die IHK Bonn/Rhein-Sieg.
<h6><img style="padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_CPA-3D03-1.jpg.jpg" width="250" height="168" alt="" />Unterstützung der Stadtentwicklung mithilfe von 3D-Komponenten aus dem Flex-I-Geo-Web-Projekt.</h6>
Die gemeinsam formulierte Idee: Es soll ein Softwarebaukasten entstehen mit zahlreichen Modulen und Funktionen, aus denen interessierte Nutzer weitgehend intuitiv aus vorhandenen, neuen und eigenen Geodaten und -diensten neue Geodatenportale erstellen können. Ausgangspunkt waren Gespräche zwischen dem Bonner Amt für Wirtschaftsförderung und CPA. Daraus entstand eine Projektskizze. „Wie kann die Wirtschaftsförderung durch Technologie unterstützt werden“, formuliert CPA-Geschäftsführer Dr. Christoph Averdung die Ausgangsfrage. Schnell wurde klar: Das Projekt sollte auf eine breite Basis gestellt werden und die Ergebnisse einem weiten Anwenderkreis zugute kommen – von Behörden und Institutionen über große Firmen bis zum Kleinbetrieb.
<h4><img style="padding-left: 10px; float: right; padding-top: 10px;" src="uploads/RTEmagicC_Inhaber-Dr.-Christoph-Averdung.jpg.jpg" width="150" height="202" alt="" />Dr. Christoph Averdung, Geschäftsführer CPA Systems GmbH, Projektleitung Flex-I-Geo-Web</h4>
<blockquote>&quot;Wir versuchen gemeinsam einen Softwarebaukasten zu entwickeln, mit dem man aus neuen, eigenen oder vorhandenen Geodaten intiutiv neue Geodatenportale erstellen kann.&quot;</blockquote>
Ein wichtiger Meilenstein war dann die erfolgreiche Teilnahme am Landeswettbewerb „Informations- und Kommunikationstechnik (ITK)“. Es ging um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), die das Land NRW erstmals in Form von Branchenwettbewerben ausgeschrieben hatte. Das Verbundprojekt „Flex-I-GeoWeb“ gehörte zu dem Drittel der 50 eingereichten Projekte, die gewonnen haben. Es erhält von der EU und dem Land NRW rund eine Million Euro Projektförderung.<br />Mit diesen Mitteln wird nicht nur der Softwarebaukasten entwickelt, sondern auch ein Portal zur Suche und individuellen Bewertung von Baulücken in entwickelten Räumen. Es soll die Möglichkeiten des Baukastens demonstrieren, unter anderem durch die Einbindung noch sehr junger 3D-Geodatendienste. „Ein solches dynamisches Baulückenportal wäre ein spannendes Instrument für Architekten und Bauherren“, findet Dr. Rainer Neuerbourg, Bereichsleiter Innovation/Umwelt der IHK Bonn/Rhein-Sieg, „es würde eine flächenschonende Stadtentwicklung ermöglichen, die ökonomische und ökologische Aspekte miteinander abwägt.“ Weiteres Plus aus Sicht der Wirtschaft: Das Portal könnte auch die regionale Bauwirtschaft beflügeln.
Das Baulückenportal soll aber nur ein erstes Beispiel sein. Denkbar sind viele weitere Anwendungen. „Wir haben zahlreiche mittlere und kleine Unternehmen in und um Bonn, die sich damit befassen, Geodaten zu verarbeiten oder zu erzeugen“, erklärt Dr. Ulrich Ziegenhagen vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. „Unsere Initiative will diese Unternehmen untereinander und mit Forschungsinstituten und Behörden vernetzen, um daraus neue Geschäftsfelder und Kooperationen entstehen zu lassen.“ Aus dem Software-Baukasten könnte sich beispielsweise auch bedienen, wer im Internet einen Gewerbeflächenatlas oder ein Immobilienverzeichnis anbieten will. Interessant ist der Baukasten auch für Unternehmen, die ein neues Wohngebiet vermarkten und auf der Suche nach geeigneten Käufern und Mietern sind. In diesem Fall wäre dann eine Funktion reizvoll, die den Interessenten genaue Informationen darüber liefert, wie weit der nächste Arzt, Kindergarten oder die nächste Realschule und Einkaufsmöglichkeit entfernt sind.
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Wenn das Verbundprojekt erfolgreich ist, dann profitiert natürlich der Wirtschaftsstandort insgesamt. Professor Dr. Klaus Greve vom Geografischen Institut der Uni Bonn ist schon jetzt überzeugt: „Das Projekt wird neue, auch internationale Märkte eröffnen und dazu beitragen, Nordrhein-Westfalen und Bonn global als interessanten Standort für Geosoftware-Entwicklung zu positionieren.“
<h3>Uni Bonn – Wissenstransfer auf vielen Wegen</h3>
Wie das Verbundprojekt „Flex-I-GeoWeb“ und die Erforschung der neurodegenerativen Erkrankungen zeigen, ist auch die Universität Bonn in zahlreiche Kooperationen eingebunden. Mit 517 Professoren,&nbsp; 3.513 wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie 4.808 Mitarbeitern in Technik und Verwaltung (inklusive Kliniken) ist sie bei weitem die größte Forschungseinrichtung in Bonn, zudem zählt sie zu den größten Universitäten Deutschlands. Geforscht und gelehrt wird an der Uni Bonn von der Amerikanistik bis zur Zoologie und von der Astronomie bis zur Zellbiologie. Zwar sind traditionell Hochschulen mit ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen in Sachen Wissenstransfer noch häufiger gefragt, doch insbesondere die renommierte Landwirtschaftliche Fakultät ist auf diesem Gebiet sehr aktiv, etwa wenn es um Fragen der Qualität innerhalb der Nahrungsmittelkette geht. Auch die Pharmazie und Chemie an der Universität Bonn sind in der Wirtschaft gefragt.
Ansprechpartner in der Uni Bonn für Forschungsangelegenheiten und Wissenstransfer ist Rüdiger Mull. An ihn können sich Unternehmen wenden, wenn sie auf der Suche nach wissenschaftlicher Unterstützung bei einem Entwicklungsprojekt sind. „Die Anfragen kommen häufig über die Technologieberater der IHKs“, beobachtet Mull, „gerade kleine und mittlere Unternehmen tun sich leider häufig schwer, die Hochschullandschaft zu überblicken und uns dann gezielt anzusprechen.“ Welche Hochschule ist die richtige? Wen spreche ich dort an? Wie funktioniert eigentlich Wissenstransfer? Diese Fragen stellen sich in vielen Betrieben.
<h3>InnovationsAllianz, PROvendis und Life &amp; Brain</h3>
Die Universität beschreitet gleich mehrere Wege, um die Erkenntnisse ihrer Forscher fruchtbar zu machen. Eine Variante: Sie ist Mitglied der InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen. Diese setzt sich seit 2007 dafür ein, mit Know-how und Wissenstransfer, Forschung und Entwicklung in Kooperationen mit Unternehmen, Verbänden&nbsp;und anderen Einrichtungen aus Wirtschaft und Gesellschaft Nordrhein-Westfalen zum führenden Innovationsland zu machen. Dafür haben sich Universitäten, Fachhochschulen und Hochschul-Transfergesellschaften aus ganz NRW in diesem bundesweit größten Hochschulbündnis seiner Art zusammengeschlossen.
Ein anderer Transferweg: PROvendis. Seit 2008 sind 23 Hochschulen in NRW alleinige Gesellschafter. PROvendis ist die Patentvermarktungsgesellschaft der Hochschulen und fungiert als zentraler Dienstleister in der Form, dass sie die Hochschulen und Wissenschaftler auf dem Weg zur Patentierung und Vermarktung ihrer Innovationen und Forschungsergebnisse berät und begleitet. „Wir können auf diese Weise im Verbund agieren und eine wichtige Dienstleistung bündeln, die jede einzelne Hochschule für sich kaum in dieser Tiefe erbringen könnte“, erläutert Mull das Konzept. PROvendis berät Erfinder und Forscher, prüft Erfindungen mit Blick auf ihre Schutz- und Vermarktungsmöglichkeiten, kümmert sich gemeinsam mit spezialisierten Patentanwälten um die Sicherung der Schutzrechte, betreibt ein aktives Schutzrechtmanagement, erstellt technologiespezifische Markt- und Konkurrenzanalysen, entwickelt Vermarktungsstrategien und setzt diese einschließlich der Verhandlung von Kauf- und Lizenzverträgen um.
<h4><img style="padding-left: 10px; float: right; padding-top: 10px;" src="uploads/RTEmagicC_Ruediger-Mull-cmyk.jpg.jpg" width="150" height="239" alt="" />Rüdiger Mull, Ansprechpartner in der Uni Bonn für Forschungsangelegenheiten und Wissenstransfer. </h4>
Eine ganz neue Art des Wissenstransfers beschreitet die Uni Bonn mit der Life &amp; Brain GmbH. Das mit Mitteln aus dem Bonn-Berlin-Ausgleich geschaffene biomedizinische Unternehmen mit Sitz in Bonn verfolgt das Ziel, neue Strategien für die Diagnose und Therapie von Erkrankungen des Nervensystems zu entwickeln. Gesellschafter sind die Universität, das Universitätsklinikum sowie mehrere Privatpersonen. Das Konzept basiert auf drei Säulen: Unter einem Dach arbeiten universitäre Forschergruppen mit Mitarbeitern von Life &amp; Brain und einem sogenannten Inkubatorsegment zusammen.&nbsp;Die Idee: ein möglichst effizienter Transfer von Know-how in die kommerzielle Nutzung. Einzelne Wissenschaftler können ihre Entwicklungen innerhalb des Unternehmens von der akademischen Forschung über die Life &amp; Brain GmbH bis hin zu einer möglichen Ausgründung im Inkubatorsegment konsequent weiterverfolgen. „Inkubator“ heißt eigentlich Brutkasten oder Brutschrank, das Wort wird in der Wirtschaft aber auch für ein Unternehmen verwendet, das andere, neu gegründete Unternehmen unterstützt und betreut. „Hier wird nicht geforscht, um dann irgendwann zu schauen, was daraus werden könnte“, unterstreicht Rüdiger Mull, „sondern hier fließt Wissenschaft gleichsam über in Anwendung – ein spannender Modellversuch!“
Für die Transfer-Variante PROvendis hat Rüdiger Mull ein aktuelles Beispiel parat. Es geht um die Verbesserung von Kernspintomographen zur besseren Erkennung von Brustkrebs. Physiker vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik der Universität Bonn haben eine Technologie entwickelt, die einmal die Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust mittels Mammographie ablösen könnte. Die Wissenschaftler haben der Hochschule die Erfindung auf einem dafür eigens festgelegten Weg gemeldet. Nach grober Prüfung wurde die Anmeldung an Provendis weitergeleitet und dort intensiv geprüft. Schließlich wurde sie als Patent angemeldet. Der für die Erfindung verantwortliche Professor hatte inzwischen Firmenkontakte geknüpft, und so konnten Unternehmen zur Unterstützung gewonnen werden.
<h6><img style="padding-bottom: 10px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Kernspintomograph.jpg.jpg" width="250" height="277" alt="" />Physiker der Uni Bonn haben Kernspintomographen, zur besseren Erkennung von Brustkrebs, weiterentwickelt.</h6>
„Gut für das Projekt ist, dass wir hier Kernspintomographen für Forschungszwecke haben“, erläutert Mull, „so lassen sich Messreihen viel schneller durchführen, als wenn auf Patientengeräte zurückgegriffen werden müsste.“ Die Erfindung ist so weit gereift, dass sie auf der diesjährigen Hannover Messe der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte. „Als nächstes sind nun echte Patientenmessdaten sowie Vergleiche mit Kontrollgruppen erforderlich“, so Mull, „danach können wir die amtlichen Zulassungsschritte einleiten. Und dann sind neben Siemens, General Electric und Philips, den drei Großunternehmen, die komplette Kernspintomographen herstellen, auch kleinere Unternehmen am Zug. Denn für die erstrebte Optimierung ist kein Neubau, sondern lediglich ein kleines Zusatzgerät erforderlich – unabhängig vom Fabrikat des Tomographen. Dessen Herstellung ist für die Konzerne weniger interessant, sie bietet eine spannende Nische für ein technologieorientiertes Kleinunternehmen. Viele künftige Patientinnen werden es ihm und den Forschern danken. 
<strong>Lothar Schmitz, freier Journalist, Bonn</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>&quot;Die Wirtschaft&quot; im Gepsräch mit Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn</title>
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			<description>&quot;Die Uni Bonn hat eine herausragende Stellung in der Forschungslandschaft der Region.&quot;</description>
			<content:encoded><![CDATA[<i><strong><img src="uploads/RTEmagicC_Uni-Bonn-0024-Dr-Thomas-Mauersberg-cmyk.jpg.jpg" width="580" height="422" alt="" /></strong></i>
<i><strong>Die Wirtschaft:</strong> Herr Professor Fohrmann, vor vier Jahren hat die Landesregierung verkündet, Nordrhein-Westfalen solle bis 2015 Forschungsland Nummer 1 werden. Ist NRW auf gutem Wege?</i>
<strong>Professor Dr. Jürgen Fohrmann:</strong> Grundsätzlich gibt es keinen Grund, warum dieses Ziel nicht erreichbar sein sollte. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen entsprechend ausgerichtet sind, dazu gehört neben der wissenschaftlichen Freiheit zwangsläufig auch die Frage der finanziellen Ausstattung. Wenn zum Beispiel nur unzureichende Räumlichkeiten vorhanden oder aufgrund des Sanierungsstaus Dächer undicht sind, sind das schwerlich Arbeitsbedingungen, die man Spitzenforschern und ebensolchem wissenschaftlichen Nachwuchs zumuten kann, diese Kollegen werden sich dann überlegen, ob sie überhaupt an die Universität Bonn kommen wollen oder ob sie nicht doch den Ruf an eine andere Hochschule annehmen. In diesem Zusammenhang eine nicht unwesentliche Zahl: Allein an der Universität Bonn ist der Sanierungsbedarf auf über 800 Millionen Euro zu beziffern. Weiterhin dürfen wir nicht vergessen, dass wir längst nicht mehr nur in einem nationalen Wettbewerb stehen, Forschung und Wissenschaft sind stark globalisiert, die besten Forscher sind in der Regel sehr mobil und gewillt, an die Standorte zu gehen, die ihnen die besten Arbeitsbedingungen bieten.
<h4><img style="padding-left: 10px; float: right; padding-top: 10px;" src="uploads/RTEmagicC_Fohrmann-30-cmyk.jpg.jpg" width="150" height="237" alt="" />&nbsp;Prof. Dr. Jürgen Fohrmann</h4>
<i>Bayern und Baden-Württemberg geben, gemessen am Anteil der Wirtschaftsleistung, erheblich mehr Geld für die Forschung und Entwicklung aus als NRW. Auch bei den Patentanmeldungen liegen die süddeutschen Länder weit vorn. Kann NRW den Rückstand aufholen?<br /></i>Auch hier geht es in erster Linie um die richtigen Rahmenbedingungen. Allerdings gilt es anzumerken, dass die Zahl der Patentanmeldungen sicherlich nicht der ausschließliche Maßstab für wissenschaftliche Erfolge sein kann. Nehmen sie die Universität Bonn als Beispiel. Wir sehen uns als Volluniversität, eine Universität also, die ein möglichst breites Spektrum an Fächern anbietet – da liegt es in der Natur der Sache, dass eine Volluniversität mit starken Anteilen in den Geisteswissenschaften weniger Patentanmeldungen aufzuweisen hat als etwa eine Technische Universität. Dennoch wird niemand ernsthaft behaupten können, sie sei schon deswegen weniger erfolgreich. Wir haben aber in Bonn auch sehr starke Forschungsbereiche, die aus Sicht der Wirtschaft durchaus anwendungsnah forschen, etwa in den Lebenswissenschaften oder der Pharmaforschung.
<i>Diese Stärke gilt für die gesamte Region – laut einer aktuellen Untersuchung der IHKs ist das Rheinland die forschungsstärkste Region Deutschlands. Welchen Stellenwert nimmt dabei die Forschungsregion Bonn/Rhein-Sieg ein?</i><br />Sie muss den Vergleich sicher nicht scheuen. Zunächst ist sie Teil der größeren Forschungsregion Rheinland, die mit Aachen, Köln und Bonn immerhin drei Universitäten ihr eigen nennen kann, jede von diesen mit Erfolgen in der Exzellenzinitiative. Hinzu kommt das erfolgreiche Forschungszentrum Jülich. Die Universität Bonn arbeitet mit diesen drei Partnern im Rahmen der ABC-/J-Partnerschaft (Aachen, Bonn, Cologne, Jülich) eng zusammen. In der Region Bonn/Rhein-Sieg finden sich dann die rasch wachsende Hochschule Bonn/Rhein-Sieg, die Fachhochschule Bad Honnef-Bonn und die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. Ferner ist Bonn Sitz eines Vizerektorats der United Nations University (UNU), mit der die Universität Bonn ebenfalls eng kooperiert. Schließlich haben wir hier eine ganze Reihe wichtiger Forschungsinstitutionen, etwa caesar, die Forschungsplattform LIFE &amp; BRAIN im Bereich der Biomedizin sowie seit kurzer Zeit auf dem Gelände der Universitätsklinik das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Krankheiten – DZNE.
Ein wesentlicher Bonus besteht in der Tatsache, dass eine ganze Reihe führender Wissenschaftsförderorganisationen in Bonn beheimatet sind: die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und natürlich auch der Hauptsitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – diese Aufzählung ließe sich durchaus noch fortführen.
<i>Und die Universität Bonn? Wie werten Sie deren Position <br />innerhalb unserer Forschungsregion?</i><br />Die Universität hat innerhalb der Forschungsregion Bonn/Rhein-Sieg unzweifelhaft eine herausragende Stellung. Ich möchte das mit einigen Kennzahlen verdeutlichen: Im vergangenen Jahr betrug die Höhe der eingeworbenen Drittmittel zirka 115 Millionen Euro, zur Zeit haben wir 13 von der DFG geförderte Sonderforschungsbereiche und Transregios an der Universität, darüber hinaus fördert die DFG sieben Graduiertenkollegs und 15 Forschergruppen – mit diesen Zahlen gehören wir absolut zur Spitzengruppe deutscher und europäischer Universitäten. Wir unterstreichen diesen Anspruch mit Erfolgen aus den letzten beiden Runden der Exzellenzinitiative, bei denen wir einen Exzellenzcluster und zwei Graduiertenschulen einwerben konnten. Selbstverständlich bemühen wir uns auch bei der nächsten Runde, auf diese Erfolge aufzubauen, nicht zuletzt auf der Ebene der Zukunftskonzepte – auch bekannt als „Eliteuniversität“. Die Universität ist aber kein Einzelkämpfer, weder international noch in der Region. Vielmehr sind wir sehr bemüht, mit universitären und außeruniversitären Partnern in der Region zusammenzuarbeiten – auch mit der Wirtschaft. 
<h6><img style="padding-bottom: 30px; padding-right: 10px; float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Uni-Bonn-zwei.jpg.jpg" width="250" height="383" alt="" />Bestens ausgebildete Fachkräfte erhält die Wirtschaft durch die Absolventen der Uni Bonn.</h6>
<i>Wie steht es um den Wissenstransfer? Fließen die Ergebnisse aus der Spitzenforschung an Ihrer Universität rasch genug in die Unternehmen?<br /></i>Dort, wo wir anwendungsnah forschen, etwa in der Pharmazie oder den Lebenswissenschaften, geschieht dies oft in Kooperation mit der Industrie oder bezogen auf Anwendungsmöglichkeiten. Folgerichtig führt dies immer wieder dazu, dass die Translation, also die Umsetzung von Forschungsergebnissen in Produkte oder Dienstleistungen, tatsächlich sehr schnell vonstatten gehen kann. Ich bin aber nicht der Überzeugung, dass Wissenschaft als reine Dienstleistung an die Wirtschaft verstanden werden sollte. Zunächst ist die Wissenschaft durchaus ein Selbstzweck – auch wenn dieser in aller Regel zu Anwendungen führt. Für die Universität Bonn bedeutet dies beispielsweise, dass mittlerweile einige dutzend Unternehmensgründungen aus unserer Forschung hervorgegangen sind, die sehr wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen erfolgreich am Markt anbieten.
<i>Gehen Sie auf die Unternehmen zu – oder suchen Firmen eher den Kontakt zu Ihnen?</i><br />Beides ist möglich, allerdings hängt dies sehr spezifisch vom jeweiligen Forschungsbereich ab. 
<i><strong>Letzte Frage:</strong> Die Wirtschaft profitiert nicht nur von Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit mit Hochschulen, sondern sie benötigt auch bestens ausgebildete Fachkräfte. Erhält sie diese von der Universität Bonn?<br /></i>In einem Wort: Ja.
<p class="align-right"><strong>Lothar Schmitz, freier Journalist, Bonn</strong></p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In Alfter gedeiht weit mehr als Spargel und Erdbeeren</title>
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			<description>Alanus Hochschule: Bestehendes und Gewohntes hinterfragen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_alanus.jpg.jpg" width="580" height="103" alt="" />Können 
Kunst und Philosophie Innovationsprozesse in Unternehmen begünstigen? Dieser spannenden Frage widmete sich&nbsp; im Juni der Innovationsclub des Forums Innovation der IHK Bonn/Rhein-Sieg (siehe auch Seite 18) in der Alanus Hochschule (<link http://www.alanus.edu/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.alanus.edu</link>).&nbsp;&nbsp;
Für Marcelo da Veiga besteht kein Zweifel: „Kunst und Philosophie lassen sich erfolgreich in die betriebswirtschaftliche Ausbildung einbinden und ermöglichen neue Denkansätze und frische Herangehensweisen“, ist der Professor und Rektor der Alanus Hochschule überzeugt. „Unbestritten wirkt sich die Beschäftigung mit Kunst und Philosophie positiv auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit aus“, pflichtete ihm auch Dr. Rainer Neuerbourg, Bereichsleiter Innovation/Umwelt der IHK Bonn/Rhein-Sieg, bei. Der Innovationsclub ist Teil des Forums Innovation, das die IHK gemeinsam mit Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat.&nbsp; 
<h6><img style="PADDING-BOTTOM: 10px; PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_Innovationsclub.jpg.jpg" width="250" height="167" alt="" />Anfang Juni beschäftigte sich der Innovationsclub des Forums Innovation in der Alanus Hochschule mit der Frage &quot;Können Kunst und Philosophie Innovationsprozesse in Unternehmen begünstigen?&quot;</h6>
Seit acht Jahren ist die Alanus Hochschule in Alfter nun eine staatlich anerkannte Kunsthochschule. Vor zwei Monaten wurde sie vom Wissenschaftsrat akkreditiert und ist damit nach eigenen Angaben die erste nichtstaatliche Kunsthochschule Deutschlands, der der Wissenschaftsrat sein Gütesiegel verliehen hat. Das Besondere: Die Hochschule bildet auch Betriebswirte aus – und kooperiert mit Partnerunternehmen, die zum Beispiel einzelne Studierende unterstützen. Weitere Partner, auch und gerade aus der Region, sind erwünscht. 
<h3>Betriebswirtschaft und Kunst</h3>
Betriebswirtschaft, Kunst, Philosophie? Zunächst stößt man auf: Amselweg, Spargelweg, Auf dem Polacker. Die Straßennamen lassen Zweifel aufkommen: Hier in der Nähe soll sich eine Hochschule befinden, sollen Studierende Innovationsfähigkeit entwickeln? Hier, wo im Umkreis Erdbeeren und Spargel, Kohl und Salat prächtig gedeihen? Offenbar bietet Alfter genügend Nährboden nicht nur für Obst und Gemüse. „Bei uns gedeihen Wissen, Verantwortungsbewusstsein und Kreativität“, sagt Professor da Veiga. Bei uns – damit meint er die Alanus Hochschule. Und tatsächlich: Von Bonn kommend, erblickt man rechts an der Bonn-Brühler-Straße, zwischen den Sträßchen Auf dem Polacker und Buschdorfer Weg, einen schicken Neubau samt unmissverständlichem Schriftzug: Alanus Hochschule.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right; PADDING-TOP: 10px" src="uploads/RTEmagicC_maler.jpg.jpg" width="150" height="218" alt="" />Malerei und Marketing, Collagen und Controlling - das Studium an der Alanus Hochschule ist vielfältig.</h4>
Nicht nur die geografische Lage macht die Hochschule ungewöhnlich. Von den rund 600 Studierenden an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, so der vollständige Name, sind nämlich rund 100 angehende Betriebswirte. Und mehr noch: Zum Bachelor-Studiengang BWL kommt im Herbst ein Master hinzu, dann werden weitere rund 20 Fortbildungswillige an der Kunsthochschule einen Wirtschaftsabschluss auf Universitätsniveau anstreben. Malerei und Marketing, Collagen und Controlling, passt das zusammen? „Wir wollen Führungskräfte ausbilden, die Bestehendes und Gewohntes hinterfragen, die neue Konzepte für ökologisch und sozial zukunftsfähiges Wirtschaften entwickeln und umsetzen“, erläutert Professor Dr. Lars Petersen, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft. Rektor da Veiga und Petersen sind überzeugt: Die Unternehmer der Zukunft müssten als Gestalter und Entscheider aufnahmefähig, flexibel und initiativ sein – und das könne man nicht aus einem Lehrbuch lernen.
<h3>Ein anderer Realitätsbezug</h3>
Spätestens die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat es deutlich vor Augen geführt: „Wir müssen Wirtschaft neu denken“, unterstreicht da Veiga. „Der klassische Börsenbroker-Blick – Wie kann ich mich persönlich bereichern? – muss der Vergangenheit angehören“, so da Veiga, „worauf es künftig ankommt ist, Wirtschaft als Sozial- und Kulturakt zu verstehen, sie nicht länger isoliert zu betrachten!“ Auch Petersen hat beobachtet, dass die Wirtschaftskrise etwas verändert hat: „Das Interesse an unserem integrierten Konzept steigt, strategische Wachsamkeit, der Blick über den Tellerrand, ist nun deutlich stärker gefragt.“ Und das geht mithilfe von Kunst? Eine Produktinnovation lässt sich nicht töpfern, Buchhaltung nicht malen und ein Marketingkonzept nur schlecht tanzen. Deshalb findet auch an der Alanus Hochschule das BWL-Studium vorwiegend im Hörsaal und in Seminarräumen statt. Trotzdem: „Die aktive Beschäftigung mit den Künsten bereichert die Ausbildung fundamental“, betont der Rektor, „sie schafft einen anderen Realitätsbezug.“
<h6><img style="PADDING-BOTTOM: 10px; PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_daveiga_1.jpg.jpg" width="150" height="226" alt="" />Prof. Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule</h6>
<blockquote>&quot;Die aktive Beschäftigung mit den Künsten bereichert die Ausbildung fundamental.&quot;</blockquote>
Konkret geht das so: Pro Jahr nehmen etwa 40 Personen an der Alanus Hochschule das Bachelorstudium BWL auf. Es dauert drei Jahre und verteilt sich auf drei Säulen. Säule 1: Betriebswirtschaftslehre. Hochschulprofessoren, Lehrbeauftragte und erfolgreiche Führungspersönlichkeiten aus der Praxis vermitteln sowohl das klassische Grundlagenwissen als auch aktuelle Konzepte und zukunftsweisende Ansätze. Das dritte Semester können die Studierenden an einer Partnerhochschule im Ausland verbringen. Säule 2: Praxis in den Unternehmen. Wenn andere Studierende Semesterferien haben, geht der Alanus-Nachwuchs arbeiten. Insgesamt 60 Wochen verbringen die Studierenden während der dreijährigen Studienzeit in einem Partnerunternehmen. „Sie sollen frühzeitig ein Gespür für die praktische Umsetzung des theoretischen Wissens bekommen“, erläutert Petersen diesen Ausbildungsteil.
<h3>Studium generale</h3>
Die dritte Säule ist das Besondere am Alanus-Studium: Kunst und Studium Generale. Kunstpraktische Übungen sollen die Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit schärfen und helfen, Denk- und Gestaltungsblockaden zu überwinden. „Sie fördern Kreativität und Beweglichkeit im Denken“, hebt Petersen hervor. Bei Alanus ist man davon überzeugt: Sich mit grundlegenden Fragen aus der Philosophie und Kulturwissenschaft zu beschäftigen, schärft das logische Denkvermögen. Es erweitert den Horizont und öffnet den Blick für Normen und Werte, innerhalb derer sich wirtschaftliches Handeln bewegt.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right; PADDING-TOP: 10px" src="uploads/RTEmagicC_Schumacher-Rolf.jpg.jpg" width="150" height="234" alt="" />Dr. Rolf Schumacher, Bürgermeister der Gemeinde Alfter</h4>
<blockquote>&quot;Die Alanus Hochschule mit ihrem interdisziplinären Ansatz ist ein wirkliches Zukunftsprojekt. Ich freue mich über die positive Entwicklung sehr, da die ebenso junge wie bereits anerkannte Alanus-Hochschule die Qualität des Standortes Alfter bekannter macht und entscheidend stärkt.&quot;</blockquote>
Im Herbst setzt die Alanus Hochschule noch eins drauf: das Masterstudium BWL. Erstmals können dann Selbstständige, Angestellte, aber auch Arbeitsuchende in Teilzeit über drei Jahre einen Masterabschluss in Betriebswirtschaftslehre erwerben. Das Konzept ist das gleiche wie beim Bachelor: Fachwissen plus Kunst und Philosophie. Der Masterstudiengang will berufstätige Nachwuchskräfte dazu anleiten, betriebswirtschaftliche Ansätze kritisch zu hinterfragen und Wirtschaft neu zu denken. „In unserem Masterstudiengang steht die Persönlichkeitsbildung als gleichrangiges Ziel neben der fachwissenschaftlichen Qualifikation“, erklärt Wirtschaftsfachbereichsleiter Petersen. 
<h3>Hochschule und Wirtschaft</h3>
Die Alanus Hochschule schult nicht nur für die Wirtschaft – sie ist nach einer dynamischen Aufbauphase selbst längst zum Wirtschaftsfaktor geworden. Mit 140 Angestellten, rund 40 bis 50 Aushilfskräften und weiterem freien Lehrpersonal sind wir inzwischen bestimmt einer der größten Arbeitgeber in Alfter“, glaubt Rektor da Veiga. Er selbst leitet die Hochschule seit 2002, damals hatte sie 16 Mitarbeiter. Mit Bildungswissenschaft und BWL sind unter da Veigas Ägide zwei komplette wissenschaftliche Fachbereiche hinzugekommen, mit dem BWL-Master startet nun die nächste Entwicklungsphase. Ohne Wirtschaft wiederum sind die Neuerungen der vergangenen acht Jahre kaum denkbar. Denn die Hochschule finanziert sich aus Zuwendungen von Stiftungen, Studiengebühren und Geld von Partnerunternehmen. Jeder der etwas über 100 BWL-Studierenden hat ein Partnerunternehmen. Das heißt: ein Unternehmen in der Region oder außerhalb, das den jeweiligen Studierenden in den 60 Wochen Praxisphase beheimatet, bei der Bachelor-Abschlussarbeit kooperiert und sich zumeist auch an dem Stipendienfonds der Hochschule beteiligt.
<p class="csc-frame-frame1"><strong><br />Neu an der Alanus Hochschule: Masterstudiengang BWL<br /></strong><br />Die 1973 als Kunststudienstätte gegründete Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft gehört zu den jüngsten Hochschulen in Deutschland. Derzeit zählt die Hochschule zirka 600 Studierende in den Fachbereichen<br /><br />- Darstellende Kunst&nbsp;<br />- Bildende Kunst<br />- Künstlerische Therapien&nbsp;<br />- Achitektur<br />- Bildungswissenschaft&nbsp;<br />- Wirtschaft<br /><br />Neuester Wirtschaftsstudiengang ist das kostenpflichtige Masterstudium BWL – rund 20 Personen werden es im Herbst zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit aufnehmen. Es ist auf sechs Semester angelegt und lässt sich neben einer Vollzeittätigkeit absolvieren. Pro Semester sind drei bis vier Blockwochen Präsenzzeit an der Hochschule vorgesehen. Für die Vor- und Nachbereitung sollte man 12 Arbeitsstunden pro Woche einplanen. Studienvoraussetzung: entweder ein Bachelorabschluss und ein Jahr Unternehmenspraxis oder ein Magister- bzw. Diplomabschluss. Wer vorher nicht BWL studiert hat, kann zwischen drei Spezialisierungen wählen: Social Management, Global Management oder Human Resource Management. Betriebswirte können zwischen den genannten Schwerpunkten sowie zusätzlich Marketing Management und Supply Chain Management wählen. <br /><br />Weiteres Fortbildungsangebot: Die Module des Master-Studienprogramms können im Rahmen von Zertifikatskursen auch einzeln oder in thematisch zusammenhängenden Gruppen belegt werden. <br /><br /></p>
<h3></h3>
<h3>Hochschulpartner gesucht</h3>
Zum Beispiel die Deutsche Steinzeug Cremer &amp; Breuer AG in Alfter-Witterschlick. Das Unternehmen ist seit einigen Jahren Partner der Hochschule, weil es an deren Konzept vor allem die Verbindung von Theorie- und Praxisphasen schätzt. „Viele Studiengänge sind ja sehr theoretisch ausgerichtet, wir finden es aber wichtig, dass Studierende so früh und viel wie möglich Einblicke in die Abläufe im Unternehmen erhalten“, findet Sabine Krista, Personalreferentin bei der Deutschen Steinzeug. „Die 60 Praxiswochen in mehreren Abteilungen schaffen eine sehr intensive Verbindung zwischen Unternehmen, Student und Hochschule“, so Krista. Derzeit profitiert Helen Bratvogel von der Partnerschaft. Die Bornheimerin studiert im sechsten Semester BWL an der Alanus Hochschule, zurzeit arbeitet sie an ihrer Bachelorarbeit. Thema: monopolistische Wirtschaftsstrukturen in Mexiko. Darauf gekommen ist sie während eines Auslandssemesters in Mexiko. Auch Helen Bratvogel schätzt an dem Alanus-Konzept die Verbindung von Theorie und Praxis. „Bei der Deutschen Steinzeug konnte ich mein Hörsaal-Wissen um viele Elemente erweitern“, berichtet die 20-Jährige. Vor allem ihre Wochen im Controlling des Unternehmens haben ihr viel Spaß gemacht. Ob sie nach dem Studium direkt im Unternehmen einsteigt, ist allerdings noch nicht sicher: „Ich würde gerne einen Master-Abschluss machen, vielleicht im Ausland“, lauten ihre Pläne.
Professor da Veiga hat ebenfalls die Zukunft im Blick; er freut sich auf den Start des Masterstudiums BWL im Herbst und überhaupt auf die weitere Entwicklung der Hochschule. Die Zukunftsfreude basiert nicht nur auf Optimismus und Überzeugung, sondern auch einer freudigen Nachricht aus der jüngsten Vergangenheit: Am 10. Mai wurde die Alanus Hochschule vom Wissenschaftsrat akkreditiert. Zusätzlich zu der zehn Jahre gültigen Akkreditierung erhielt die Hochschule das eigenständige Promotionsrecht für den Fachbereich Bildungswissenschaft und darf damit Doktortitel verleihen. In der Stellungnahme des Wissenschaftsrates hieß es unter anderem: „Die Besonderheiten des Hochschulkonzepts sind eine Quelle für interdisziplinäre Fragestellungen und viele internationale künstlerische Entwicklungsvorhaben.“ In Alfter gedeiht tatsächlich weit mehr als Spargel und Erdbeeren.
<strong>Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:11:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Zukunft am Rhein - Die Region Köln/Bonn positioniert sich</title>
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			<description>Gemeinsam die Region voran bringen</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-BOTTOM: 20px" src="uploads/RTEmagicC_positionspapier.jpg.jpg" width="580" height="186" alt="" />Die Industrie- und Handelskammern Köln und Bonn/Rhein-Sieg haben in Abstimmung mit dem Region Köln/Bonn e.V. ein Positions- und Perspektivpapier erstellt. Es zeigt die Stärken und Potenziale der Region Köln/Bonn auf und weist einen Weg in die Zukunft unserer Region. Denn im europäischen und globalen Kontext geht es nicht länger um den Wettbewerb einzelner Städte, vielmehr konkurrieren komplexe Stadt- und Metropolregionen um Unternehmen, Investitionen und Einwohner. Diese suchen eine Region, die attraktiv und dynamisch ist und ihnen neben hervorragenden Standortbedingungen auch qualifizierte und gut ausgebildete Arbeitskräfte bietet. Dies kann aber nur gelingen, wenn die Akteure in der Region bei regional bedeutsamen Projekten ihre Fachkompetenz und ihre Erfahrung bündeln. Der Schlüssel dazu ist die regionale Kooperation. Regionale Zusammenarbeit ist die Voraussetzung, um im internationalen Wettbewerb der Regionen konkurrenzfähig zu sein. 
Deshalb haben die beiden IHKs in Abstimmung mit dem Region Köln/Bonn e.V. den Status Quo der Region evaluiert und gemeinsame Forderungen für die Zukunft formuliert. Ziel ist es, die Perspektiven gemeinschaftlich zu realisieren. Das Positions- und Perspektivpapier umfasst die Themen regionale Kooperation, Innovation, Bildung und Wissenschaft sowie Mobilität und Lebensqualität. 
<h3>Ein Plädoyer für regionale Zusammenarbeit</h3>
Nur als Region, in der interkommunale und interdisziplinäre Kooperation erprobt und eingeübt ist, werden wir uns im Wettbewerb um Einwohner, Arbeitskräfte und Investitionen behaupten können. Dabei hat die Zusammenarbeit in der Region Köln/Bonn eine fast zwei Jahrzehnte lange Tradition. Nicht zuletzt die Veränderungen infolge des Hauptstadtbeschlusses Anfang der 1990er-Jahre haben ihre Belastbarkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.<br /><strong><i>Gemeinsam wollen wir eine zielgerichtete Entwicklung der Region Köln/Bonn fördern und Motor einer größeren regionalen Kooperation im Rheinland sein. </i></strong>
<h3>Zukunft braucht Innovation</h3>
Ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der Region ist die Innovationskraft ihrer Akteure. Daher setzen wir neben zukunftsweisenden Entwicklungen in den schon jetzt starken Branchen auch auf das Know-how und die Kompetenzen in Zukunftsfeldern wie Gesundheitswirtschaft, Energie- und Umwelttechnologien und Biotechnologie/Life Science.<br /><strong><i>Gemeinsam wollen wir Innovationen in den Unternehmen unterstützen und starke Branchen weiterentwickeln.</i></strong> 
<h3>Wissen nutzen</h3>
<h6><img style="PADDING-BOTTOM: 10px; PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_Flughafen.jpg.jpg" width="250" height="166" alt="" />Der Flughafen Köln/Bonn - Drehscheibe für international operierende Unternehmen - bietet schnelle Geschäfts- und Frachtverbindungen</h6>
Wo kluge Köpfe sitzen, wollen andere kluge Köpfe hin. Im Bereich Human Resources weist die Region Köln/Bonn schon heute ein starkes Portfolio und einen funktionierenden Generationenmix mit gut ausgebildeten Arbeitskräften auf. 2009 lag die Zahl der Erwerbstätigen bei mehr als einer Million Menschen, das entspricht der vierthöchsten Erwerbsquote der Metropolregionen in Deutschland.<br /><i><strong>Gemeinsam wollen wir Ausbildungsplätze schaffen und die Qualität der Schulausbildung verbessern.</strong></i> 
<h3>Im Dialog mit der Wirtschaft</h3>
Die Wirtschaft der Region Köln/Bonn profitiert in erheblichem Maße von der starken Wissenschafts- und Forschungslandschaft, denn diese fördert nicht zuletzt auch die Ansiedlungsbereitschaft von Unternehmen. Eine bessere Vernetzung der wissenschaftlichen Einrichtungen und ein Ausbau des Wissenstransfers zwischen Wirtschaft und Wissenschaft leisten insofern einen unmittelbaren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region.<br /><i><strong>Gemeinsam wollen wir den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gewährleisten und die Ausgründungen von Unternehmen aus wissenschaftlichen Einrichtungen fördern.</strong></i>
<h3>Europäische Drehscheibe</h3>
Die Region Köln/Bonn ist eine „Drehscheibe“ im System der europäischen Verkehrsströme. Indikatoren dafür sind ihre zentrale Lage, ihre Erreichbarkeit und ihre infrastrukturelle Ausstattung. Die Lage am Rhein als größter europäischer Wasserstraße war bereits in der Historie ein Indikator für die ausgesprochene Verkehrsgunst der Region und die Basis für ihre Bedeutung als Handelsstandort.<br /><strong><i>Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass die Verknüpfung der Verkehrsträger optimiert wird und die Innenstädte als Orte des Handels, der Dienstleistung, der Kultur, des Wohnens und der Freizeit erreichbar bleiben.</i></strong>
<h3>Lebensqualität als Standortfaktor</h3>
Lebensqualität ist im Wettbewerb um Investitionen und Arbeitsplätze längst zum Standortfaktor geworden. Die Region Köln/Bonn weist hier trotz einer hohen urbanen Verdichtung ein Alleinstellungsmerkmal auf: Im europäischen Maßstab gibt es keine Metropolregion, die bezüglich des Flächenanteils so grün ist.<br /><i><strong>Gemeinsam wollen wir einen weiteren Ausbau der Kooperation im Tourismus forcieren.</strong></i>
Das ausführliche Positions- und Perspektivpapier der Region Köln/Bonn finden Sie im Internet unter <link http://www.ihk-bonn.de/ - - "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.ihk-bonn.de</link> (Webcode: 41)
<strong>Carina Nillies</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 13:49:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Markt der Möglichkeiten - das Lernfest auf dem Bonner Münsterplatz</title>
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			<description>Lernfest 2010</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_lernfest-2010.jpg.jpg" width="580" height="366" alt="" />Seit 1999 existiert die Veranstaltung und damit ist sie Tradition. In diesem Jahr findet das Bonner Lernfest am 3. September 2010 auf dem Münsterplatz statt. Von 12 bis 18 Uhr bieten die zahlreichen Aussteller unter dem Motto „Markt der Möglichkeiten“ Einblicke in ihre vielfältigen Bildungsangebote.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right; PADDING-TOP: 10px" src="uploads/RTEmagicC_Langer-LerNet.jpg.jpg" width="150" height="225" alt="" />Ralf Langer, Vorstandsvorsitzender des Vereins LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V.</h4>
„Stark vertreten sind Anbieter der beruflichen Weiterbildung. Doch wir bieten auch Informationen zu allen anderen Bereichen des lebenslangen Lernens an. Beim Lernfest gibt es für jeden etwas“, sagt Ralf Langer, Vorstandsvorsitzender des Vereins LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. Der gemeinnützige Verein, dem 45 Bildungsträger der Region angehören, organisiert auch in diesem Jahr das Lernfest - wie immer in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn.
Über 50 Aussteller werden erwartet, hinzu kommt ein vielfältiges, buntes Bühnenprogramm. „Neu ist in diesem Jahr die Teilnahmemöglichkeit für weiterführende Schulen aus der Region“, sagt Ralf Langer. „Wir wollen dadurch auch Schülerinnen und Schülern eine umfassende Informationsmöglichkeit für ihre Zukunftsplanung bieten.“
<h3>Traditionsreiche, stets gut besuchte Veranstaltung</h3>
Die Bonner Lernfesttradition geht bereits auf das Jahr 1998 zurück, als die ersten Lernfeste in Deutschland vom Grimme Institut unterstützt wurden. Sabrina Boscolo-Lips, Leiterin der damaligen Bildungsberatungsstelle „Denkbar“, und die Leiterin des Regionalsekretariates für Arbeitsmarktpolitik Bonn/Rhein-Sieg, Martina Schönborn-Waldorf, waren sofort von der Idee begeistert, das Thema „Lebenslanges Lernen auch in Bonn in all seinen Facetten“ mit einem großen regionalen Fest zu feiern und als feste Größe im regionalen Veranstaltungskalender zu etablieren. Es war allerdings zunächst eine große Herausforderung, um für dieses Veranstaltungsformat, mit einem ansonsten ernsten Thema, Sponsoren und Unterstützer zu finden. Mehr als 400 Bildungsanbieter, Institutionen und Verbände im Bereich Lernen wurden angeschrieben. Die damalige Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann übernahm dann gerne die Schirmherrschaft, als das 1. Bonner Lernfest am Freitag, 3. September 1999, auf dem Bonner Münsterplatz stattfand.
<img src="uploads/RTEmagicC_Impressionen.jpg.jpg" width="580" height="445" alt="" />Das große Engagement in den Anfangsjahren des Bonner Lernfestes zahlt sich bis heute aus. Zwar ist auch unter der Regie von LerNet Bonn/Rhein-Sieg e.V. ein hoher organisatorischer Aufwand erforderlich, doch wird dieser durch den großen Zuspruch der Besucher belohnt. Inzwischen ist der Lernfesttermin, zumeist am ersten Freitag im September, wie ursprünglich angestrebt zur festen Größe im Bonner Veranstaltungskalender geworden. 
Auch in den vergangenen Jahren hat Bärbel Dieckmann regelmäßig die Schirmherrschaft des Bonner Lernfestes übernommen und selbst mit großem Interesse die Vielfalt der Angebote studiert. Jürgen Nimptsch, der seit dem 21. Oktober 2009 neuer Bonner Oberbürgermeister ist, setzt diese Tradition fort. Er macht damit deutlich, welch hohen Stellenwert das Thema Bildung nach wie vor in der Bundesstadt hat.
Weitere Infos: Brigitte Benninghaus, Telefon 0228 96968761, E-Mail: <link lernfest2010@lernet.de - mail "Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">lernfest2010@lernet.de</link><br /><strong></strong>
<strong>Otto Brandenburg</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 16:13:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Neue Berufschancen für Hauptschüler</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=630&#38;cHash=ffcb3a60f4cba1d311a8d6796b53d281</link>
			<description>Pilotprojekt - Fachkraft für Systemgastronomie</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-BOTTOM: 10px; PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_MC_s.jpg.jpg" width="300" height="468" alt="" />Sie sind die Alleskönner der Gastronomie: Vom korrekten Tischeindecken bis zur Mitgestaltung von Veranstaltungen sind die Fachkräfte im Gastgewerbe für viele gastronomische Herausforderungen gerüstet. Die Vorteile dieser Allroundkräfte hat nun auch die Systemgastronomie für sich entdeckt, eine Form der Gastronomie mit vereinheitlichten und standardisierten Strukturen. Ziel dieser Vereinheitlichung ist es, dem Gast in jeder Filiale die gleiche Produktpalette in gleicher Qualität anbieten zu können. Seit einiger Zeit wollen die Betriebe dieser Branche, neben dem dreijährigen Fachmann für Systemgastronomie, vermehrt auch die zweijährige Fachkraft im Gastgewerbe ausbilden. 
Die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe auch in den Betrieben der Systemgastronomie zu ermöglichen, „soll vor allem den lernwilligen, aber oft unterschätzen Hauptschülern eine qualifizierende Einstiegschance in die Berufswelt bieten. Die Systemgastronomie gehört dabei zu den wenigen Branchen, die bisher auch in der Krise ein verlässliches Wachstum entwickeln konnten. Eine Grundvoraussetzung für einen sicheren Arbeitsplatz“, erläutert Jörg Wiedemann, Department Head Berufsausbildung McDonald´s Deutschland. 
Die dreijährige Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie richtet sich dagegen in erster Linie an Abiturienten und gute Realschüler. Sie werden so zu Führungskräften in den Restaurants ausgebildet. Doch auch dieser Weg ist den Hauptschülern laut Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, nicht verschlossen: „Wer durch gute Leistungen als Schüler und als Auszubildender überzeugt, dem kann eine Erweiterung der Ausbildung um ein Jahr und somit der Abschluss als Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie angeboten werden.“
<h3>Versuchsphase: von 2009 bis 2011</h3>
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right; PADDING-TOP: 10px" src="uploads/RTEmagicC_Ausbildung-Mc_s.jpg.jpg" width="150" height="225" alt="" />Die Ausbildungsordnung Fachkraft im Gastgewerbe soll auf die Systemgastronomie übertragen werden.</h4>
Auf Initiative von Unternehmen und Branchenverbänden läuft zur Zeit ein Pilotprojekt, bei dem die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg bereits von Anfang an mitarbeitet: Seit Herbst 2009 werden rund hundert Jugendliche in den Kammerbezirken München, Kiel und Bonn/Rhein-Sieg zu Fachkräften im Gastgewerbe ausgebildet, zwölf von ihnen lernen in Betrieben der Systemgastronomie im Kammerbezirk Bonn/Rhein-Sieg. Die Schwierigkeiten in der Erprobung liegen darin, dass kein neuer Beruf entwickelt werden soll, sondern die bestehende Ausbildungsordnung der Fachkraft im Gastgewerbe auf die Systemgastronomie übertragen werden soll. „Dabei müssen die Unterschiede zwischen der klassischen Gastronomie und der Systemgastronomie berücksichtigt werden. Ein bedeutender Punkt ist zum Beispiel der Service, das heißt die Art der Bedienung unserer Gäste. Da gilt es die unterschiedlichen Formen und Umsetzungen zu berücksichtigen und die betrieblichen Wirklichkeiten realistisch abzubilden“, so Wiedemann. Zu diesem Zweck haben die beteiligten Kammern und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), unter Moderation des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), einen Musterausbildungsplan entworfen. Dieser beschreibt, wie die einzelnen Lernziele in den Betrieben vermittelt werden können. 
<p class="csc-frame-frame1"><strong><i><br />Ausbildungsaufruf:</i> Jetzt-ausbilden.de</strong><br /><br />Jeder Jugendliche hat zum Beginn seines Berufslebens eine faire Chance verdient. Aus diesem Grund wird die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg zusammen mit ihren Partnern den Jugendlichen auch im Jahr 2010 helfen, den Weg in die richtige Ausbildung zu finden. <br /><br />Die Ausbildungsstatistik der IHK Ende Juni zeigt, dass trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage der Ausbildungsmarkt stabil geblieben ist. Das verantwortungsvolle Handeln der Ausbildungsbetriebe, gerade in der Krise, zahlt sich damit aus. So ist die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 1.713 Verträge gestiegen. <br /><br />Die Unternehmen, die sich an der Online-Umfrage der IHK zur Ausbildung beteiligt haben, wollen im Jahr 2010 überwiegend im gleichen Maße ausbilden wie zuvor oder die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze sogar noch steigern. Und genau das ist mit Blick auf die demografische Entwicklung auch nötig! Schon jetzt herrscht in einigen Regionen Bewerbermangel, Betriebe können ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. <br /><br />Ich appelliere daher weiterhin an die Unternehmen: Lassen Sie in Ihren Ausbildungsanstrengungen nicht nach, um für die Zeit nach der Krise, wenn die Auftragsbücher wieder voll sind, genügend gut ausgebildete Fachkräfte zu haben. <br /><br /><strong>Wir bieten: Last-Minute-Vermittlung</strong><br /><br />Die IHK bietet den Unternehmen, die kurz vor Ausbildungsbeginn noch ihre Ausbildungsplätze besetzen wollen, eine besondere „Last-Minute-Unterstützung“ an: Sie können Ihre Ausbildungsplätze vom 13. Juli bis 28. August bei der IHK-Ausbildungshotline melden (Telefon: 0228 2284 800). Alle Fragen um das Thema Ausbildung beantwortet unsere Internetseite jetzt-ausbilden.de, über die Sie auch per Mail mit uns Kontakt aufnehmen können. Bitte melden Sie freie Ausbildungsstellen aber auch der Agentur für Arbeit.<br /><br />Für Ihr Engagement danke ich Ihnen sehr herzlich.<br /><br />Ihr<br />Dr. Ernst Franceschini<br />Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg</p>
Das Projekt ist mit der Prüfung der Pilot-Auszubildenden nicht beendet. Auch in diesem Jahr stellen Betriebe der Systemgastronomie im Kammerbezirk Bonn/Rhein-Sieg wieder Auszubildende zur Fachkraft im Gastgewerbe ein. Jürgen Hindenberg ist „zuversichtlich, dass der Musterausbildungsplan zum Erfolg führt und somit zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden können.“ 
Im Herbst 2010 werden die Auszubildenden des Pilotprojektes ihre Zwischenprüfung ablegen, im Sommer 2011 folgen die Abschlussprüfungen. Dann gilt es: Ergebnisse des Projekts auswerten und möglichst schnell den Jugendlichen in ganz Deutschland den Weg zu dieser Chance freimachen.
<strong>Andreas Bobowk</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 15:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Elster Lohn II: Steuerkarten nur noch elektronisch!</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=629&#38;cHash=ead2b6e5d5d7303fc2e3e3c79e45ac6c</link>
			<description>Lohnsteuerkarte: Pappe, die letzte!</description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_LSTKarte.jpg.jpg" width="580" height="248" alt="" />Die Elektrifizierung der Lohnbesteuerung hat auch vor den Behörden nicht halt gemacht. Nachdem die elektronische Übermittlung der Lohnsteuer-Bescheinigungen (Rückseite der Lohnsteuerkarte) durch den Arbeitgeber bereits seit 2004 erfolgreich praktiziert wird, folgt unter dem Projekttitel „ELSTER LOHN II“ nun die weitaus ambitioniertere Ausmusterung der Papierlohnsteuerkarte. Denn ab dem Jahr 2012 sind nicht mehr die Gemeinden, sondern allein die Finanzämter für Eintragungen und Änderungen aller bislang auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte vermerkten Lohnsteuerabzugsmerkmale wie beispielsweise Steuerklasse, Kinder oder Religionszugehörigkeit zuständig. Zu diesem Zweck betreibt die Finanzverwaltung derzeit den Aufbau einer zentralen Datenbank, in der diese für den Lohnabzug entscheidenden Besteuerungsgrundlagen künftig vorgehalten, aktualisiert und vom <br />Arbeitgeber jederzeit abgerufen werden können.
<h3>Vereinfachung und Bürokratieabbau</h3>
Eben dieser Online-Zugriff auf die beim Bonner Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) gespeicherten elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) dürfte die Lohnbesteuerung für den Arbeitgeber erheblich vereinfachen, da vom Arbeitnehmer keine Lohnsteuerkarte mehr angefordert werden braucht. Zudem wird eine automatisierte Übernahme der Besteuerungsmerkmale in das Lohnkonto durch die eingesetzte Lohnabrechnungs-Software möglich sein. Von der Umstellung profitieren freilich auch die Behörden: Während bei den Kommunen erhebliche Kosteneinsparungen durch die künftige Beschränkung ihrer Zuständigkeit auf das Meldewesen zum Tragen kommen, erhofft sich die Finanzverwaltung neben dem dringend notwendigen Bürokratieabbau auch eine wirksame Bekämpfung des derzeit noch lukrativen Handels mit Lohnsteuerkarten.
<p class="csc-frame-frame1"><br /><strong>ELStAM-Datenbank: Datenschutzrechtliche Vorgaben<br /></strong><br />Bereits im Mai wurden von den Meldebehörden bundesweit die ersten Meldedaten an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) über Zugehörigkeit zu einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft, Familienstand, Kinder und Kinderfreibeträge, gewählte Steuerklassen, Zahl der Lohnsteuerkarten, Körperbehindertenfreibeträge und Gemeindeschlüssel der Wohnsitzgemeinde übermittelt.<br /><br />Wie bei jeder Speicherung und Abfrage personenbezogener Daten gelten nach dem Regierungsentwurf des Jahressteuergesetzes 2010 auch für die ELStAM-Datenbank strenge datenschutzrechtliche Anforderungen. So muss sich der Arbeitgeber für den Abruf von ELStAM unter Verwendung seiner bereits aus dem „ELSTER LOHN&nbsp;I“-Verfahren vorhandenen Registrierung im ELSTER-Portal authentifizieren. Zusätzlich wird die Angabe der Steuernummer der Betriebsstätte sowie der Identifikationsnummer und des Geburtstags des Arbeitnehmers verlangt.<br />Auf Anfrage teilt das zuständige Finanzamt dem steuerpflichtigen Arbeitnehmer die bereitgestellten ELStAM mit. Seine gespeicherten Daten kann er allgemein oder für bestimmte Arbeitgeber anhand einer Negativliste sperren oder auch nur für bestimmte Arbeitgeber freigeben (Positivliste) lassen. Eine solche Sperrung hat allerdings lohnsteuerliche Folgen: Können dem abrufenden Arbeitgeber aufgrund einer Sperranweisung seitens seines Arbeitnehmers keine ELStAM mitgeteilt werden, muss die Lohnsteuer zwingend nach Steuerklasse VI ermittelt werden.<br /><br /></p>
<h3></h3>
<h3>Übergangsregelungen für Arbeitgeber</h3>
Da Lohnsteuerkarten von den Gemeinden letztmalig für 2010 versandt wurden, der Echtbetrieb des elektronischen Abrufverfahrens jedoch erst zum 1. Januar 2012 vorgesehen ist, gilt es in der Zwischenzeit einige Besonderheiten zu beachten. Die wohl Wichtigste: Auch im Jahr 2011 bleibt die Lohnsteuerkarte 2010 einschließlich aller eingetragenen Abzugsmerkmale und Freibeträge gültig. Der am 19.&nbsp;Mai 2010 vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2010 verpflichtet den Arbeitgeber deshalb zur Aufbewahrung der Lohnsteuerkarten 2010 und verbietet ausdrücklich deren Vernichtung. Eine weitere Ausnahmeregelung greift in den Fällen, in denen von der Gemeinde keine Lohnsteuerkarte 2010 ausgestellt wurde: Nimmt ein Arbeitnehmer erstmals in 2011 eine lohnsteuerpflichtige Beschäftigung auf, erhält er vom Finanzamt auf Antrag statt dessen eine arbeitgeberbezogene Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug. Zur Vereinfachung kann der Arbeitgeber bei ledigen Ausbildungsanfängern jedoch auf die Vorlage dieser Bescheinigung verzichten, sofern er beim Lohnsteuerabzug 2011 die Steuerklasse I zugrunde legt.
Für Arbeitnehmer mit vorhandener Lohnsteuerkarte 2010 ändert sich 2011 dagegen wenig: Wer seinen Arbeitsplatz im Übergangszeitraum wechselt, erhält die Lohnsteuerkarte 2010 von seinem bisherigen und übergibt sie einfach seinem neuen Arbeitgeber. Stimmen die eingetragenen Steuerklassen und Kinderfreibeträge nicht mehr, nimmt nicht mehr die Gemeinde, sondern das Finanzamt die erforderlichen Änderungen vor.
<strong>Bernhard Lindgens</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 15:47:00 +0200</pubDate>
			
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