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		<title>IHK Bonn/Rhein-Sieg: Die Wirtschaft</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 15 May 2013 11:42:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Marke von 2,6 Millionen Übernachtungen überschritten</title>
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			<subdescription>Tourismus in Bonn/Rhein-Sieg</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_kompass.jpg.jpg" width="250" height="303" alt="" />Erstmals knackten die Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis jeweils die Marke von 1,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Ob Beethovenfest, Romantischer Rhein, Kongresse oder Naturerlebnisse: Die Region ist bei Gästen aus dem In- und Ausland beliebt, der Tourismus boomt. Im Monat Mai, wenn die Wandersaison eröffnet ist und mit „Rhein in Flammen“ der erste große touristische Höhepunkt absolviert ist, bietet „Die Wirtschaft“ einen kleinen Überblick über alte und neue Attraktionen – von Natur und Rheinromantik über Musik, Großereignisse und Museen bis zu Kongressen und speziellen Angeboten für junge Leute...
An der Beethoven-Kunstrasen-Museums-Natursteig-Riviera<br />„Die linden Lüfte sind erwacht“, dichtete einst Ludwig Uhland über den Frühling. Als sich am Wochenende vor Ostern fast zweieinhalb Tausend Menschen bei der „Aktiv-Messe Erlebnis Natur“ in Siegburg über die touristischen Angebote in der Region informierten, war von linden Lüften nichts zu spüren. Im Gegenteil. Überzeugte Wanderer indes lassen sich von nichts abschrecken, nicht einmal von Winter im Frühling. „Es gab Leute, die haben sich am Samstagmorgen über den Natursteig Sieg informiert, sind dann gleich losgewandert und haben uns am Sonntag ihre Eindrücke geschildert“, erzählt Carmen Döhnert. „Sie fanden es kalt – und trotzdem sehr schön.“
<h3>Naturteige: Wandern und Radeln</h3>
Carmen Döhnert ist beim Projektbüro Naturregion Sieg für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Eine schöne Aufgabe, wenn man Nachrichten wie diese verbreiten kann: Die Zahl der Gästeübernachtungen in den Siegtal-Kommunen Siegburg, Hennef, Eitorf und Windeck – den vier Trägern des Projektbüros – ist in den vergangenen beiden Jahren um etwa 76.000 gestiegen. 2012 blieben insgesamt 365.000 Menschen über Nacht. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nahm zu – von 2,4 auf 2,7 Tage. Die Ausgaben der Übernachtungsgäste sichern in der Region rund 500 Arbeitsplätze.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_doehnert.jpg.jpg" width="150" height="225" alt="" />Carmen Döhnert</h4>
Einen erheblichen Anteil daran habe der Anfang 2011 eröffnete Natursteig Sieg, betonte Dr. Hermann Tengler, Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises, bei einer Pressekonferenz im Februar. Der 115 Kilometer lange Weitwanderweg ist die neue Attraktion der Sieg-Region. Seine Beliebtheit könnte noch zunehmen, wenn klappt, was das Projektbüro anstrebt: Auf der größten deutschen Wandermesse, der „Tour Natur“ in Düsseldorf im September, soll der Natursteig Sieg das Prädikat „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ erhalten und damit in die Bundesliga der deutschen Wanderwege aufsteigen. Im April (nach Redaktionsschluss) nahm das Zertifizierungsteam den Natursteig Sieg in Augenschein. Carmen Döhnert ist optimistisch: „Wir haben schon vorher das Signal erhalten, dass wir alles richtig gemacht haben und dass es für das Prädikat reichen wird.“
Damit der neue Gästestrom ins Siegtal nicht nachlässt, kümmert man sich um weitere touristische Höhepunkte. Der eine ist der Radweg Sieg, der andere die 2012 eröffneten Erlebniswege Sieg. 16 Touren und ein Stadtrundgang durch Eitorf bereichern das Wanderangebot und laden dazu ein, den Natursteig des öfteren nach rechts und links zu verlassen, etwa um den Dreitälerweg, den Pulvermühlenweg oder den Wildwiesenweg zu erkunden. Wanderführer zum Natursteig Sieg und zu den Erlebniswegen sind zum Beispiel im J.P. Bachem Verlag, Köln, erschienen.
Das Siegtal, aber auch das Siebengebirge mit dem Rheinsteig, die Voreifel und die benachbarte Ahrregion mit dem neuen AhrSteig profitieren vom anhaltenden Wanderboom. 15 Prozent aller Deutschen wandern regelmäßig, und zwar mehrmals im Monat, weitere 23 Prozent gelegentlich. Dabei ist ein spürbarer Imagewandel zu verzeichnen: „Das Durchschnittsalter der Wanderer liegt bei 47 Jahren. Das ist jünger als erwartet“, heißt es in der „Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Weitere wichtige Erkenntnis für Tourismusanbieter: Überwiegend werden Wanderungen in Gruppen von zwei bis fünf Personen durchgeführt. 
„Natur erleben und sich bewegen“ – damit werben auch die Kommunen Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth für sich. Vor drei Jahren haben die vier bergischen Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis den Touristikverein Bergischer Rhein-Sieg-Kreis e.V. gegründet, um ihre Region unter dem Signum „bergisch4“ bekannt zu machen. Bei der „Aktiv-Messe Erlebnis Natur“ präsentierten sich die Kommunen mit über 100 ausgewiesenen Wanderstrecken und Rundwegen sowie den zahlreichen Rad- und Reitwegen als Ziel für aktiven Urlaub. Seit zwei Jahren stellt sich „bergisch4“ zudem als „E-Bike-Region“ vor. Damit wirbt die Region um „Normal-Trainierte“ und Familien, die mit Elektrofahrrädern – auf Wunsch auch auf geführten Touren – die Landschaft erkunden wollen.
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<h3>Britische Reisende entdecken die Rheinromantik</h3>
Schon lange bevor es Qualitätswanderwege und E-Bike-Touren gab, war die Region bei Besuchern gefragt. Es waren britische Reisende, die es ab Ende des 18. Jahrhunderts immer häufiger an den Mittelrhein zog. Allen voran Dichter und Maler, Lord Byron und William Turne. Sie kamen, blieben einige Wochen und sorgten mit ihren Texten und Gemälden dafür, dass sich die Vorstellung vom „romantischen Rhein“ – seit etwa 1810 ein feststehender Begriff – in alle Welt verbreitete. Bis heute profitiert die Region davon: „Die Rheinromantik ist nach wie vor ein touristischer Schwerpunkt“, betont Udo Schäfer, Geschäftsführer der Tourismus &amp; Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler.&nbsp; 
Besondere „Hotspots“ der Rheinromantik – damals wie heute – sind der Rolandsbogen auf rheinland-pfälzischem Boden und der berühmte Drachenfels gegenüber. Der Besucherstrom reißt seit Jahren nicht ab – und wird bald deutlich steigen, denn nach vielen Jahren des Stillstands und Niedergangs erstrahlen das Plateau und das Restaurant auf dem Drachenfels seit kurzem in neuem Glanz.
Seit 30. November hat das neue Restaurant geöffnet, seit März täglich. Die letzten Bauarbeiten an den Außenanlagen konnten im April beendet werden. Der massive Beton ist einer leichten, zeitgemäßen Architektur gewichen, ein großer Glaskubus setzt nun neue Akzente. Bisher kamen rund 380.000 Menschen pro Jahr aufs Drachenfelsplateau, in den vergangenen beiden Jahren waren es wegen der Bauarbeiten etwas weniger. Schon jetzt aber steigen die Zahlen rapide. „Wir rechnen dieses Jahr mit einem Besucherplus von 20 Prozent“, sagt Dr. Andreas Pätz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter (WWG). „Das Restaurant ist schön geworden, das Plateau bietet mehr und attraktiveren Platz – die Menschen nehmen das an und kommen!“
<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left; PADDING-TOP: 5px" src="uploads/RTEmagicC_drachenfelsterasse.jpg.jpg" width="250" height="115" alt="" />Drachenfels Restaurant &amp; Eventlocation</h6>
Das freut auch Maximilian Klemme. Das Restaurant ist jetzt nämlich „Drachenfels Restaurant &amp; Eventlocation“ und Klemme der Veranstaltungsleiter. Im Tagesgeschäft erwartet er die gleichen Zielgruppen wie bisher, wobei deren Zahl schon deshalb wachsen könnte, weil jetzt Platz genug ist. Die neue Westterrasse etwa ist 600 Quadratmeter groß, bietet Sitzplätze für 400 Personen und eine eigene Außentheke. An Sonn- und Feiertagen plant Klemme zudem kleine, gediegene Veranstaltungen – Brunchbuffets etwa – auf der Ostterrasse, die über 50 Plätze verfügt. Doch Inhaber Hermann J. Nolden und sein Veranstaltungschef wollen mehr: „Mit Seminaren und exklusiven Abendveranstaltungen erschließen wir ein ganz neues Marktsegment“, erläutert Klemme. Im historischen Altbau sind vier moderne Tagungsräume zwischen 18 und 65 Quadratmeter entstanden.
<h3>Musik und Großereignisse</h3>
Rheinromantik und Beethoven – ein bemerkenswerter Zufall will es, dass beide touristischen Säulen der Stadt Bonn und der Region in der gleichen Zeit wurzeln. Ludwig van Beethoven wurde 1770 in Bonn geboren, sein Geburtshaus in der Bonngasse, 1889 als Museum eingerichtet, ist seitdem zu einem bemerkenswerten Ensemble aus musikhistorischem Gedächtnisort, Sammlungsstätte, Forschungszentrum und Konzertsaal zusammengewachsen. Beethoven lebte bis 1792 in Bonn und ist heute einer der weltweit bedeutendsten Komponisten und bekanntesten Deutschen. Für Bonn ist er längst zum Markenzeichen geworden, in aller Welt verbinden Menschen mit seinem Namen den Namen der Stadt, in der er geboren wurde und aufgewachsen ist.
Folgerichtig feiert die Beethovenstadt Bonn alljährlich zwischen Ende August und Anfang Oktober das Beethovenfest. Dieses Jahr findet es vom 5. September bis 5. Oktober statt, das Motto lautet „Verwandlungen“. Auftreten werden Stars wie Hélène Grimaud und Martin Grubinger, Paavo Järvi und Daniel Harding, das Pittsburgh Symphony Orchestra und die Academy of St Martin in the Fields. Im Hauptprogramm werden dieses Jahr 53.500 Eintrittskarten angeboten, 2012 waren es 50.500 – bei einer Auslastung von 85 Prozent. Die Konzerte finden an rund 30 Spielstätten in Bonn und Umgebung statt.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_pojunke_02.jpg.jpg" width="150" height="225" alt="" />Helmut Pojunke, Kaufmännischer Direktor der Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH.</h4>
Das Beethovenfest ist zur nationalen und internationalen Marke geworden. Immerhin fünf Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, zehn Prozent aus Deutschland und 15 Prozent aus Nordrhein-Westfalen. Dabei überzeugt das Festival „durch seine klare Positionierung, seine langfristigen Marketingziele, seine eindeutige Markenbotschaft und die zur Marke passende visuelle Markenerscheinung sowie seine Kommunikationsmaßnahmen“. So steht es nicht etwa in Werbeprospekten des Beethovenfestes, sondern in einer offiziellen Jurybegründung. Das Beethovenfest Bonn wurde nämlich in Berlin als „Kulturmarke des Jahres 2012“ ausgezeichnet.
Das gibt natürlich Auftrieb – für die Macher ebenso wie für die Touristiker. „Als Geburtsort Ludwig van Beethovens macht die Region Bonn mehr und mehr von sich reden“, sagt Udo Schäfer (Interview Seite 21). Helmut Pojunke, kaufmännischer Direktor der Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH, ist in Sachen Beethoven quasi Macher und Touristiker in einem: „Wir investieren seit zehn Jahren viel Zeit und Geld in den touristischen Vertrieb des Beethovenfestes“, erzählt er, dies sei neben dem herkömmlichen Kartenvertrieb zum eigenen Geschäftsfeld geworden. „Es geht um die weltweite Wahrung von Beethovens Erbe“, so Pojunke, „und um Standortmarketing.“ Dabei arbeitet das Beethovenfest etwa mit Udo Schäfers Tourismus &amp; Congress GmbH zusammen.
Immerhin sieben bis zehn Prozent der Tickets werden über Reiseveranstalter verkauft, etwa in Japan. „Viele Menschen kommen eigens wegen des Beethovenfestes nach Bonn“, weiß Pojunke. Und schauen sich, wenn sie denn einmal da sind, auch gleich den Drachenfels, eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle oder Schloss Augustusburg in Brühl an. „Allerdings hat das Beethovenfest mit seiner Hauptveranstaltungsstätte, der altehrwürdigen Beethovenhalle, die Grenzen des Wachstums längst erreicht“, ist Kurt Schmitz-Temming, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg, überzeugt. „Die Ansprüche sowohl der Künstler als auch der Besucher verlangen hier nach einem deutlichen Qualitätssprung, dem am ehesten ein neues Festspielhaus erfüllen könnte.“
Auf der Reisemesse ITB im März in Berlin hat Schäfer auch für den „Kunst!Rasen“ die Werbetrommel gerührt, ein anderes musikalisches Großereignis der Region. Vergangenes Jahr hat es klein begonnen, mit acht Open-Air-Konzerten in der Gronau binnen vier Wochen. 30.000 Besucher kamen – und nicht nur die Bonner waren froh, nach dem Aus von „Rheinkultur“ und Museumsplatzkonzerten endlich wieder große Freiluftkonzerte genießen zu können. Kostendeckend war das Engagement der „Kunst!Rasen“-Erfinder Ernst Ludwig Hartz und Martin J. Nötzel, das rein privatwirtschaftlicher Natur ist und ohne Subventionen auskommen muss, nicht.
Das wird sich dieses Jahr ändern. Der „Kunst!Rasen“ wird diesmal nämlich für drei Monate ausgerollt, von Anfang Juni bis Mitte September. Allein auf der großen Bühne wird es doppelt so viele Konzerte geben wie 2012 – Santana, Katie Melua und BAP etwa. Auch ein „Kunst!Fest“ zur Saisoneröffnung und ein „Klassik!Picknick“ mit dem Beethovenorchester sind geplant. Vom 18. Juli bis 19. August öffnet zudem der „Kunst!Palast“, ein Zelt mit Platz für 2.000 Personen, seine Planen. Hier werden zum Beispiel Calexico und Heino auftreten. „Wir rechnen 2013 insgesamt mit zirka 100.000 Besuchern“, zeigt sich Hartz optimistisch, „die Verkäufe laufen gut.“
Das diesjährige Rundumpaket in der Gronau komplettiert der „Kunst!Garten“, eine kleine Bühne, die Hartz und Nötzel erstmals errichten, um der freien Bonner Kulturszene Auftrittsmöglichkeiten zu bieten. 300-400 Besucher können <img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_beethovenlogogr.jpg.jpg" width="250" height="214" alt="" />hier kostenlos Lesungen, Comedy und Konzerte erleben. Außerdem gibt es in Zusammenarbeit mit der Kinemathek der Brotfabrik Sommerkino, und ein Biergarten lädt von Juni bis September zum Besuch ein.<br />Die „Kunst!Rasen“-Macher und die Bonner Touristiker gehen davon aus, dass das wohl größte Sommer-Open-Air-Ereignis, das Bonn je gesehen hat, Strahlkraft weit über die Region hinaus haben wird.
Das gilt schon seit vielen Jahren für „Rhein in Flammen“ – laut Tourismus &amp; Congress GmbH das wichtigste touristische Einzelereignis in der Region. Mehrere 10.000 Menschen an Bord der zahlreichen Ausflugsschiffe und Hunderttausende an den Ufern erleben gleich mehrere Feuerwerke. Das diesjährige Traditionsevent fand am 4. Mai statt. Los ging’s bereits am Vortag mit dem Rheinauenfest. Zum Schiffskonvoi hatten sich bis Redaktionsschluss schon über 50 Schiffe angemeldet.
Nächstes Jahr wird sich das Konzept allerdings ändern: „Rhein in Flammen“ soll 2014 zwischen Kennedy- und Südbrücke stattfinden, das Feuerwerk könnte von einem Ponton in der Mitte des Flusses abgeschossen werden. Auch die Bonner Innenstadt soll eine Rolle bei der Großveranstaltung spielen. Im März stellten die möglichen neuen Veranstalter ihre Ideen dem Wirtschaftsausschuss vor. Derzeit konkretisiert die Veranstalter-Arbeitsgemeinschaft ihre Pläne.<br />Die touristische Wirkung ist enorm – und soll es bleiben. Rund ein Drittel der Schiffsgäste kommt aus dem Ausland. Und drei Fünftel der Schiffskarten, die die Tourismus &amp; Congress GmbH vermarktet, werden in Verbindung mit einem Hotelaufenthalt verkauft.
<h3>Publikumsmagnet Museen </h3>
Ein Pfund, mit dem die Stadt Bonn das ganze Jahr über wuchern kann, sind die Museen der Stadt – insbesondere die Museumsmeile. Wie an einer Perlenschnur reihen sich dort fünf Häuser mit internationalem Renommee: Es beginnt im Norden an der Adenauerallee mit dem Museum Koenig. Es ist nicht nur eines der großen naturgeschichtlichen Forschungsmuseen in Deutschland, sondern auch der Geburtsort der Bundesrepublik Deutschland: Hier fand am 1. September 1948 die Eröffnungssitzung des Parlamentarischen Rates statt, der das am 23. Mai 1949 offiziell verkündete Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erarbeitete. Jedes Jahr besuchen 100.000 Menschen das „Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere“, wie der vollständige Name lautet. 2010 waren es allerdings doppelt so viele – der großen Sonderausstellung „Dinosaurier – Giganten Argentiniens“ sei Dank. 
Das nächste Museum Richtung Süden ist das Haus der Geschichte an der Willy-Brandt-Allee. Es ist neben Berlin und Leipzig der dritte Standort der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Eine halbe Million Besucher kommen pro Jahr in die Dauerausstellung, weitere 250.000 sehen sich die Wechselausstellungen an. Während das Museum Koenig vor allem Besucher aus der Region anzieht, kommen zwei von drei Besuchern im Haus der Geschichte aus NRW, ganz Deutschland und dem Ausland. Dafür sorgt auch die touristische Kooperation im Rahmen der Museumsmeile mit der Tourismus &amp; Congress GmbH, etwa in Form des alljährlichen gemeinsamen Standes der Museen auf der ITB in Berlin.
Das Museum ergänzt im Übrigen ideal ein touristisches Schwerpunktthema der Stadt: die Jahrzehnte der „Bonner Republik“. Das Interesse an der Bonner Hauptstadtvergangenheit ist nach wie vor groß. „Unsere touristischen Besucher sind besonders an der Geschichte Bonns interessiert und spüren die Faszination, die Bonn noch immer ausstrahlt im Hinblick auf die frühere Hauptstadtzeit“, beobachtet etwa Henrik Große-Perdekamp, Direktor des MARITIM Hotels Bonn. „Eine Führung durch Bonn auf den ‚Spuren der Republik’ zieht touristische Gäste in den Bann. Auch eine Führung im Haus der Geschichte, im Konrad-Adenauer-Haus in Rhöndorf oder der Besuch des Regierungsbunkers in Ahrweiler erweckt in großem Maße die Neugier unserer Gäste.“
Gut hundert Meter weiter lockt das 1992 eröffnete Kunstmuseum Bonn. Die Besucherzahlen lagen in den vergangenen Jahren zwischen 80.000 und 90.000. 28 Prozent kamen aus dem Bundesgebiet außerhalb Nordrhein-Westfalens, 17,5 Prozent aus dem Ausland. Die Sammlung umfasst 7.500 Werke, darunter viele zentrale Arbeiten von August Macke und der Rheinischen Expressionisten. Anlässlich des 100. Geburtstags der „Ausstellung Rheinischer Expressionisten“ zeigt das Kunstmuseum Bonn ab 27. Juni die Jubiläumsausstellung „Ein expressionistischer Sommer – Bonn 1913“.
Ende Juni wird in der benachbarten Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) mit „Kleopatra – Die ewige Diva“ eine Ausstellung eröffnet, die sich zu einem der vielen Publikumsmagnete der KAH entwickeln dürfte. Zuletzt zogen die Ausstellungen „Pixar. 25 Years of Animation“ (137.000 Besucher) und „Max Liebermann – Wegbereiter der Moderne“ (205.000) überdurchschnittlich viele Besucher an, von denen ein spürbarer Anteil auch über Nacht in der Region blieb. 
Es liegt in der Natur der Sache eines Hauses für Wechselausstellungen, dass die Besucherzahlen sich nicht kontinuierlich entwickeln, sondern stark schwanken. So kamen etwa 2011 über 700.000 Menschen in die Bundeskunsthalle, 2012 waren es 435.000. Je nach Ausstellungsthemen reisen 10 bis 15 Prozent aus dem Ausland an, insbesondere aus Benelux, 85 bis 90 Prozent aus Deutschland, wobei wiederum NRW den größten Anteil stellt.<br />Fünftes und südlichstes Glied in der Museumsmeilenkette ist das Deutsche Museum Bonn an der Ahrstraße in Bad Godesberg. Es zeigt rund 100 zeitgenössische Meisterwerke aus Naturwissenschaft und Technik. Die Objekte, darunter viele nobelpreisgekrönte Forschungsergebnisse, stellen exemplarisch wesentliche Zweige der naturwissenschaftlich-technischen Entwicklung der vergangenen sieben Jahrzehnte vor. Die Besucherzahlen sind seit 2009 von 65.000 auf 85.000 kontinuierlich gestiegen. Ein Fünftel davon waren auswärtige und internationale Gäste. 
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<h3>Kongresse und Konferenzen in der Region</h3>
Als am 20. Februar in Bonn aktuelle Zahlen zum Tourismus in Stadt und Region vorgestellt wurden, waren einige Rekorde darunter. Erstmals kamen sowohl Bonn als auch der Rhein-Sieg-Kreis auf jeweils über 1,3 Millionen Übernachtungen im Jahr (siehe Kasten Seite 16). Ein wichtiger Grund für den Anstieg: große, internationale Konferenzen und ein weiterhin starkes Geschäftsreiseaufkommen. „Es zeigt sich deutlich ein Anstieg der Übernachtungszahlen in den kongress- und eventaffinen Monaten“, analysiert Tourismus-&amp;-Congress-GmbH-Chef Schäfer.
Zahlreiche große Kongresse und Konferenzen finden in Bonn statt. Beispiele sind die „Europäische Ökonomiekonferenz“ mit 450 Teilnehmern, der „ADAC-Juristenkongress“ mit 850 - beide im September 2012 -, eine Konferenz der Internationalen Atomenergieagentur IAEA mit 1.200, die Wüstenkonferenz der UNCCD im April 2013 mit 1.500 oder die jährliche UN-Klimakonferenz mit etwa 2.000 Teilnehmern. Nach einer Analyse der Tourismus &amp; Congress GmbH sorgt die Wirtschaft für zwei Drittel der jährlichen Veranstaltungen, allen voran die Branchen Informationstechnologie/Telekommunikation, Medizin/ Pharma/Kosmetik sowie Banken/Versicherungen. Weitere Schwerpunkte sind Konferenzen zu politischen und Umweltthemen sowie zu Aspekten der Nachhaltigkeit.
Davon profitieren auch die Hotels der Region. „Den größten Anteil an Gästen haben wir im Bereich der Business- und Kongressübernachtungen“, sagt etwa MARITIM-Direktor Henrik Große-Perdekamp. Das Haus mit 410 Zimmern zählte vergangenes Jahr rund 105.000 Übernachtungsgäste.
Bereits heute zählt das World Conference Center Bonn (WCCB) zu den großen Bonner Tagungsanbietern. Zirka 60.000 Kongressteilnehmer wurden voriges Jahr im ehemaligen Plenarsaal und im Wasserwerk gezählt. Die Eröffnung des neuen großen Kongresstrakts ist – nach mehrjähriger Verzögerung – für 2014 geplant.
<h3>Junge Zielgruppe</h3>
Ob Beethoven, Museumsmeile oder Kongresse – diese Themen zählen zu den Kernelementen der Tourismusregion und stehen bei wichtigen touristischen Präsentationen, etwa auf der ITB, im Mittelpunkt. „Zugleich heben wir Jahr für Jahr ein bestimmtes Thema ganz besonders hervor“, erläutert Udo Schäfer die touristische Werbestrategie. Bei der ITB 2013 war das die Ansprache jüngerer Menschen. Dazu haben Schäfer und sein Team in Berlin beispielsweise das neue „Basecamp“, die „Kunst!Rasen“-Konzerte (siehe oben) und das Twitter-Event „#Twonn2013“ präsentiert, um mehr junge Leute auf die Reize der Region aufmerksam zu machen.
Warum nicht eine Lagerhalle in ein Erlebnis-Hostel verwandeln, fragte sich der Bonner Hotelier Michael Schlößer. Direkt neben dem ebenfalls neuen Boardinghouse und Hotel „Bonnox“ hat er das ungewöhnliche Konzept jetzt in die Tat umgesetzt – das „Basecamp Bonn Young Hostel“ hat Gestalt angenommen: Die lange Zeit leerstehende, 1.600 Quadratmeter große Halle in der Nähe der Museumsmeile bietet bis zu 130 Übernachtungsmöglichkeiten der eher ungewöhnlichen Art: nämlich in unterschiedlich gestalteten Wohnwagen – „Indoor Camping“ also.
<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_basecamp.jpg.jpg" width="250" height="140" alt="" />Das BaseCamp Young Hostel ist in der Art weltweit einzigartig: Es besteht aus Fünfzehn thematisch gestalteten Wohnwagen, zwei Schlafwaggons der Deutschen Bahn sowie zwei original US-Airstreams.&nbsp;</h6>
Mit dem „Basecamp“ bewerben die Touristiker eine neue, interessante Unterkunft für jüngere Leute. Mit dem „Kunst!Rasen“ haben sie erstklassige Musikevents für die jüngere Zielgruppe im Angebot. Mit dem mehrere Monate lang vorbereiteten Twitter-Event „#Twonn2013“ hingegen beschritt die Tourismus &amp; Congress GmbH Neuland: Sie luden junge Twitterer aus ganz Deutschland nach Bonn ein, die dann ihrerseits zu Tourismuswerbern werden und ihre Eindrücke von Bonn in alle Welt twittern sollten. Am 6. April war es so weit: 250 Teilnehmer nahmen mit ihren Smartphones zunächst an einer „Twittersafari“ durch die Stadt teil. Stationen waren etwa die Remigiuskirche und das Beethoven-Haus. Später fuhren sie mit der „Moby Dick“ zum Hotel Kameha Grand Bonn. Während der gesamten Tour schrieben die Teilnehmer Nachrichten ins Netz. Bereits im Vorfeld hatten sich rund 8.000 Kurznachrichten mit „#Twonn 2013“ und Bonn beschäftigt und dabei fast eine Viertelmillion deutschsprachige Twitteraccounts erreicht. „Das Potenzial des Twitter-Treffens ist enorm“, freute sich Tourismus-&amp;-Congress-Chef Schäfer. „Wir begreifen dies auch als Chance, die Region Bonn intensiver im Social Web platzieren zu können und damit eine neue Zielgruppe für die Region zu begeistern.“
Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 11:42:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Tourismus &amp; Congress GmbH</title>
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			<subdescription>Neue Produkte und herausragende Events</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_udoschaefer_01.jpg.jpg" width="150" height="226" alt="" />Die Stärkung der Tourismusregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler, Entwicklung und Umsetzung einer umfassenden Tourismus- und Eventwerbung – so lautet der Daseinszweck der Tourismus &amp; Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Die T&amp;C bietet Kongress-Service, kooperiert mit in- und ausländischen Reiseveranstaltern, betreibt für die Tourismusregion Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, entwickelt touristische Produkte, etwa die „Bonn Regio WelcomeCard“ oder den „i-Tour Guide“, und berät und betreut die touristischen Leistungsträger. 
<p class="align-left">Gesellschafter sind die Bundesstadt Bonn (38,5 Prozent), der Tourismus Förderverein Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler e.V. (30 Prozent; Mitglieder sind verschiedene Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis, Hoteliers, Gastronomen, Unternehmen und Verbände), der Rhein-Sieg-Kreis (19,5 Prozent), die IHK Bonn/Rhein-Sieg sowie die Hotel- und Gaststätteninnung Bonn/Rhein-Sieg-Kreis r.V.(jeweils fünf Prozent). </p>
<p class="align-left"></p>
<h3 class="align-left">Die Wirtschaft sprach mit Udo Schäfer, seit 2011 Geschäftsführer der Tourismus &amp; Congress GmbH Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler</h3>
<p class="align-left"></p>
<p class="align-left"><strong><i>Herr Schäfer, auf der Reisemesse „ITB Berlin“ vor einigen Wochen haben Sie sehr viele Termine absolviert. Mit wem haben Sie gesprochen, worum ging es?<br /></i></strong><br />Wir haben an den drei Fachbesuchertagen 120 Gespräche geführt. Unsere klassischen Themenschwerpunkte reichen von Kultur, wie Museumsmeile, Beethoven-Haus und Beethovenfest, über den Romantischen Rhein bis zum Geschäftstourismus. Jedes Jahr heben wir ein Thema hervor, in diesem Jahr war es neben unseren klassischen Themen die Ansprache der jungen Zielgruppe. Dazu haben wir auf der ITB beispielsweise folgende Produkte angeboten: das neue „Basecamp“, „Kunst!Rasen“-Konzerte, die Aktivregion und das Twitter-Event „#Twonn2013“. Außerdem haben wir die neuen Produkte „Natursteig Sieg“ und neugestaltetes Drachenfelsplateau präsentiert sowie als neue Events die Flottenparade der Bonner Personenschifffahrt bei Saisonende, das Schlagerschiff in Verknüpfung mit dem „Kunst!Rasen“ und die Beteiligung am Rosenmontagszug mit der Bundeskunsthalle und dem Reiseveranstalter DERTOUR.</p>
<p class="align-left">In den Gesprächen ging es darüber hinaus um die Herausstellung der idealen Kombinationsmöglichkeiten von Produkten der Stadt Bonn mit denen des Rhein-Sieg-Kreises. Wir haben Gespräche mit den klassischen Reiseveranstaltern geführt, die im Individual- und Gruppenreisesegment sowie im Busbereich tätig sind. </p>
<p class="align-left"><strong><i>Die Städte Köln, Düsseldorf und Bonn haben sich auf der ITB gemeinsam präsentiert. Was hat Bonn davon?<br /></i></strong><br />Die ITB ist die international bedeutendste Messe im Tourismus. National und international gilt es, in großen Strukturen zu denken, da bei der Auswahl der touristischen Ziele viel globaler gedacht und somit ausgewählt wird. Vor diesem Hintergrund ist eine Städtekooperation Düsseldorf-Köln-Bonn mit den beteiligten Partnern äußerst sinnvoll. Wir müssen im nationalen und internationalen Wettbewerb Touristen für eine Region gewinnen und sie ihren Bedürfnissen entsprechend mit Angeboten versorgen. Dazu finden sich wegen des guten Miteinanders, des außerordentlichen Angebots und der kurzen Wege in der Region Düsseldorf-Köln-Bonn die idealen Voraussetzungen. So profitiert dann auch automatisch Bonn von dem gemeinsamen Auftritt. </p>
<strong><i>Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis haben soeben Übernachtungsrekorde vermeldet. Was hat zu dem Plus geführt?<br /><br /></i></strong>Große, internationale Konferenzen, ein weiterhin starkes Geschäftsreiseaufkommen, neue buchbare Produkte und herausragende Events sind die ausschlaggebenden Faktoren. Die Übernachtungszahlen stiegen vor allem in den kongress- und eventaffinen Monaten.<br />Beispiel: der Mai 2012 mit „Rhein in Flammen“, der 14-tägigen Klimakonferenz sowie der Messe „Drupa“ in Düsseldorf, die bis in die Region Bonn ausgestrahlt hat.
Auch die drei neuen Hotels in unserer Region – das „IBIS Budget Hotel Königswinter“, das „Bonnox Boardinghouse und Hotel“ sowie das „Intercity Hotel Bonn“ –&nbsp; trugen zu den guten Übernachtungszahlen bei.<br />Speziell in Bonn haben sich Veranstaltungen wie das Beethovenfest, der Weihnachtsmarkt und die Pixar-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle sowie die 2011 neugestaltete Dauerausstellung im Haus der Geschichte positiv auf die Statistik ausgewirkt. Auch neue buchbare Produkte, wie der „Natursteig Sieg“ haben einen positiven Effekt für die Anrainerkommunen der Sieg. So weisen Eitorf, Windeck und Hennef in den wanderaffinen Monaten hohe zweistellige Zuwachsraten auf. Die „Rheinbach Classics“ wiederum bescherten Rheinbach im Juli ein Plus von 19,8 Prozent bei den Übernachtungen.
<p class="align-left"><strong><i>Bitte skizzieren Sie ganz kurz, was die Region Bonn / Rhein-Sieg touristisch auszeichnet.<br /><br /></i></strong>Die Region Bonn lässt sich immer wieder neu entdecken. Hier finden alle Altersklassen, inklusive der Geschäftsreisetouristen, ein interessantes Angebot, denn die Auswahl reicht von B wie Beethoven bis Z wie Zahnradbahn. Eingebettet in die abwechslungsreiche Naturlandschaft des Rhein-Sieg-Kreises liegt Bonn als Tor zum Romantischen Rhein unmittelbar am Fuße des sagenumwobenen Siebengebirges. Mit einem beeindruckenden Kulturangebot und als Geburtsort Ludwig van Beethovens macht die Region Bonn überdies mehr und mehr von sich reden.</p>
<p class="align-left"><strong><i>Wer ist der typische Freizeit-Tourist?<br /><br /></i></strong>Wir haben grundsätzlich Angebote für jeden Bedarf. Schwerpunkte sind unsere klassischen Themen wie Kultur, Rheinromantik, Aktiv. Unsere Zielgruppen sind „Best Ager“, Familien und junge Menschen. Die Hauptquellmärkte sind die Umkreisregion von rund 200 Kilometern, Benelux, Großbritannien sowie zu speziellen Themen auch die USA und aufstrebende Länder wie China. Die Aufenthaltsdauer liegt zwischen zwei und drei Tagen, und gebucht werden vorwiegend Hotels und Ferienwohnungen.</p>
<p class="align-left"><i><strong>Zwei Bonner Großprojekte – ein unvollendetes und ein noch nicht begonnenes – würden den Tourismus in Bonn erheblich beflügeln: das WCCB und das Beethoven-Festspielhaus. Was erwarten Sie nach der Fertigstellung des WCCB, und wie wichtig wäre für Bonn ein neues Festspielhaus?<br /><br /></strong></i>Das vollendete WCCB wird eine attraktive Veranstaltungslocation für Bonn sein und ein Grund mehr, in Bonn zu tagen. Wir erwarten mehr Gäste, mehr Übernachtungen und mehr Veranstaltungen. Umso wichtiger ist, so früh wie möglich mit der Vermarktung zu beginnen.</p>
<p class="align-left">Auch das Festspielhaus wäre ein weiteres schlagkräftiges Argument für Bonn und die Region mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Überdies würde es die Marke Beethoven Bonn stärken.</p>
<p class="align-left">Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn</p>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 11:20:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Fachkräfte aus dem Ausland suchen und finden</title>
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			<subdescription>The job of my life</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_castanera.jpg.jpg" width="250" height="441" alt="" />Guillermo Castanera, Dipl-Ing. Nachrichtentechnik aus Santander in Spanien absolviert zur Zeit ein einjähriges Praktikum bei der Deutschen Welle, Bonn.</h6>
Jeden Donnerstag trifft ein Zug aus Spanien im Bahnhof Köln-Deutz Tief ein. An Bord sind Männer und Frauen mit wenigen Habseligkeiten, hungrig und erschöpft. Von Deutz aus werden sie im ganzen Land verteilt, um in Deutschland zu arbeiten. Viele bleiben im Rheinland, in der Autoindustrie, im Bergbau, in Krankenhäusern.
So geschehen in den 60er Jahren. Das Migrationsfieber ist ausgebrochen. Denn die westdeutsche Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenquote liegt bei 0,6 Prozent. Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet Anwerbeabkommen mit Italien und Spanien, Griechenland und der Türkei, später kommen nordafrikanische Länder hinzu.
Heute, fünfzig Jahre später, sucht Deutschland wieder Arbeitskräfte. Aber die Fehler der 60er Jahre dürfen sich nicht wiederholen. Heute muss eine Willkommenskultur in Deutschland herrschen. „Wir haben einen eklatanten Mangel an Pflegekräften“, sagt Bärbel Langwasser-Greb, Geschäftsführerin der Kaiser-Karl-Klinik in Bonn. „Außerdem bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Denn unter den Bewerbern sind keine geeigneten Kandidaten mehr.“
Viele der 230 Mitarbeiter der Kaiser-Karl-Klinik kommen bereits aus dem Ausland. „Wir haben Polen, Russen, Kroaten, Serben und sogar eine Mitarbeiterin aus Nigeria“, sagt Bärbel Langwasser-Greb. Da liegt es nahe, dass die Klinik nun Auszubildende und Fachkräfte aus dem Ausland sucht.
<h3>Barcelona trifft Bonn</h3>
„The job of my life“ heißt das Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit, mit dem Unternehmen Auszubildende und Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen können. Ausbildungsbetriebe, die dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit offene Stellen melden, bekommen Hilfe von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Sie sucht über ihre europäischen Netzwerkpartner nach geeigneten Kandidaten.
„Es werden vor allem freie Stellen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, aus dem Handel, bei Bäckern und Friseuren gemeldet“, sagt Marion Rang, Sprecherin der ZAV. „Auf der anderen Seite sehen wir an den Zugriffszahlen auf unserer Webseite, dass vor allem junge Leute aus Spanien, Portugal und Bulgarien sich für ‚The job of my life‘ interessieren.“
Haben Betrieb und Bewerber sich gefunden, kann der Auszubildende Fördermittel beantragen. Zum Förderprogramm gehören Sprachkurse, Beratung und Betreuung, ein Praktikum und finanzielle Unterstützung zusätzlich zur Vergütung, zum Beispiel für den Umzug.
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg ist noch einen Schritt weiter gegangen. Um die wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit zu fördern und Fachkräfte anzuwerben, hat sie mit der Cambra de Comerç de Barcelona ein Kooperationsabkommen geschlossen.
<h3>„No viene ni&nbsp;en Frage.“</h3>
Größte Hürde für Mitarbeiter aus dem Ausland ist die deutsche Sprache. „Krankenschwestern müssen viel dokumentieren. Sie müssen die Sprachprüfung des Gesundheitsamtes bestehen, damit ihre Examina anerkannt werden“, sagt Bärbel Langwasser-Greb.
Das Alemañol, mit dem die spanischen Gastarbeiter der 60-er Jahre sich durchschlugen, reicht nicht mehr. Sie mischten beide Sprachen, heraus kamen Wörter wie „granginkassa“ für „Krankenkasse“ und Sätze wie „no viene ni en Frage“ für „kommt nicht in Frage“. Doch wer heute radebricht, kommt in qualifizierten Berufen nicht mehr zurecht.
„Die deutsche Grammatik ist sehr schwierig für mich. Die Artikel ‚der‘, ‚die‘ und ‚das‘ verändern sich ständig“, erzählt Guillermo Castañera, Diplom-Ingenieur Nachrichtentechnik aus Santander in Spanien. Gerade kommt er aus seinem Deutschkurs der Bonner Volkshochschule. In einem Klassenraum des Beethoven-Gymnasiums hat er geübt, Nebensätze zu bilden. „Das ist viel komplizierter als im Spanischen oder im Englischen.“
Im September 2011 kam der 29-jährige über das Leonardo-da-Vinci-Stipendium der EU, das die grenzüberschreitende Aus- und Weiterbildung fördert, ins Rheinland. Zunächst arbeitete er in Bad Honnef in einer Computerfirma. Inzwischen macht er ein einjähriges Praktikum bei der Deutschen Welle. Dort überwacht er in der technischen Distribution, ob die über Fernsehen, Radio und Internet ausgestrahlten Signale richtig bei den Nutzern in der ganzen Welt ankommen.
Guillermo Castañera lebt mit seiner Lebensgefährtin, die mit ihm an der Universität in Santander studiert hat, in Oberkassel. Sie arbeitet ebenfalls in Bonn. Die beiden haben lange über ihre berufliche Zukunft nachgedacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Spanien ihnen zur Zeit keine gute Perspektive bieten kann. Deshalb steht der Entschluss fest: „Wir haben uns entschieden, hier zu bleiben.“
Ursula Katthöfer,<br />Freie Journalistin, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:53:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Fachkräftebedarf</title>
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			<subdescription>Fachkräftemonitor NRW</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_infrastruktur_02.jpg.jpg" width="250" height="115" alt="" />Die Hotellerie steht an der Spitze. Leider im negativen Sinne. Von allen Wirtschaftszweigen in NRW fehlen den Hotels die meisten Fachkräfte. Das geht aus dem aktuellen Fachkräftemonitor NRW hervor. Darin haben die nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern Fachkräfteangebot und –nachfrage bis zum Jahr 2030 analysiert und prognostiziert.
Das Ergebnis für Bonn/Rhein-Sieg: Zwischen 2012 und 2015 fehlen durchschnittlich 16.000 Fachkräfte pro Jahr. Große Engpässe gibt es neben der Hotellerie in der Fahrzeugtechnik, in technischen Forschungs- und Konstruktionsberufen sowie im Maschinenbau. Bis 2030 wird dieser Mangel auf 30.000 fehlende Fachkräfte pro Jahr steigen.
„Je nach Berufsfeld ist der Bedarf ganz unterschiedlich“, sagt Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg. „Im Einzelhandel werden wir in Zukunft weniger Mitarbeiter brauchen, da viele Kunden im Internet shoppen. Andererseits steigen die Anforderungen an die Verkäufer in den Geschäften. Denn wer in einen Laden geht, möchte gut beraten werden.“ Der Fachkräftemonitor zeigt nicht nur, in welchen Berufen und Branchen Fachkräfte fehlen. Er unterscheidet auch:
<ul><li>Helferberufe</li><li>Qualifizierte mit dualer Ausbildung</li><li>Akademiker.</li></ul>
<br />„In den Helferberufen gibt es in Bonn/Rhein-Sieg zu wenig Jobs. Für diese Menschen steigt das Risiko, arbeitslos zu werden“, sagt Jürgen Hindenberg. „Deshalb müssen wir bereits in Kindergärten und Grundschulen die Basis für eine gute Ausbildung schaffen. Wir brauchen genügend Lehrer und gut ausgestattete Schulen.“ Bei Ingenieuren, Informatikern, Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern sei das Verhältnis von Angebot und Nachfrage recht ausgeglichen. Fast jeder vierte Beschäftigte habe in der Dienstleistungshochburg Bonn einen akademischen Abschluss.
<h3>Neuer Service: Fachkräfteberatung</h3>
„Der Großteil des Bedarfs liegt bei den dual ausgebildeten Fachkräften“, weiß Jürgen Hindenberg. „Um rechtzeitig gegenzusteuern, müssen wir mehr aus- und weiterbilden. Personalentwicklung heißt deshalb – bildlich gesprochen – sich eher dem Breitensport als dem Spitzensport zu widmen.“ Auch das gezielte Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland müsse zunehmen.
Die IHK Bonn/Rhein-Sieg unterstützt ihrer Mitgliedsbetriebe bei der Fachkräftegewinnung mit dem neuen Service der Fachkräfteberatung. So wie die Ausbildungsberater bereits seit vielen Jahren kostenlos und unverbindlich in die Betriebe kommen, tut dies nun Fachkräfteberater Dario Thomas. Gemeinsam mit den Personalverantwortlichen findet er heraus, wo Potenziale stecken, welche Weiterbildungen sich anbieten und in welchen Unternehmenszweigen die Qualifizierung in Zukunft besonders wichtig sein wird.
<link http://www.ihk-fachkraefte-nrw.de/>www.ihk-fachkraefte-nrw.de/</link>
]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:47:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Aktuelle Online-Umfrage zu Aus- und Weiterbildung</title>
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			<subdescription>Ideen für mehr Fachkräfte</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_doppelstark_01.jpg.jpg" width="150" height="63" alt="" />Die Betriebe in Bonn/Rhein-Sieg sind bei der Suche nach Auszubildenden sehr kreativ. Sie setzen auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um geeignete Bewerber zu finden. Das ist das Ergebnis der aktuellen Online-Umfrage zur Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
43,7 Prozent der Betriebe haben rückläufige Bewerberzahlen. Sie bieten verstärkt Praktikumsplätze an, kooperieren mit Schulen und Hochschulen oder wenden sich neuen Bewerbergruppen wie Studi-enabbrechern und lernschwachen Schülern zu. „Die Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt, sich heute um Fachkräfte zu bemühen, um den Bedarf von morgen zu sichern. Wir sind ihnen für diese Weitsicht sehr dankbar“, sagt IHK-Präsident Wolfgang Grießl.
Insgesamt wollen drei Viertel der Betriebe, die sich an der Online-Umfrage beteiligt haben, gleich viel (62,6 Prozent) oder mehr (10,7 Prozent) ausbilden als im vergangenen Jahr. 26,7 Prozent wollen weniger ausbilden. 47,5 Prozent der Unternehmen planen, mindestens drei Viertel ihrer Auszubildenden zu übernehmen. Hauptgrund: Die Betriebe wollen gut ausgebildete Fachleute sichern. Weitere Gründe für die Übernahme sind die aktuelle wirtschaftliche Lage und der Wunsch der Unternehmen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.
<h3>Nachhilfe beim Chef</h3>
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_griesslfoto.jpg.jpg" width="150" height="168" alt="" />Wolfgang Grießl, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg</h4>
Allerdings bemängeln viele Ausbildungsbetriebe die fehlende Ausbildungsreife der Schulabgänger (79,2 Prozent). Sie gilt als das größtes Ausbildungshemmnis. Viele junge Männer und Frauen könnten sich mündlich und schriftlich schlecht ausdrücken, es fehle an Disziplin, Belastbarkeit und elementaren Mathematikkenntnissen. Auf diese Defizite reagieren die Unternehmen aktiv. 55,4 Prozent von ihnen bieten eigenen Nachhilfeunterricht an.
Da viele ältere Mitarbeiter in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden werden, wollen 57,5 Prozent der Betriebe Fachkräfte über die betriebliche Weiterbildung gewinnen. Fast ein Drittel will mehr weiterbilden als bisher. „Die IHK Bonn/Rhein-Sieg unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen, wo immer sie kann“, sagt Präsident Wolfgang Grießl. „Unsere Ausbildungs- und Fachkräfteberater stehen für Fragen jeder Art zur Verfügung.“
<strong></strong>
]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>100 Jahre Taxi Bonn eG</title>
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			<subdescription>Von der Pferdedroschke zum High-Tech-Taxi</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_taximann.jpg.jpg" width="250" height="355" alt="" />Die Vermittlungszentrale der Taxi Bonn eG an der Mackestraße steuert 316 der 327 in Bonn zugelassenen Taxen durch die Stadt. 800 Fahrerinnen und Fahrer sind jährlich 1,1 Millionen Mal unterwegs, um Menschen von A nach B zu bringen. Die Geschichte des Taxis reicht bis in die Antike zurück – die der Taxi Bonn eG immerhin bis ins frühe 20. Jahrhundert: Die Genossenschaft feierte am 3. Mai mit einem Festakt auf der Godesburg&nbsp; ihr 100-jähriges Bestehen.<br />Foto links: Taxibestellung um 1913 und heute - z.B. mit Taxi-App per Handy.
Ein in den Innenspiegel eingelassenes Taxameter, GPS, integrierte Kindersitze – von diesen technischen Errungenschaften waren Taxis vor 100 Jahren noch weit entfernt. Als sich 1913 in Bonn einige Kraftdroschkenunternehmer zu einer Gemeinschaft zusammenschlossen, war nicht einmal der Begriff „Taxi“ gebräuchlich. Noch bis deutlich ins 20. Jahrhundert hinein wurden Pferdedroschken zur Personenbeförderung eingesetzt, nach und nach dann Motordroschken. 1892 erfand der deutsche Unternehmer Friedrich Wilhelm Gustav Bruhn das Taxameter zur exakten Abrechnung der Fahrten – und immer mehr ging dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Kurzbezeichnung für das Messgerät, „Taxi“, auf das Gefährt selbst über.<br />Während in Berlin in der Mitte des 19. Jahrhunderts bereits rund 600 Pferdedroschken zur Personenbeförderung amtlich zugelassen waren, gab es in Bonn bis 1900 rund 150 Konzessionen. 1884 etwa wurde per Urkunde „Dem Hauderer Hermann Doerks (…) die polizeiliche Erlaubnis erteilt, seinen Wagen Nr. 50 auf den von der Polizeibehörde bestimmten öffentlichen Halteplätzen der Stadt Bonn zum Personen-Transport aufzustellen“. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs konnten die Menschen in Bonn mit 180 Pferdedroschken und zehn Motordroschken ans Ziel befördert werden.
Die Motor- oder Kraftdroschkenbesitzer fühlten sich allerdings von Regelungen zugunsten der Pferdedroschkenhalter benachteiligt – und gründeten im Mai 1913 die Vereinigung Bonner Kraftdroschkenhalter e.V. In den Folgejahren konnte sie etwa bestimmte Halteplätze durchsetzen, etwa am Bahnhof Bonn, Kaiserplatz und Roonplatz.
<h3>Modernes genossenschaftliches Unternehmen</h3>
Durchsetzen konnte sich auch die moderne Technik. Pferdedroschken mit „Taxi“-Zeichen sucht man heute vergebens, Motordroschken, sprich: Pkws mit zeitgemäßer Ausstattung sind das Maß aller Dinge im Taxigeschäft.<br />Auch aus dem Verein des Jahres 1913 ist ein modernes, genossenschaftlich organisiertes Unternehmen geworden. Die Taxi Bonn eG disponiert heute 316 der 327 in Bonn zugelassenen Taxen auf 55 Taxi-Halteplätzen – zu denen übrigens immer noch der Bahnhof, der Kaiserplatz und der Roonplatz gehören. 108 Unternehmen mit 177 Taxen sind Mitglied der Genossenschaft, 56 Betriebe mit 139 Taxen nehmen mit allen Rechten und Pflichten an der Vermittlung teil.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_taxameter.jpg.jpg" width="150" height="110" alt="" />Ein frühes Taxameter</h4>
Damit ist auch schon der wesentliche Auftrag der Taxi Bonn eG umrissen: das Annehmen und Vermitteln von Fahraufträgen. Darüber hinaus übernimmt sie für ihre Mitglieder und Teilnehmer die Abrechnungen bargeldloser Taxifahrten, etwa von Krankentransporten oder Firmenfahrten. Außerdem versteht sie sich als Vertretung des Taxigewerbes gegenüber der Stadt und der Öffentlichkeit, etwa wenn es um die Situation an den Halteplätzen geht oder wenn Durchfahrtgenehmigungen bei Großveranstaltungen erforderlich sind. Überdies bietet Taxi Bonn Schulungen für alle neue Fahrerinnen und Fahrer an – von den gesetzlichen Bestimmungen bis zum Kundenservice.
Über die „Funk- und Fahrdienstordnung“, der alle Mitglieder und Teilnehmer zugestimmt haben, übt die Taxi Bonn eG zudem ein Disziplinarrecht aus. Geregelt sind etwa die Ausrüstung der Taxen, das Verhalten an den Taxiplätzen, die Fahrgastbeförderung oder das Verhalten des Fahrzeugführers. Arbeitgeber hingegen sind jeweils die Taxiunternehmer, die zum Teil mehrere Fahrzeuge betreiben und das entsprechende Personal einsetzen. Der größte Bonner Taxiunternehmer verfügt über 25 Fahrzeuge, die meisten Taxibetreiber sind allerdings Ein-Personen-Unternehmen, sie fahren vor allem selbst und beschäftigen allenfalls eine oder zwei Aushilfen.
Das Recht, per Taxi Personen zu befördern, erteilt wiederum die Stadt: Sie vergibt die begehrten Konzessionen, und zwar eine pro Fahrzeug. Dabei sind Taxiunternehmer weniger frei als andere Gewerbetreibende, das marktwirtschaftliche Grundprinzip von Angebot und Nachfrage ist deutlich eingeschränkt: Jeder Taxiunternehmer unterliegt der Betriebspflicht, der Beförderungspflicht und der Tarifpflicht. „Wir sind quasi ein öffentliches Verkehrsmittel“, betont Claus Lenz, seit 20 Jahren 1. Vorstand der Taxi Bonn eG. Es gilt das Personenbeförderungsgesetz.
<h3>Per Computer und Satellit</h3>
Wer nun in Bonn per Telefon oder Taxi-App ein Taxi ordert, erlebt vordergründig folgendes: Er ruft an, wenige Minuten später kommt das Taxi, man steigt ein und gelangt ans Ziel. Fertig. Tatsächlich jedoch – und darauf ist die Taxi Bonn eG durchaus stolz – sieht die Sache so aus: Ich wähle die leicht zu merkende Rufnummer der Taxi Bonn eG – 555555 – und bestelle ein Taxi, sagen wir, zur IHK Bonn/Rhein-Sieg in den Bonner Talweg 17. Die freundliche Mitarbeiterin in der Vermittlungszentrale an der Mackestraße, eine von 16 Festangestellten und acht Aushilfen, die sich um die jährlich 1,1 Millionen Fahrtvermittlungen kümmern, nimmt den Fahrauftrag entgegen – und steht für den nächsten Anrufer zur Verfügung.
Alles weitere geschieht sozusagen per Autopilot. Ab jetzt nämlich übernimmt die computergesteuerte, satellitengestützte, vollautomatische Auftragsvermittlung. Nach exakt programmierten Vorgaben zur Reihenfolge der in Frage kommenden Fahrzeuge ermittelt das System zuerst den nächsten Taxi-Halteplatz – in unserem Beispiel also den Roonplatz. Steht dort ein Taxi, erhält der Fahrer elektronisch ein entsprechendes Fahrangebot, nimmt an und fährt direkt zur IHK. Ist der Roonplatz verwaist, ist der nächste Halteplatz an der Quantiusstraße dran. Falls dort auch kein Taxi wartet, findet das System per GPS in Sekundenschnelle diejenigen beiden Taxen, die der IHK auf einer Leerfahrt gerade am nächsten sind. Der Fahrer des am wenigsten entfernten Taxis kann den Auftrag zuerst annehmen, danach kann der zweite zugreifen. Wenige Minuten später stoppt das Taxi vorm Haupteingang der IHK.
Am häufigsten werden die Bonner Taxis von Geschäftsreisenden und älteren Menschen genutzt. „Hinzu kommen, vor allem am Wochenende, viele Nachtschwärmer“, beobachtet Claus Trautmann, 2. Vorstand der Genossenschaft. Eine weitere regelmäßige Dienstleistung sind Krankenfahrten zu Ärzten und Krankenhäusern, die in der Regel zwischen der Taxi Bonn eG und den Krankenkassen abgerechnet werden. „Unsere Taxis erledigen auf Wunsch aber auch Kurier- und Einkaufsfahrten“, erzählt Trautmann. Zudem können die Kunden Großraumtaxis mit bis zu acht Plätzen bestellen oder Taxis, mit denen sich Personen samt Rollstuhl befördern lassen.
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<h3>Herausforderung: Wirtschaftlichkeit</h3>
Seit 1913 hat sich also viel getan im Taxigewerbe. Dennoch ist die Stimmung im Jubiläumsjahr der Taxi Bonn eG nicht ungetrübt. „Die Ertragslage im Taxigewerbe ist in Bonn, wie auch in vielen anderen Städten, rückläufig“, betont Claus Lenz, „dadurch reicht in den meisten Fällen der Ertrag nicht als alleiniges Familieneinkommen.“ Dies gelte gleichermaßen für Unternehmer und Fahrpersonal. Obwohl Taxis zumindest eine dem öffentlichen Personennahverkehr ähnliche Rolle erfüllen, wird der Betrieb, anders als der von Bussen und Bahnen, nicht subventioniert. „Zugleich können Taxitarife nicht in gleichem Maße angehoben werden“, so Lenz, „wie die Kosten, etwa für Kraftstoff, Reparaturen und Versicherungen, steigen.“
Gerade die Versicherungsprämien für Taxis sind enorm hoch. Das liegt an der erhöhten Unfallquote, was wiederum bisweilen mit hohem Zeitdruck zu tun hat, unter dem viele Fahrer stehen, vor allem aber ganz schlicht mit der hohen Laufleistung der Fahrzeuge: Einzelfahrer kommen in Bonn auf 55.000 Kilometer pro Jahr, der Tacho von Fahrzeugen, die von mehr als einer Person gefahren werden, zeigt am Jahresende 80.000 Kilometer. „Je häufiger ein Pkw im Straßenverkehr unterwegs ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, in Unfälle verwickelt zu werden“, macht Lenz eine ganz einfache Rechnung auf. Und dann sind da noch die Witterungsverhältnisse: „Wir fahren an 365 Tagen pro Jahr, auch bei Schnee und Eis“, unterstreicht Lenz. Gerade dann, wenn man sein eigenes Fahrzeug lieber stehen lasse, erwarte man, dass ein Taxi bereitsteht und die Fahrt übernimmt. „Das tun wir auch in den allermeisten Fällen“, sagt der 1. Vorsitzende der Taxi Bonn eG, „denn wir wollen, dass unsere Kunden mobil bleiben!“
Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn
<strong>Die IHK Bonn/Rhein-Sieg gratuliert zum <br />Jubiläum und wünscht weiterhin viel Erfolg.</strong>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:23:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Recht und Steuern</title>
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			<subdescription>Sepa: Herausforderung für Unternehmen</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_sepa.jpg.jpg" width="580" height="211" alt="" />
Wenn es um das Thema SEPA geht, beginnt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, seine Ausführungen gerne mit einer Statistik: „Es gibt 3,6 Millionen Unternehmen und fast 600.000 Vereine in Deutschland, aber bisher (Januar 2013) haben wir nur rund 169.000 Gläubiger-Identifikationsnummern vergeben.“ Und genau diese Nummer benötigen diejenigen, die ab 1. Februar 2014 am Lastschriftverfahren teilnehmen wollen. Also auch die rund 755.000 Unternehmen in Nordrhein-Westfalen - von den Versorgungsunternehmen, über den Einzelhandel, die Telekommunikation bis hin zu den Zeitungsverlagen und den vielen kleinen und mittelständischen Handwerks- und Dienstleistungs-Betrieben. „Vor diesem Hintergrund erlaube ich mir die Mahnung, SEPA schnellstens anzugehen!“, sagt Thiele, der im Vorstand der Deutschen Bundesbank zuständig für den unbaren Zahlungsverkehr ist.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_Matysik-2013-cmyk_01.jpg.jpg" width="150" height="200" alt="" />Norbert Matysik, Präsident der Hauptverwaltung der Bundesbank in NRW</h4>
Zum Hintergrund: Das Euro-Bargeld gehört in Europa seit mehr als zehn Jahren zum Alltag. Für den unbaren Zahlungsverkehr wie Überweisungen und Lastschriften sind die Weichen jetzt gestellt und sie stehen auf Einheitlichkeit. Ab dem 1. Februar 20141 dürfen nach der SEPA-Verordnung – SEPA steht für Single Euro Payments Area, also einem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum – im Euro-Raum nur noch Überweisungen und Lastschriften ausgeführt werden, die den neuen, gemeinsamen, europäischen Regeln entsprechen.
„Nach unseren Beobachtungen sind die nordrhein-westfälischen Kreditinstitute startklar“, sagt Norbert Matysik, Präsident der Hauptverwaltung der Bundesbank in Nordrhein-Westfalen. Die Infrastruktur der Banken steht schon seit geraumer Zeit. SEPA-Überweisungen können bereits seit 2008, SEPA-Lastschriften seit 2009 genutzt werden. Doch bisher ist die Nachfrage überschaubar. Von den rund 18 Milliarden Überweisungen und Lastschriften pro Jahr in Deutschland werden nur rund 7% dieser Zahlungen über SEPA abgewickelt. Alle Lastschriftgläubiger stehen also vor der großen Herausforderung, sich schnell auf die neue SEPA-Welt einzustellen. „Studien, die uns vorliegen, zeigen, dass noch besonderer Handlungsbedarf bei den kleinen und mittelständischen Betrieben mit unter 250 Mitarbeitern besteht – in Nordrhein-Westfalen sind das allein rund 752.000 Unternehmen“, sagt Norbert Matysik. 
<h3>Gläubiger Identifikationsnummer beantragen</h3>
<p class="align-left">Zur Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren benötigen alle Lastschriftgläubiger eine Gläubiger-ID, die sie über die Homepage der Deutschen Bundesbank auf elektronischem Wege schnell und einfach beantragen können. Ausführliche Informationen sowie das Formular dazu finden sie unter: <link http://www.glaeubiger-id.bundesbank.de>www.glaeubiger-id.bundesbank.de</link>. Die Bundesbank empfiehlt, die Gläubiger-ID möglichst schon jetzt zu beantragen.</p>
<h3>Inkasso-Vereinbarung mit dem eigenen Kreditinstitut treffen</h3>
Bevor Beträge per Lastschrift im SEPA-Lastschriftverfahren eingezogen werden, muss der Zahlungsempfänger von seiner Hausbank für das Verfahren zugelassen werden. Dies geschieht im Rahmen einer Inkasso-Vereinbarung (also eine Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch Lastschriften) mit dem eigenen, kontoführenden Kreditinstitut. Ein Punkt dieser Vereinbarung ist beispielsweise, dass der Gläubiger natürlich nur fällige Forderungen einziehen darf, für die auch eine Ermächtigung des Kunden oder Geschäftspartners vorgelegt werden kann.
<h3>Kontokennung in IBAN und BIC konvertieren</h3>
Künftig werden Zahlungskonten grundsätzlich nur noch durch IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Bank Identifier Code) identifiziert. Für Zahlungen innerhalb Deutschlands genügt ab Februar 2014 die Angabe der IBAN, bei grenzüberschreitenden Überweisungen in die EU muss der BIC bis zum 1. Februar 2016 noch mit aufgeführt werden. 
Die eigene (neue) Kontokennung wird bereits seit Jahren auf dem Kontoauszug angegeben. Sich damit vertraut zu machen, ist folglich nicht schwer. Wichtiger und technisch aufwendiger ist die Umstellung der Kontodaten aller Geschäftspartner. Im Sinne einer möglichst einfachen, bürokratiearmen Konvertierung sollte hier die eigene Hausbank frühzeitig um Unterstützung gebeten werden. Denn die Kreditwirtschaft bietet zur Konvertierung der Kontodaten verschiedene Lösungen an.
<h3>Buchhaltung anpassen</h3>
Eng mit der Umstellung der Kontokennung auf IBAN und BIC ist auch eine <img style="FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_sepaschein.jpg.jpg" width="250" height="167" alt="" />Umstellung der Buchhaltung bzw. der Softwaresysteme verbunden, denn SEPA-Lastschriften und -Überweisungen haben ein spezifisches Datenformat. Nach dem 1. Februar 2014 ist von Zahlungsdienstnutzern, die nicht Verbraucher sind, das XML-Nachrichtenformat des ISO-20022-Standards bei der Einreichung oder Auslieferung gebündelter Dateien mit Überweisungen oder Lastschriften in Euro zu verwenden. Deshalb empfiehlt sich das frühzeitige Gespräch mit den Herstellern und Anbietern der Unternehmenssoftware sowie die gleichzeitige Klärung, ob und in welcher Höhe eventuell mit zusätzlichen Kosten z. B für Schulungen oder neue Lizenzen zu rechnen ist. Auch Briefbögen, Internetseiten und Faltblätter müssen vielleicht umgeschrieben und mit IBAN- und BIC-Angaben versehen werden.
<h3>Einzugsermächtigungen</h3>
In Deutschland können vorliegende Einzugsermächtigungen grundsätzlich auch für den Einzug von Mitgliedsbeiträgen, Spenden oder Kundenzahlungen unter SEPA genutzt werden. Dafür hatten sich viele Organisationen und Verbände eingesetzt. Das Einholen neuer SEPA-Mandate ist dank der Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute, die im Juli 2012 erfolgte, erfreulicherweise nicht nötig. Allerdings ist dabei zu beachten, dass der Lastschrifteinreicher (das Unternehmen, der Dienstleister) den Zahler (den Kunden) vor dem ersten SEPA-Lastschrifteinzug über den Wechsel von der Einzugsermächtigung auf den Einzug per SEPA-Basislastschrift unter Angabe von Gläubiger-ID und Mandatsreferenz zu unterrichten hat. 
Um die reibungslose Einführung von SEPA in Deutschland zu erleichtern, hat die Deutsche Bundesbank zusammen mit dem Bundesministerium der Finanzen den SEPA-Rat ins Leben gerufen, in dem sowohl die Anbieterseite (v.a. die Deutsche Kreditwirtschaft) als auch die Nachfrager (u.a. Unternehmen, Wohlfahrtsorganisationen und Verbraucherverbände) vertreten sind. Auf der zentralen SEPA-Website <link http://www.sepadeutschland.de>www.sepadeutschland.de</link> stehen alle wichtigen Informationen sowie die Antworten auf häufig gestellte Fragen und Links gebündelt zur Verfügung.]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wichtige Partner für die Region</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3831&#38;cHash=1858962c364a1738d7c42561dd1cc2a3</link>
			<subdescription>Wirtschaft und Wissenschaft</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_infrastruktur_01.jpg.jpg" width="250" height="115" alt="" />Der Wissenschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg ist gut aufgestellt und Teil der anerkannten ABC-Wissenschaftsregion. Aktuell studieren hier rund 40.000 Studenten und ca. 10.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren setzen die Lehrangebote für die jungen Menschen um. Die Hochschulen aus dem Rhein-Sieg-Kreis, die erst seit rund 20 Jahren bestehen, tragen einen beachtlichen Beitrag zu der Vielfältigkeit und der Größe bei. Allein an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und der International University of Bad Honnef Bonn (IUBH) studieren mittlerweile rund 10.000 junge Menschen. 
Auch die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft kommt stets mehr zum Zuge. „Hier und da hapert es noch bei den Unternehmern am Bewusstsein, dass diese Möglichkeit der Zusammenarbeit sehr gewinnbringend für das eigene Unternehmen sein kann – in den Kinderschuhen steckt das Thema jedoch beim besten Willen nicht mehr,“ sagt IHK-Präsident Wolfgang Grießl, der selbst seit vielen Jahren mit Hochschulen erfolgreich zusammenarbeitet. Bezogen auf die gesamte Bundesrepublik Deutschland zeigt sich, dass Unternehmen pro Jahr mehr als zwei Milliarden Euro in die akademische Bildung, z. B. in Stipendien und studienbegleitende Praktika investieren. Viele Unternehmen haben mittlerweile ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass gut ausgebildete Fachkräfte, ein praxisnahes Studium und die Entwicklung innovativer Ideen für einen intensiven Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft Voraussetzungen sind. Dies fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit des einzelnen Unternehmens, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesellschaft aus. Denn nur so können Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt auch optimal bedient werden. 
<h3>Industrie- und Handelskammer als Kooperationsvermittler</h3>
In der Region Bonn/Rhein-Sieg lässt sich dennoch feststellen, dass die Anzahl der Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen noch ausbaufähig ist. Zwar kooperieren laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bereits 58 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit einer Hochschule, dennoch ist es vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig, dass die IHKs als Vermittler für potenzielle Kooperationen vor Ort beratend zur Seite stehen. „Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Hochschulen mithilfe von verschiedensten Begegnungsformaten an einen Tisch zu bringen“, sagt Eva Eichenberg, Koordinatorin des Ressorts Wirtschaft/Wissenschaft bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg. „Vielen Unternehmern ist leider nicht bewusst, wie viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit es gibt. Häufig besteht da das Vorurteil, dass die Hochschulen mit ihrem Elfenbeinturmdenken die Probleme der Unternehmer nicht verstehen würden.“ 
<h3>Vielfältige Kooperationsmöglichkeiten</h3>
Dabei ist das Portfolio an Kooperationsmöglichkeiten überaus vielseitig. Von Unternehmensprofessuren und der Mitarbeit in Hochschulbeiräten, über Praxisseminare und Abschlussarbeiten, bis hin zur Einstellung eines Forschungsassistenten oder Praktikanten und der Vergabe von langfristigen Forschungsprojekten ist vieles denkbar. Vor allem bei der frühen Kontaktanbahnung von Unternehmen und Studenten profitieren am Ende sogar beide Seiten: Der Student erhält einen fundierten Einblick in sein späteres Arbeitsumfeld und das Unternehmen hat so die Möglichkeit zukünftige potenzielle Fachkräfte kennenzulernen und diese gegebenenfalls früh an das Unternehmen zu binden.
Damit die beiden Akteure frühzeitig in Kontakt kommen, unterstützt die IHK Bonn/Rhein-Sieg bei den verschiedensten Themen. <br />So hilft die IHK den Unternehmern bei der Suche nach Ansprechpartnern an den Hochschulen, bei der Auswahl der richtigen Förderprogramme und bietet mithilfe des IHK-Praktikumsportals (<link http://www.ihk-praktikumsportal.de>www.ihk-praktikumsportal.de</link>) eine Online-Plattform für die Vergabe von Abschlussarbeiten und Praktika. Zugleich berät und unterstützt sie die Hochschulen durch ihr Engagement in verschiedenen Gremien bei der Ausrichtung des Fächerangebots, welches mehr auf die Bedürfnisse der Unternehmen ausgerichtet ist. Ziel dieser Initiativen ist es, dass der Fachkräftebedarf sinkt, die Unternehmen forschungsaktiver werden, die Studenten zielgerichteter für den Arbeitsmarkt ausgebildet werden und der Wirtschaftsstandort somit noch mehr an Attraktivität gewinnt.
Eva Eichenberg]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Das leise Surren</title>
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			<subdescription>Elektromobilität</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_eletromobil.jpg.jpg" width="250" height="387" alt="" />Autos, Fahrräder, Busse – Elektro- und Hybridfahrzeuge werden die Städte erobern, so viel ist sicher. Nicht sicher ist, wann der Durchbruch gelingt. Zum Beispielk sind in Bonn derzeit nur 53 reine Elektrofahrzeuge angemeldet. Die beiden größten Hindernisse für mehr Elek-tromobilität sind nach wie vor begrenzte Batteriekapazitäten und das unzureichende Netz öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur. Und richtig nachhaltig ist E-Mobilität erst dann, wenn der Strom aus regenerativen Quellen kommt. Doch es geht voran, die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Schon bald könnte es leiser und emissionsärmer auf Bonns Straßen zugehen: Die Post und die Stadtwerke wollen e-mobil werden.
Die Aussichten sind alles andere als rosig – zumindest unter Umweltgesichtspunkten: Im Jahr 2050 finden in Europa immer noch fast 90 Prozent der Verkehrsleistung im Personenverkehr auf der Straße statt. Sogar 93 Prozent der CO2-Emissionen im Transportsektor entfallen dann auf den Straßenverkehr. Und jährlich stehen die Bürger 106 Stunden im Stau – drei Mal so viel wie heute. Diese Zahlen sind einer aktuellen Studie des Instituts für Zukunftsforschung und Wissensmanagement sowie des Automotive Institutes for Management, beide an der EBS Business School in Oestrich-Winkel, zu entnehmen und belegen vor allem zweierlei. Erstens: Menschen sind mobil und wollen es bleiben. Zweitens: Dies gelingt nur, wenn Mobilität umweltverträglicher und ressourcenschonender wird. Denn gleichzeitig gehen fossile Energieträger zur Neige und steigen die Belastungen durch Schadstoff- und Lärmemissionen. Der konventionelle Antrieb von Fahrzeugen mit fossilen Energieträgern wird deshalb in Zukunft deutlich sinken müssen.
Eine andere Prognose zeigt ebenfalls zweierlei: Bis 2020 sollen auf Deutschlands Straßen eine Million Elektroautos rollen, gab die Bundesregierung 2009 als Ziel aus. Zwar räumte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangenen Oktober ein, „es ist ein langer Marsch“, das Ziel sei „nicht ganz einfach zu erreichen“, doch wolle Deutschland unabhängig von der genauen Zahl Leitmarkt für Elektrofahrzeuge werden. Ob nun eine Million oder nur 600.000 E-Fahrzeuge, wie die Industrie glaubt: Diese Prognose verdeutlicht erstens, dass die Menschen mobil bleiben sollen. Und zeigt zweitens einen möglichen Weg: „Elektromobilität ist ein Schlüssel zur klimafreundlichen und nachhaltigen Umgestaltung der Mobilität“, hält der dritte Fortschrittsbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität vom Mai 2012 gleich zu Beginn fest.
<h3>Der Hoffnungsträger</h3>
Elektromobilität also. Oder E-Mobilität. Oder eMobility. Schreibweisen gibt es viele, doch allen ist gemeinsam, dass es hier nicht nur um einen Begriff geht, sondern um einen Hoffnungsträger. Und um die Quadratur des Kreises, nämlich den Versuch, den Bewegungsdrang des Menschen in nachhaltige Bahnen zu lenken. Die Herausforderung ist global: Es geht um Klimaschutz, darum, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur zu verhindern. Die spezifischen CO2-Emissionen eines Pkws von derzeit durchschnittlich 150 Gramm pro Kilometer müssen dazu auf rund 20 Gramm im Jahr 2050 gesenkt werden. Die E-Mobilität kann dazu einen erheblichen Beitrag leisten. „Entsprechend sind mit der Elektromobilität große Hoffnungen verbunden – und vielen geht dieser Technologiewechsel nicht schnell genug“, schreiben die beiden Professoren Ulrich Buller und Holger Hanselka, Herausgeber des kürzlich erschienenen Buches „Elektromobilität“. Darin bieten sie eine Bestandsaufnahme der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität, die vom Bundesforschungsministerium gefördert wird.
„System“ ist ein gutes Stichwort, denn zur Durchsetzung von E-Mobilität sind Innovationen auf allen Ebenen erforderlich – bei Materialien, Komponenten, Systemen, aber auch beim Nutzungsverhalten der Verkehrsteilnehmer. 35 Fraunhofer-Institute tragen deshalb ihre Erkenntnisse zusammen, außerdem arbeiten zahlreiche weitere Forschungsinstitute, Automobilhersteller und andere Unternehmen am Durchbruch der E-Mobilität.
Noch lässt dieser auf sich warten. Zu Jahresbeginn 2013 waren bundesweit gut 7.000 Elektrofahrzeuge zugelassen – bei einem Pkw-Bestand von 43,4 Millionen. Auch der Anteil von Fahrzeugen mit Hybridantrieb, also einer Kombination aus Verbrennungs- und E-Motor, fällt bisher kaum ins Gewicht; er liegt bei 65.000. Das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen bis 2020 scheint also geradezu utopisch.
In Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis ist man kaum weiter als im Bundesdurchschnitt. In Bonn waren 2011 400 E-Mobile und Hybridfahrzeuge angemeldet, im ersten Quartal 2013 rollten 53 reine E-Fahrzeuge über die Straßen der Bundesstadt und 363 Hybridautos. Der Rhein-Sieg-Kreis kommt auf 75 Elektrofahrzeuge und 517 mit Hybridantrieb. Gemessen an dem Millionenziel der Bundesregierung müssten es bis 2020 aber 12.000 E-Fahrzeuge in Bonn und Rhein-Sieg sein…
Vor allem zwei Schwierigkeiten verhindern nach wie vor eine starke Zunahme von E-Fahrzeugen: Das Netz an Ladestationen ist nach wie vor zu grobmaschig, und die Reichweite der Batterien ist begrenzt. Derzeit sind je nach Gesamtgewicht des Fahrzeugs und der befahrenen Topografie maximal 250 Kilometer möglich – was vielen als zu wenig erscheint, um in ein derzeit noch deutlich teureres Elektroauto zu investieren. Doch es tut sich viel, und Experten wie der selbstständige Berater Dr. Reiner Nikula (im Interview ab Seite 19) sind überzeugt: „Die rasante Entwicklung insbesondere der Batterie-Technologie wird uns noch in diesem Jahrzehnt die 1.000 Kilometer pro Ladung überschreiten lassen, die Elektromotoren sind dem Otto-Motor insbesondere in der Effizienz überlegen.“
<h3>Optimismus in der Region</h3>
In der Region ist man jedenfalls optimistisch, was die E-Mobilität betrifft. Man will dabei sein und tut Einiges dafür. In Bonn allein schon deshalb, weil sich die Stadt als Klimastadt versteht. „Wenn der für Elektrofahrzeuge benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, dann lassen sich mit E-Mobilität die CO2-Emissionen deutlich senken und die fossilen Energiereserven schonen“, erläutert Joachim Helbig, Abteilungsleiter im städtischen Umweltamt. Außerdem könne sie einen positiven Beitrag zur Luftqualität im Ballungsgebiet Bonn leisten. „Trotz der Umweltzone lassen sich in Bonn beim Ausstoß von Stickoxyden die EU-Ziele zurzeit nicht einhalten“, beobachtet Helbig, „wenn aber die Zahl der mit Verbrennungsmotor betriebenen Fahrzeuge auf Bonns Straßen deutlich zurückginge, etwa zugunsten eines Anstiegs von E-Fahrzeugen, dann würde sich die Stickoxid-Bilanz deutlich verbessern.“
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_helbig.jpg.jpg" width="150" height="197" alt="" />Joachim Helbig, Abteilungsleiter im Umweltamt der Stadt Bonn</h4>
Dritter Pluspunkt von Elektrofahrzeugen: Sie sind leise. Je mehr von ihnen in der Stadt unterwegs sind, desto weniger Lärm belastet die Bewohner.<br />Diese drei Vorteile nahm der Rat der Stadt Bonn vor zwei Jahren zum Anlass für einen zukunftsweisenden Beschluss: „Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis und im Zusammenwirken mit den Energieversorgungsunternehmen für die Region Bonn/Rhein-Sieg-Kreis ein Starthilfekonzept für die Elektromobilität in der Region zu entwickeln.“ Einen gleichlautenden Beschluss traf auch der Kreistag. Seitdem befasst sich ein Arbeitskreis mit Vertretern der Stadt, des Kreises und der Versorgungsunternehmen mit dem Thema. Erster Schritt war eine Bestandsaufnahme in Sachen E- und Hybridfahrzeugen. Als nächstes wurde die vorhandene Ladeinfrastruktur ermittelt und analysiert.
Als dritter Schritt will die Stadt Bonn das Thema Elektromobilität auch durch die Anschaffung von Fahrzeugen für den eigenen Fuhrpark voranbringen. Sie setzt einen Renault Kangoo mit E-Antrieb für Kleintransporte ein und einen kleinen Spezial-Lkw der Marke Divaco für Reparaturarbeiten an Straßen und Straßenpflaster. Zudem kommen im Ordnungsamt ein E-Roller und bei der städtischen Fahrbereitschaft für dienstliche Fahrten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zehn Pedelecs (E-Fahrräder) zum Einsatz. Ein Grundsatzbeschluss sieht den weiteren Ausbau der städtischen E-Mobilität vor. Auch bei bonnorange helfen zwei E-Fahrzeuge beim Entleeren von Papierkörben in der Innenstadt und ein E-Smart bei Kontrollfahrten. „Bei den Passanten kommt das gut an, weil die Fahrzeuge keinen Lärm und keine Abgase produzieren“, hat Petra Heimann, Geschäftsbereichsleiterin Personal und Öffentlichkeitsarbeit bei bonnorange AöR, beobachtet.
In diesem Punkt ist man im Rhein-Sieg-Kreis noch nicht so weit: E-Fahrräder setzt der Kreistag bereits ein, Elektroautos noch nicht. Dafür hat der Kreis der Stadt etwas anderes voraus: Flächen für Windkraft. Ein ganz wesentlicher Aspekt, denn die regionalen Akteure haben nicht nur beschlossen, dass die Energie für die E-Mobilität aus regenerativen Quellen kommen soll, sondern auch, dass diese Quellen in der Region liegen sollen.
„Die regionalen Versorgungsunternehmen wollen – in den nächsten Jahren – geeignete Projekte in der Region möglichst gemeinsam entwickeln und umsetzen“, heißt es in einer Selbstverpflichtungserklärung, die wiederum Teil der „Gemeinsamen Erklärung zur Förderung der E-Mobilität“ ist. Diese haben Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Landrat Frithjof Kühn sowie die Chefs der fünf Energieversorger Energie- und Wasserversorgung Bonn/Rhein-Sieg GmbH (SWB Energie und Wasser), Stadtwerke Troisdorf GmbH, rhenag Rheinische Energie AG, RheinEnergie AG und RWE Deutschland AG im August vergangenen Jahres unterzeichnet.
<h3>Enormer Bedarf an erneuerbaren Energien</h3>
Oberstes Ziel aller Beteiligten, zu denen seit ihrer Gründung vergangenes Jahr auch die Stadtwerke Lohmar GmbH &amp; Co. KG gehören: eine deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990. Das soll mit Maßnahmen nachhaltiger Energieerzeugung, mehr Energieeffizienz und einer umweltschonenden Mobilität erreicht werden. In der Erklärung ist von „großen Anstrengungen“ die Rede. Eine Zahl macht das deutlich: Den jährlichen Bedarf an elektrischer Energie zur Versorgung von Elektrofahrzeugen im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn in den kommenden zehn Jahren schätzen Experten auf 10 bis 25 Gigawattstunden. „Um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen, ist es erforderlich, diese elektrische Energie zusätzlich aus erneuerbaren Energiequellen (grüner Strom) zu gewinnen“, heißt es in der Erklärung.
Das sind in erster Linie Photovoltaik- und Windkraftanlagen. „Da sind im Rhein-Sieg-Kreis genügend Potenziale vorhanden“, sagt Kreis-Umweltdezernent Christoph Schwarz, „auf diesem Gebiet können wir einen wichtigen Beitrag leisten.“ Anders als Bonn, wo es laut Joachim Helbig nach derzeitigem Kenntnisstand keine Möglichkeit gibt, eine Windkraftanlage zu errichten, bietet das Kreisgebiet sehr wohl geeignete Flächen – auch wenn sich dort bisher nur ein einziges Windrad dreht, und zwar in Bornheim. „Die Versorger haben zugesagt, in den kommenden Jahren 20 Millionen Euro in neue regenerative Energieerzeugung zu investieren – umgekehrt werden wir sie dabei unterstützen, die passenden Flächen zu finden“, betont Schwarz.
<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_bonnorange.jpg.jpg" width="250" height="161" alt="" />Was die Photovoltaik betrifft, so sieht Schwarz für den Kreis noch ebenso viel Potenzial wie Helbig für die Stadt Bonn. Es gebe noch enorme Dachkapazitäten bei privaten und Gewerbegebäuden.
Im gemeinsamen Arbeitskreis spielt zudem die Entwicklung der Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle. Derzeit gibt es in Bonn und im Kreis 23 E-Tankstellen, sie sind aber ungleichmäßig verteilt. Während Bonn, Siegburg und Hennef gut versorgt sind, gibt es zahlreiche Gemeinden ohne eine einzige Lademöglichkeit. Und hier greift das sogenannte „Henne-Ei-Prinzip“: Ohne genügend E-Fahrzeuge lohnt sich die Investition in Ladestellen nicht, ohne ein dichtes Netz an Ladestellen werden die Bürger sich bei der Anschaffung von Elektroautos zurückhalten. Gerade deshalb wollen Kreis und Stadt vorangehen, denn: „Gut erreichbare und gut wahrnehmbare Ladesäulen senden ein wichtiges Signal aus“, ist Helbig überzeugt, „deshalb entwickeln wir im Arbeitskreis Ideen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, etwa an Park-&amp;-Ride-Plätzen.“
Ebenfalls Thema des Arbeitskreises: Öffentlichkeitsarbeit. Die Stadt wirbt ebenso wie der Rhein-Sieg-Kreis und die Versorger bei Bevölkerung und Unternehmen für die E-Mobilität, etwa durch die Organisation des Aktionstages „Elektromobilität live“, der vergangenen September erstmals stattfand, und zwar zeitgleich an fünf Orten. Für dieses Jahr ist eine Neuauflage geplant.
<h3>Öffentliche E-Mobilität</h3>
„Die Energiewende lokal auch im Bereich der Individualmobilität zu beschleunigen“, haben sich die Unterzeichner der „Gemeinsamen Erklärung“ vorgenommen. Einer der Akteure sind die Stadtwerke Bonn (SWB). Diese haben sich zum Ziel gesetzt, auch die Mobilität im Nahverkehr nachhaltig zu verändern.
Während Straßenbahnen und U-Bahnen schon seit mehr als 100 Jahren e-mobil sind, also durch Strom angetrieben werden, tanken die Linienbusse seit Generationen Diesel in gigantischen Mengen. Bis zu 20.000 Liter Kraftstoff verbrauchen allein in Bonn die rund 200 SWB-Linienbusse. Kosten für das städtische Nahverkehrsunternehmen: rund sieben Millionen Euro pro Jahr.<br />Die Stadtwerke Bonn haben deshalb gemeinsam mit der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Stadt Bonn sowie Partnern aus der Industrie und unter wissenschaftlicher Federführung der Fraunhofer Gesellschaft eine Studie in Auftrag gegeben, die eine fundierte Antwort auf die Frage liefern soll, ob, wie und unter welchen Bedingungen die komplette SWB-Busflotte auf Elektroantrieb umgestellt werden kann. „Wir wollen nicht einen einzelnen E-Bus zur Probe einsetzen, das ist Augenwischerei, das ist uns zu wenig“, argumentiert Heinz Jürgen Reining, Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn, „wir wollen eine große Lösung mit spürbaren Effekten fürs Klima.“
Mit großem Interesse schaut Reining derzeit nach China. Denn dort rollen in den wachsenden Mega-Citys immer mehr Elektrobusse anstelle der herkömmlichen Dieselfahrzeuge. Auch in Bonns Partnerstadt Chengdu. Dort leben 10,5 Millionen Menschen, die immerhin schon 200 E-Busse nutzen können – von 7.600 Bussen insgesamt.
200 E-Busse in Bonn – das wäre ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz, ein Modell mit Signalwirkung weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Das sehen auch andere so – Reining hat etwa die Unterstützung von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Nun ist er gespannt auf die Ergebnisse der Fraunhofer-Studie, die er bis Ende 2013 erwartet. „Die Chancen, dass ein solcher Komplettumstieg wirtschaftlich ist, sehe ich bei 60:40“, sagt Reining. Als er begann, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ging er noch von 30:70 aus.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_reining.jpg.jpg" width="150" height="211" alt="" />Heinz Jürgen Reining, Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn, denkt darüber nach, ob die 200 SWB-Linienbusse nicht bald elektritisch betrieben werden können.</h4>
Die Machbarkeitsstudie der Fraunhofer-Gesellschaft soll auch Aufschluss darüber geben, ob es den Batterieherstellern gelingen wird, die derzeit noch begrenzte Ladekapazität der Batterien deutlich zu erhöhen. „Bei Reichweite und Gewicht der Batterien sind die Chinesen dem europäischen Markt derzeit weit voraus“, hat Reining herausgefunden. 250 Kilometer sind in Chengdu schon jetzt mit einer Ladung möglich, derzeit werde in China intensiv an Batterien mit einer Reichweite bis zu 400 Kilometern gearbeitet. Das würde auch für Bonn reichen: Keiner der SWB-Busse fährt pro Tag mehr als 400 Kilometer – auch wenn alle zusammen täglich 40.000 Kilometer zurücklegen. Die Alternative, nämlich ein sogenannter induktiver Ladevorgang, bei dem die Fahrzeuge während der Fahrt oder bei kurzen Halten immer wieder Strom tanken, ist wenig realistisch, denn sie wäre mit erheblichen Investitionen in die Ladeinfrastruktur und Eingriffen in die Stadtarchitektur verknüpft.
Die SWB haben aber nicht nur die eigene Flotte im Blick, sondern unterstützen auch die individuelle E-Mobilität der Bonnerinnen und Bonner. Kunden, die über die SWB „BonnNatur“-Strom beziehen, erhalten im Rahmen eines Förderprogramms beim Kauf eines E-Autos 500 Euro, für einen Elektroroller gibt’s 300 Euro, für ein E-Bike 100 Euro. Für Gewerbetreibende bieten die SWB, aber auch die anderen regionalen Versorger, zudem einen „E-Mobility-Check“ an.
<h3>Pakete – lautlos</h3>
Wie sinnvoll der Einsatz von E-Fahrzeugen ist, diese Frage hat die Deutsche Post AG längst beantwortet. Der Bonner Logistikkonzern hat in einer einjährigen Entwicklungsphase zusammen mit der Aachener StreetScooter GmbH und Instituten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen ein zukunftsweisendes Elektroauto speziell für die Brief- und Paketzustellung entwickelt. Vergangenen Oktober verkündete der Konzern, der erste Prototyp des „Streetscooters“ habe nach einjähriger Entwicklungsphase die Erwartungen an Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards erfüllt.
Seit Oktober werden 50 Vorserienfahrzeuge produziert; sie sollen an verschiedenen Zustellstützpunkten der Deutschen Post zum Einsatz kommen, um im Alltagsbetrieb auf ihre Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit getestet zu werden. Die ersten Fahrzeuge werden ab Juli 2013 im Einsatz sein, die übrigen 40 bis Jahresende. „Sofern der Praxistest erfolgreich verläuft, könnte später eine erste Fahrzeugserie folgen“, teilte die Deutsche Post im Herbst mit.
So weit der offizielle Stand der Dinge. Inoffiziell könnte das Engagement der Post schon bald viel weiter reichen. Wenn stimmt, was die „WirtschaftsWoche“ Mitte Februar ohne Angabe von Quellen berichtete, wird Bonn Schauplatz eines Experiments in der Größenordnung, wie es die Komplettumstellung der Busflotte der Stadtwerke wäre: Dem Medienbericht zufolge startet in Bonn in Kürze ein Pilotprojekt mit 150 E-Autos. StreetScooter liefere dazu im Juni 50 Fahrzeuge. Die Deutsche Post wollte diese Informationen gegenüber unserem Magazin „Die Wirtschaft“ leider nicht bestätigen. Vielleicht verkündet das Unternehmen ja Neuigkeiten in Sachen E-Mobilität, wenn es Mitte April, kurz nach Erscheinen dieser Ausgabe, seinen aktuellen Nachhaltigkeitsbericht vorstellt.
<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_forwarding.jpg.jpg" width="250" height="277" alt="" />Seit neuestem dürfen sich auch die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters DHL Global Forwarding leise surrend fortbewegen - Mitarbeiter können E-Bikes und Pedelecs über ihren Arbeitgeber leasen.</h6>
Unstrittig ist jedenfalls der Hintergrund für das Engagement des Bonner Unternehmens: „Wir betreiben eine der größten Fahrzeugflotten in Deutschland – darum haben wir ein besonderes Interesse, wirtschaftliche und emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen“, sagte Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief Deutsche Post DHL, nach Abschluss der Entwicklungsphase. „Mit der RWTH Aachen und der StreetScooter GmbH haben wir kompetente Partner gefunden und ein umweltfreundliches und gleichzeitig wirtschaftliches Elektroauto entwickelt. Wir sind zuversichtlich, dass das Fahrzeug unseren Postalltag im Praxistest meistern wird.“
Der wird hart, denn der Prototyp für die Brief- und Paketzustellung muss bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen und ist bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz. Das speziell für die Deutsche Post konzipierte Fahrzeug schafft bis zu 85 Stundenkilometer und ist primär für die Zustellung auf dem Land ausgelegt. Die maximale Reichweite liegt bei 120 Kilometern.
Nicht nur Briefe und Pakete sollen e-mobil ans Ziel gelangen. Seit neuestem dürfen sich auch die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters DHL Global Forwarding leise surrend fortbewegen. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Post DHL schloss vor wenigen Wochen einen Rahmenvertrag mit der LeaseRad GmbH aus Freiburg. Nun können Mitarbeiter Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs über ihren Arbeitgeber leasen und von den Steuervorteilen wie bei einem Dienstwagen profitieren. Brigitte Kubitschek, Vice President Human Resources DHL Global Forwarding, sieht im Jobrad eine Ergänzung zu den Aktivitäten des Konzerns im Gesundheitsmanagement und bei der Verbesserung der Klimabilanz: „Damit ermöglichen wir den Mitarbeitern den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad – auch auf E-Bikes, wenn die Strecke sonst zu anstrengend ist.“
Mit der E-Mobilität in Bonn ist es ein bisschen wie mit der aktuellen Jahreszeit – erst muss man ganz genau hinschauen, um einzelne zarte Pflänzchen zu sehen. Doch der Frühling kommt unausweichlich, und mit einem Mal wird es sprießen und blühen – und leise surren.
Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:56:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Elektromobilität</title>
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			<subdescription>Der Ruck ist unausweichlich</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_nikula.jpg.jpg" width="250" height="256" alt="" />Innovators Consultant Dr. Reiner Nikula, selbstständiger Berater,&nbsp; unterstützt mit seiner Beratungsleistung innovative Unternehmen und Organisationen. Er ist Mitglied im Ausschuss Industrie und Forschung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Lehrbeauftragter für technischen Journalismus an der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg und berät das „FORUM Innovation“ der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Die Wirtschaft sprach mit ihm über das Thema Elektromobilität, dass ihm seit seiner ersten Fahrt in einem Elektrofahrzeug vor 20 Jahren ein besonderes Anliegen ist. 
<strong><i>Herr Dr. Nikula, „Elektromobilität“ ist offenbar ein magisches Wort: Es ist in aller Munde und steht für eine Vision, in der entscheidende Probleme der Gegenwart gelöst sind - vom Verbrauch fossiler Energien über Abgasbelastungen bis zum Lärm. Was dürfen wir uns von der Elektromobilität realistischerweise erhoffen?<br /></i></strong>Die Elektromobilität umfasst nicht nur den einfachen Austausch des Motors und des Energiespeichers eines Autos, sondern bietet die Möglichkeit, moderne Fahrzeuge, aber auch die städtische Logistik neu zu konzipieren. Überall dort, wo in der automobilen Produktion Transporte stattfinden, ist diese Umstellung längst vollzogen: Per Induktion versorgte Plattformen verteilen die Güter in den Hallen. Auch die Bundesbahn, die Minentrucks, selbst das Marsauto sind elektrisch unterwegs. Auf dieser Basis sind die bereits in der Frage genannten Vorteile zu erreichen.<br />&nbsp;<br /><strong><i>Wie „elektromobil“ kann unsere Gesellschaft, sagen wir, innerhalb der kommenden 25 Jahre werden?<br /></i></strong>Das Entstehen einer elektromobilen Gesellschaft ist keine Funktion der Zeit. Bei der Markteroberung der mobilen Kommunikationsgeräte hat sich gezeigt, dass sich die Jugend eine Vergangenheit ohne Handy und mobiles Internet kaum vorstellen kann. Sobald die Kunden über Elektromobile verfügen können und den Nutzen zu einem vertretbaren Preis selbst „erfahren“, gibt es kein zurück. Dieser Ruck kann in diesem Jahr geschehen, in fünf Jahren, auch in 25 Jahren, aber er ist unausweichlich.
<strong><i>Welches sind die größten Hindernisse oder Herausforderungen für mehr Elektromobilität?<br /></i></strong>Die rasante Entwicklung insbesondere der Batterie-Technologie wird uns noch in diesem Jahrzehnt die 1.000 Kilometer pro Ladung überschreiten lassen, die Elektromotoren sind dem Otto-Motor insbesondere in der Effizienz überlegen. Abgesehen von der Technologie besteht das Haupthindernis im notwendigen strukturellen Wandel der Unternehmen, die in der klassischen Kette der fossilen Brennstoffe ihre Wertschöpfung erzielen. Ein Elektroauto kann aus faserverstärktem Kunststoff hergestellt werden, der Motor wird zum billigen Massenartikel, und es gibt kein Getriebe, um nur einige Faktoren aufzuzählen. Unternehmen, die ihre strategische Planung in diese Richtung umgestellt haben, sind gut beraten. Wer die Meinung vertritt, die Elektromobilität komme erst 2030, ist es nicht.
„<strong><i>Jeder Bürger in unserer Region, der ein <br />Elektrofahrzeug anschafft“, müsse dies in der Gewissheit tun können, „dass der benötigte Strom zusätzlich aus regenerativen Quellen in der Region erzeugt wird“, heißt es in der „Gemeinsamen Erklärung zur Förderung der E-Mobilität“ des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Bonn und der regionalen Stromversorgungs-unternehmen. Wie realistisch ist dieses Ziel?<br /></i></strong>Regionen wie Salzburg haben dieses Ziel bereits erreicht, also ist es realistisch.<br />&nbsp;<br /><strong><i>Welche Folgen hat eine zunehmende Elektromobilisierung für die Wirtschaft, etwa die Autobauer und ihre Zulieferer?<br /></i></strong>Wie bereits angedeutet, steht die automobile Welt vor einem Wandel. Die kreative Zerstörung im Sinne Schumpeters hat in der Vergangenheit immer wieder Unternehmen betroffen, die sich dem Wandel verschließen. Die überall in Europa stattfindende elektromobile Produktion bietet Zulieferern dankbar die Gelegenheit, sich am Entstehungsprozess zu beteiligen, wenn auch im noch geringen Maßstab. Aber auch die anlaufende Produktion von Elektromobilen in Leipzig oder des Tesla in Kalifornien hat neue Strukturen aufgebaut. Wer in diesen Systemen verankert ist, hat gute Chancen, in absehbarer Zeit Schlüssel-Zulieferer zu werden. Die anderen sind irgendwann dem Marktdruck ausgeliefert, der sich beispielsweise in sinkender Nachfrage nach Verbrennungsmotoren und deren Komponenten zeigen wird.
<strong><i>Was tun Sie im „FORUM Innovation“ zur Förderung der E-Mobilität?<br /></i></strong>Das Forum hat sich seit seinem Beginn stets für Elektromobilität eingesetzt. Unsere aktuelle Taskforce setzt sich gegenwärtig mit dem Thema „Elektrifizierung des ÖPNV“ auseinander und hatte Gelegenheit, einen batteriebetriebenen Bus chinesischer Herkunft in Brüssel testen zu können.
<i><strong>Zum Schluss eine Prognose bitte: Wann ist Bonn eine elektromobile Stadt?<br /></strong></i>Eine schwierige Frage! Einerseits ist Bonn bereits eine elektromobile Stadt, wenn Sie die Straßenbahn benutzen. Andererseits: Wenn die Bürger ihre Autos, Motorräder und Fahrräder zu Hause laden, der Besucher aus dem ICE in den E-Bus, das E-Taxi&nbsp; oder den E-Leihwagen steigt, die letzte Tankstelle schließt und Wutbürger an der Stadtgrenze Autos an der Weiterfahrt hindern, die mit fossilen Brennstoffen angetrieben sind, ist dieses Ziel erreicht.
Lothar Schmitz, <br />freier Journalist, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:50:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Recht und Steuern</title>
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			<subdescription>Neue Regelungen bei Firmenwagen</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_firmenwagen.jpg.jpg" width="250" height="218" alt="" />Als beliebtes Steuersparmodell werden privat mitgenutzte Firmenwagen von den Finanzbehörden seit Jahren kritisch beäugt. <br />Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften profitieren jetzt von einem kleinen Gestaltungsspielraum. Änderungen haben sich auch bei der Absetzbarkeit von Unfallkosten ergeben.
Wie Unternehmer und Freiberufler haben auch Arbeitnehmer bei der Berechnung des steuerpflichtigen geldwerten Vorteils die Möglichkeit, sämtliche auf Privatfahrten entfallende Kosten anhand eines Fahrtenbuchs nachzuweisen. Verzichten sie auf die mühsamen Eintragungen oder werden die Aufzeichnungen vom Finanzamt später wegen nennenswerter Mängel nicht akzeptiert, sieht das Einkommensteuergesetz zwingend eine Nutzungswertermittlung nach der „Ein-Prozent-Regel“ vor. Obwohl Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften im Gegensatz zum Sozialversicherungsrecht unabhängig von der Höhe ihrer Beteiligung an der Kapitalgesellschaft ertragsteuerlich zu den Arbeitnehmern zählen, wurde ihre private Kfz-Nutzung in der Vergangenheit als verdeckte Gewinnausschüttung behandelt. Dem hat der Bundesfinanzhof (BFH) einen Riegel vorgeschoben: Sofern dem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH die private Mitbenutzung des Firmenwagens im Anstellungsvertrag ausdrücklich gestattet wird, liegt auch hier lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn in Höhe der Vorteilsgewährung vor. 
<h3>Arbeitslohn oder verdeckte Gewinnausschüttung?</h3>
In seiner Verwaltungsvorschrift vom 3. April 2012 (Az.: IV C 2 – S 2742/08/10001) zur privaten Kfz-Nutzung durch Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) die bislang ergangene Finanzrechtsprechung zusammengefasst. Das Anwendungsschreiben stellt klar, dass auch zwischen fremden Dritten übliche Überlassungs- und Nutzungsvereinbarungen betrieblich veranlasst sind und zu lohnsteuerpflichtigem Arbeitslohn führen. Zudem setzen die Finanzbehörden voraus, dass die Kfz-Überlassung aufgrund einer entgeltlichen Vereinbarung durch außen stehende Dritte zweifelsfrei erkennbar sei und die getroffene Vereinbarung tatsächlich eingehalten wird. Bei Fahrzeugüberlassungen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen verlangen sie dazu als Nachweis die zeitnahe Verbuchung in der Lohnbuchhaltung samt Abführung darauf entfallender Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge.
Gegenüber einer Erfassung als Arbeitslohn kann die Besteuerung des geldwerten Vorteils als verdeckte Gewinnausschüttung abhängig vom persönlichen Steuersatz des Gesellschafter-Geschäftsführers und der Ertragslage seiner Kapitalgesellschaft im Einzelfall finanzielle Vorteile bringen. Nach Auffassung des BFH muss dem Gewinn der Kapitalgesellschaft allerdings zusätzlich zum tatsächlichen Verkehrswert des Nutzungsvorteils noch ein „angemessener“ Gewinnaufschlag hinzugerechnet werden (BFH-Urteil vom 23. Januar 2008, Az.: I&nbsp;R&nbsp;8/06). Da dessen Berechnung in der Praxis nicht zuletzt bei Außenprüfungen jedoch erheblichen Aufwand verursachen würde, sollen die<img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right; PADDING-TOP: 10px" src="uploads/RTEmagicC_Paragraph_06.jpg.jpg" width="80" height="137" alt="" /> Finanzämter nach der Verwaltungsanweisung vom 3. April 2012 „im Einzelfall“ auf den Gewinnzuschlag verzichten und sich aus Vereinfachungsgründen auch künftig mit dem pauschalen Ansatz nach der „Ein-Prozent-Regelung“ zufrieden geben.
<strong>Wichtig:</strong> Auch künftig werden der pauschale Nutzungswert und die nicht abziehbaren Betriebsausgaben auch dann mit den Monatswerten angesetzt, wenn das Kraftfahrzeug nur gelegentlich zu Privatfahrten oder zu Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte genutzt wird. Ausnahmen davon lassen die Finanzbehörden nur für volle Kalendermonate zu, in denen eine private Nutzung oder eine Nutzung zu Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte ausgeschlossen ist. Nach der jüngsten BFH-Rechtsprechung (Urteil vom 4. Dezember 2012, Az.: VIII R 42/09) dürfen die Finanzämter allein aus der Bereitstellung eines Fahrzeugs zu betrieblichen Zwecken aber noch nicht auf eine private Mitbenutzung schließen: Sofern für private Fahrten andere gleichwertige Fahrzeuge zur Verfügung stehen, entkräftet dies den Beweis des ersten Anscheins. Im Streitfall stand einem Gesellschafter einer Personengesellschaft für Firmenfahrten ein betrieblicher Porsche 911 zur Verfügung; daneben war ein privater Porsche 928 auf ihn zugelassen.
<h3>Betrieblicher Fuhrpark</h3>
Stehen gleich mehrere Firmenwagen des betrieblichen Fuhrparks für Privatfahrten zur Verfügung, müssen Unternehmer seit 2009 eine schärfere Besteuerung hinnehmen. Denn anders als in der Vergangenheit ist der pauschale Nutzungswert von monatlich einem Prozent des Listenpreises nicht mehr entsprechend der Anzahl der privaten Nutzer für die Fahrzeuge mit den höchsten Listenpreisen, sondern grundsätzlich für jedes Kraftfahrzeug anzusetzen, das vom Unternehmer oder von zu seiner Privatsphäre gehörenden Personen für Privatfahrten genutzt wird. Einschränkungen sollen lediglich für die Fahrzeuge gelten, die nachweislich für eine private Nutzung ungeeignet sind wie beispielsweise Werkstattwagen. Nach einer weiteren aktuellen Verwaltungsanweisung des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 15.&nbsp;November 2012 (Az.: IV C 6 - S 2177/10/10002) gilt dies auch für Kraftfahrzeuge, die nach einer „betrieblichen Nutzungszuweisung“ nicht zur privaten Nutzung zur Verfügung stehen wie beispielsweise Vorführwagen eines Kraftfahrzeughändlers, zur Vermietung bestimmte Kraftfahrzeuge oder Kraftfahrzeuge von Steuerpflichtigen, die ihre Tätigkeit nicht in einer festen örtlichen Einrichtung ausüben oder ihre Leistung nur durch den Einsatz eines Kraftfahrzeugs erbringen können. Aus Vereinfachungsgründen sollen die Finanzämter in derartigen Fällen akzeptieren, wenn laut Gewinnermittlung nur das Fahrzeug mit dem höchsten Listenpreis privat mitgenutzt wird.
<h3>Unfallkosten absetzen</h3>
Noch bis 2010 zählten Unfallkosten wie die Absetzungen für Abnutzung oder Zinsen für Anschaffungsdarlehen zu den Gesamtkosten eines Firmenfahrzeugs. Infolge dessen erhöhten Unfallkosten bei der Fahrtenbuchmethode den steuerpflichtigen privaten Nutzungswert, während sie bei Anwendung der „Ein-Prozent-Regelung“ auf Basis des Kfz-Listenpreises außen vor blieben. Eine Ungleichbehandlung, die der Bundesfinanzhof (BFH) bereits 2007 bemängelte und die Finanzbehörden schließlich zu einer Änderung der Lohnsteuer-Richtlinien veranlasste: Seit 2011 zählen Unfallkosten grundsätzlich nicht mehr zu den Gesamtkosten. Lediglich aus Vereinfachungsgründen darf der Unternehmer aber auch künftig Unfallkosten bis zu 1.000 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) als Reparaturkosten in die Gesamtkosten einbeziehen. Verzichtet der Arbeitgeber bei Privatfahrten oder Trunkenheitsfahrten auf Schadenersatz, liegt in Höhe des Verzichts ein gesonderter geldwerter Vorteil des Arbeitnehmers vor. Da Versicherungserstattungen davon jedoch unabhängig vom Zahlungszeitpunkt abgezogen werden sollen, beschränkt sich der lohnsteuerpflichtige geldwerte Vorteil regelmäßig auf die Höhe des vereinbarten Selbstbehalts. Hat der Arbeitgeber keine Versicherung abgeschlossen, soll gleichwohl ein Selbstbehalt von 1.000 Euro angenommen werden, sofern „es bei bestehender Versicherung zu einer Erstattung gekommen wäre“.
<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left; PADDING-TOP: 5px" src="uploads/RTEmagicC_unfallauto.jpg.jpg" width="250" height="187" alt="" />Eine weitere Rechtsänderung hat sich bei beruflich veranlassten Unfallschäden an privaten PKW ergeben: Nach der BFH-Entscheidung vom 21. August 2012 (Az.: VIII R 33/09) müssen Arbeitnehmer bei unterbliebenen Reparaturen an ihrem Privatfahrzeug seit einigen Jahren nicht nur geringere Versicherungserstattungen in Kauf nehmen, sondern darüber hinaus bei einer Veräußerung des Unfallfahrzeugs künftig mit steuerlichen Nachteilen rechnen. Denn laut neuer Rechtsauffassung des BFH hängt der als Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteuer-Veranlagung des Arbeitnehmers abziehbare Betrag nicht mehr vom Zeitwert des Fahrzeugs vor dem Unfall ab. Maßgeblich sei vielmehr die Differenz zwischen dem nach Abzug fiktiver Absetzungen für Abnutzung vom Anschaffungspreis ermittelten Buchwert im Unfallzeitpunkt und dem tatsächlichen Veräußerungserlös. Keine Rolle spielt dabei, ob und wie hoch sich die rein rechnerischen Abschreibungen beispielsweise über die Entfernungspauschale für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder die höhere Kilometerpauschale für geschäftliche Fahrten überhaupt steuerlich ausgewirkt haben.
Bernhard Lindgens]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:36:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Mehr als 100 Haupt- und Förderschülern zu einem Ausbildungsplatz verholfen</title>
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			<subdescription>Erfolgsgeschichte: Haus der Berufsvorbereitung</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_berufsvorbereitung.jpg.jpg" width="250" height="377" alt="" />Als die Vollversammlung der IHK Bonn/Rhein-Sieg im Jahr 2008 auf Initiative des Berufsbildungsausschusses den Beschluss fasste, ein „Haus der Berufsvorbereitung Bonn/Rhein-Sieg (HdB)“ ins Leben zu rufen, waren die Initiatoren fest von dessen Erfolg überzeugt, ein Erfolg der nunmehr bestätigt werden kann.
<h3>Neun von Zehn Schülern erhielten Ausbildungsplatzangebot</h3>
„Nur fünf Prozent aller Hauptschüler finden ohne Hilfe direkt im Anschluss an die Schule eine Ausbildung oder Beschäftigung“, erläuterte Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg vor fünf Jahren den Hintergrund für seine Motivation zur Initiierung des Projekts. Und Jürgen Hindenberg behielt Recht, denn 90 Prozent der Absolventinnen und Absolventen erhielten kurz nach Beendigung des HdB Bonn/Rhein-Sieg ein konkretes Ausbildungsplatzangebot. 61 Prozent der Absolventen schlossen daraufhin einen Ausbildungsvertrag ab. Damit ist auch ein vom Hauptförderer des Projektes, der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, definiertes Teilziel erreicht worden. Marita Schmickler-Herriger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bonner Arbeitsagentur formulierte es zum Start des Projektes so: „Ziel ist die nachhaltige Verbesserung des Übergangs von Hauptschülerinnen und Hauptschülern in eine betriebliche Ausbildung und in ein sich daran anschließendes Arbeitsverhältnis“. Erstaunlich ist auch der mit 49 Prozent sehr hohe Anteil an den in Ausbildung vermittelten Förderschülern.
<h3>Freizeit in Berufsorientierung investiert</h3>
Vor diesem Erfolg stand für die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 9 und 10 ein Jahr mit 570 Unterrichtstunden, die überwiegend in deren Freizeit zusätzlich zum regulären Schulunterricht zu absolvieren waren. Am Anfang stand für alle ein Kompetenzcheck, der Auskunft über die Begabungspotenziale der Schüler lieferte. Danach folgte die praktische Qualifizierung in unterschiedlichen Berufsfeldern. Dabei hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HdB die Möglichkeit den jeweiligen Berufsfeldalltag selbst umfassend kennenzulernen und zu erfahren. Abgerundet wurde der Unterricht durch ein zusätzliches Deutsch-, Mathematik- und Englischtraining sowie ein begleitendes Bewerbungscoaching. Belohnt wurde die regelmäßige Anwesenheit mit einem abschließenden IHK-Zertifikat.
<h3>Starke Partner für Theorie und Praxis</h3>
Für die möglichst authentische Bereitstellung der berufspraktischen Arbeitsfelder zeichneten die Umsetzungspartner des Hauses der Berufsvorbereitung verantwortlich. Dabei gewährte die Deutsche Angestellten Akademie (DAA) Einblicke in die Bereiche „Lager und Handel“, „Friseur und Kosmetik“ sowie „Hotel- und Gaststätten“. Die Firma FIT Wolters schuf Praxiserfahrungen im Tätigkeitsfeld des Garten und Landschaftsbaus einschließlich der dort eingesetzten Maschinen und die Dr. Reinold Hagen Stiftung öffnete nicht nur ihre überbetriebliche Ausbildungswerkstatt sowie ihre Labore zum Kennenlernen gewerblich-technischer Berufe, sondern konnte auch als Preisträger des „VDI Best Practice Awards 2009“ ihre Erfahrungen beisteuern, die sie in eigenen Berufsorientierungsprojekten bereits seit 2005 mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen gemacht hatte. Koordiniert wurde das Projekt von der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Die Projektleitung lag bei Friedrich Arera, Leiter Aus- und Weiterbildung der Dr. Reinold Hagen Stiftung.
<h3>Berufsorientierung in Abstimmung mit Schule und Elternhaus</h3>
Das Haus der Berufsvorbereitung arbeitete eng mit den Schulen der Region Bonn/Rhein-Sieg zusammen. Dabei beteiligten sich insgesamt 18 Haupt- und sechs Förderschulen an dem Projekt, erklärt Projektleiter Friedrich Arera. „Auch die Kommunikation zwischen Eltern, Schule und Betrieb war uns wichtig. Nur so können der passende Bewerber und ein Betrieb zusammen finden“, stellt Arera fest. Die Schulen wurden über das Haus der Berufsvorbereitung im Vorfeld des Projektes informiert. Um den Theorieunterricht im HdB mit den schulischen Anforderungen abzugleichen wurden darüber hinaus Lehrerworkshops durchgeführt. Außerdem stimmten sich die Projektleiter mit den Schulen ab und setzten auch deren Änderungswünsche um. Die Eltern wurden regelmäßig über den Projektverlauf informiert in durch die Ausbildungsleiter aktiv in die Berufswegeplanung ihrer Kinder einbezogen.
<h3>Haus der Berufsvorbereitung wird fortgesetzt</h3>
<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_initiatoren.jpg.jpg" width="250" height="127" alt="" />Die Initiatoren, Förderer und Organisationen freuen sich darüber, dass die Erfolgsgeschichte des Hauses der Berufsvorbereitung fortgesetzt werden kann.</h6>
Die Realisierung des HdB war nur möglich, weil neben der Agentur für Arbeit der IHK Bonn/Rhein-Sieg und dem Rhein-Sieg-Kreis zahlreiche Stiftungen sowie Unternehmen der Region&nbsp; das Projekt von 2008 bis 2011 finanziell unterstützt haben. Durch eine zusätzlich Förderung und Unterstützung der Dr. Reinold Hagen Stiftung konnten auch im vergangenen Jahr weitere Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden. In Februar 2013 konnten erneut 30 Plätze im Haus der Berufsvorbereitung Bonn/Rhein-Sieg vergeben und besetzt werden. Dies war nur durch eine erneute Förderung der Agentur für Arbeit und der Deutschen BP-Stiftung möglich. “Für eine dauerhafte Fortsetzung des HdB über das Jahr 2013 hinaus sind wir allerdings auf weitere finanzielle Unterstützung&nbsp; aus den Reihen der regionalen Unternehmen angewiesen.“ sagt Otto Brandenburg, Projektkoordinator bei der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg. 
Weitere Informationen unter:<br /><link http://www.haus-der-berufsvorbereitung.de>www.haus-der-berufsvorbereitung.de</link>]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:28:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung</title>
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			<subdescription>Karriereticket im Wert von 6.000 Euro</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left; PADDING-TOP: 5px" src="uploads/RTEmagicC_weiterbildung.jpg.jpg" width="150" height="100" alt="" />Als Carola Ewinger ihre Abschlussprüfung zur Industriekauffrau mit 95 von 100 möglichen Punkten bestanden hatte, gab der Prüfer ihr ein Infoblatt mit. „Das war eine Einladung, mich für ein Weiterbildungsstipendium zu bewerben“, erzählt die heute 26-jährige. Sie hat die Chance genutzt. Mit ihrem Stipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) hat sie u.a. eine Sprachreise nach Edinburgh, einen Ausbilderlehrgang und ihre Weiterbildung zur Bilanzbuchhalterin finanziert.
Seit 1991 können sich junge Talente aus der Region für das Weiterbildungsstipendium des Bundesbildungsministeriums bewerben. Eine sechsköpfige Jury des Arbeitskreises Personalentwicklung der IHK Bonn/Rhein-Sieg wählt die Stipendiaten aus. „Wir haben einen festen Schlüssel, so dass wir alle Berufsgruppen sowie Männer und Frauen gleichermaßen berücksichtigen können“, sagt Rüdiger Meyer. Er ist Personalleiter der Carl Knauber Holding GmbH und Co. KG und leitet den AK Personalentwicklung ehrenamtlich. Die Jury hat erst kürzlich die Auswahl für 2013 abgeschlossen. Vor wenigen Tagen wurden 35 neue Stipendiaten feierlich aufgenommen. Die jungen Menschen können in den kommenden drei Jahren Zuschüsse im Wert von 6000 Euro beantragen, um sich weiterzubilden. Dabei profitieren sie von den Erfahrungen ehemaliger Stipendiaten, die im vergangenen Februar verabschiedet wurden.
„Ohne das Stipendium hätte ich mich so nicht weitergebildet“, sagt Wladislaw Littau, der das Geld für den technischen Betriebswirt und die Fortbildung zum SPS-Techniker genutzt hat. Den nachfolgenden Stipendiaten gibt er vor allem einen Rat: „Traut Euch, Fragen zu stellen. Löchert Vorgesetzte und Personalchefs.“
<h3>Respekt vor Personalchefs</h3>
Denn die Stipendiaten haben einen enormen Respekt vor Personalleitern. Nur wenige trauen sich zum Forum Personalentwicklung, einer Veranstaltungsreihe der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Hier treffen sich Personalentwickler, Geschäftsführer und Inhaber, um Vorträge zu hören und anschließend bei kleinen Köstlichkeiten locker ins Gespräch zu kommen. Die Stipendiaten werden herzlich eingeladen, diese Chance zum Netzwerken zu nutzen. Doch nur wenige wagen den Schritt. „Da gehe ich nicht hin“, sagt die 26-jährige Bianca Räder. „Da kenne ich doch niemanden. Außerdem fachsimpeln da alle.“
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_meyer.jpg.jpg" width="150" height="228" alt="" />Rüdiger Meyer</h4>
Auf der anderen Seite wundern sich Personalleiter darüber, dass die junge Generation das berufliche Netzwerken nicht beherrscht, wo sie doch in sozialen Netzwerken fest verwurzelt ist. „Die jungen Leute sind alle bei Facebook. Sie simsen und posten 30 bis 40 mal am Tag“, sagt Rüdiger Meyer. „Doch ein Gesprächsangebot, um mal über die eigenen Entwicklungschancen zu reden, erkennen viele nicht.“ „Wir müssen die Stipendiaten, die nun aufgenommen wurden, beim beruflichen Netzwerken mehr fördern“, meint Dozentin Katja Furmaniak, die die Stipendiaten im Auftrag der IHK begleitet. „Denn netzwerken kann man lernen.“
Carola Ewinger hat bereits damit angefangen. Als einzige Stipendiatin hat sie das Forum Personalentwicklung schon mehrmals besucht. „Einmal ging es um Wirtschaftsspionage“, erinnert sie sich. „Einer der Vortragenden hat erzählt, wie mit riesigen Teleobjektiven von einem Hochhaus ins andere fotografiert wurde. Das war richtig spannend und ich frage mich, ob es das in meinem Betrieb auch gibt.“ Themen, über die die Stipendiaten mit den Personalverantwortlichen reden könnten, gibt es genug.
Ursula Katthöfer, <br />freie Journalistin, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:18:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Neue Wohnbörse für Studierende gestartet</title>
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			<subdescription>Budensuche 2.0 - Zimmer frei?!</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_zimmerfrei.jpg.jpg" width="580" height="129" alt="" />
„Zimmer frei?!“ heißt die neue Internetplattform, die wohnungssuchende Studierende und Vermieter in Bonn und Region zusammenführt. Die Wohnbörse ist eine gemeinsame Kampagne der Hochschulen, der Bundesstadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und einer Reihe von Partnereinrichtungen, die sich gemeinsam der Schaffung von studentischem Wohnraum verschrieben haben. Auch die IHK Bonn/Rhein-Sieg unterstützt die Gemeinschaftsaktion.
In diesem Jahr strömen so viele Studierende an unsere Hochschulen wie schon lange nicht mehr! Was gut ist für Stadt und Region, stellt gleichzeitig eine Herausforderung dar. Schon die Abschaffung der Wehrpflicht hatte die Zahl der Studienanfänger in die Höhe schnellen lassen, aber in diesem Jahr werden es durch den doppelten Abiturjahrgang noch einmal deutlich mehr sein. Mehr Studierende benötigen auch mehr Raum zum Wohnen, doch Wohnheimplätze sind begrenzt und der private Wohnungsmarkt angespannt. Die Plattform „Zimmer frei?!“ soll dabei helfen, studentische Wohnungssuchende und -anbieter zusammenzubringen.
Der bekannte Bonner Kabarettist Konrad Beikircher leiht der „Zimmer frei?!“-Kampagne sein Gesicht. Ende der 60-er Jahre war der gebürtige Südtiroler als Student nach Bonn gekommen. Die „Budensuche“ war auch damals nicht leicht. Die Geschichten um seine Zimmerwirtin Frau Münch vom Friedensplatz haben sogar Eingang in seine Programme gefunden. Beikircher erinnert sich: „Frau Münch war ein wirkliches Original - mit einer Bärbeißigkeit, hinter der sich Zuneigung zu den jungen ‚Drecksäcken‘ versteckte.“&nbsp; Für den Wahlbonner ist es heute Ehrensache, sich für die Kommilitonen einzusetzen: „Die brauchen jetzt unsere Hilfe, denn der Wohnungsmarkt in Bonn ist hart umkämpft. Und außerdem haben Studenten ein Imageproblem.“ Daran will Konrad Beikircher gemeinsam mit Kabarettkollegen und Prominenten als Kampagnenbotschafter arbeiten. Gemeinsam rühren sie die Werbetrommel für „Zimmer frei?!“ – in Podcasts, auf Postkarten und Plakaten.
<h6><img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left; PADDING-TOP: 5px" src="uploads/RTEmagicC_griesslzimmer.jpg.jpg" width="250" height="177" alt="" />IHK-Präsident Wolfgang Grießl unterstützt die Gemeinschaftsaktion &quot;Zimmer frei?!&quot;</h6>
Kern der Kampagne ist das Portal „Zimmer frei?!“, das im Internet unter <link http://www.zimmerfrei-bonn.de>www.zimmerfrei-bonn.de</link> erreichbar ist. Hier können Zimmer, Wohnungen und kurzfristige Übernachtungsmöglichkeiten eingestellt und gesucht werden. Vermieter können Fotos hochladen und angeben, ob ihre Angebote für Wohngemeinschaften („WGs“) geeignet sind. Potentielle Mieter können sich alle Angebote auf einem interaktiven Stadtplan anzeigen lassen und über Schieberegler die Zimmerzahl, Wohnungsgröße und ihr persönliches Preislimit einstellen.
Vermietern, die ihr Wohnungsangebot nicht online einstellen können oder wollen, steht der Infopunkt der Universität Bonn mit Rat und Tat zur Seite. Er ist im alten Studentensekretariat im Hauptgebäude, Platz an der Schlosskirche, zu finden. Montags bis Freitags von 9-17 Uhr hilft das Infopunkt-Team Besuchern und Anrufern bei der Dateneingabe.]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:09:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Außenhandel</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3686&#38;cHash=d7021a77ec2fdc759ad86463fc9ccbd8</link>
			<subdescription>Ursprungszeugnisse für Exportsendungen auch digital beantragen</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_bildschirm.jpg.jpg" width="250" height="250" alt="" />Ursprungszeugnisse sind für die Einfuhr von Waren in zahlreichen Ländern notwendig und werden daher insbesondere von exportorientierten Unternehmen häufig nachgefragt. In einem Ursprungszeugnis wird anhand der Entstehungsgeschichte des Produktes der sogenannte „nichtpräferenzielle“ Warenursprung bestimmt. Ursprungszeugnisse sind öffentliche Urkunden und werden in Deutschland von den Industrie- und Handelskammern ausgestellt. 
<strong><i>Wer verlangt das Ursprungszeugnis?<br /></i></strong>Einige ausländische Zollbehörden verlangen bei der Einfuhr die Vorlage von Ursprungszeugnissen. Gelegentlich benötigen auch deutsche oder europäische Kunden ein Ursprungszeugnis von ihren Lieferanten, wenn beispielsweise eine anschließende Weiterlieferung ins außereuropäische Ausland geplant ist, für die ein Ursprungszeugnis benötigt wird. 
<strong><i>Warum wird ein Ursprungszeugnis verlangt?<br /></i></strong>Das Ursprungszeugnis dient in einigen Ländern zur Steuerung von Handelsströmen. Beispielsweise werden mengenmäßige Einfuhrbeschränkungen wie Einfuhrkontingente oder Einfuhrlizenzen an diesen Ursprungsnachweis geknüpft. In diesen Fällen ist die Vorlage eines Ursprungszeugnisses eine notwendige Voraussetzung, um Waren importieren zu dürfen. Darüber hinaus wird ein Ursprungszeugnis häufig bei Akkreditiven als zahlungsauslösendes Dokument verwendet oder ist Voraussetzung für die Gewährung von Ausfuhrbürgschaften. 
<strong><i>Wie funktioniert die digitale Beantragung von Ursprungszeugnissen?<br /></i></strong>Im Normalverfahren wird das ausgefüllte Ursprungszeugnis in Papierform bei der IHK vor Ort bescheinigt. Bei der digitalen Beantragung von Ursprungszeugnissen werden die Anträge vom Unternehmen elektronisch über einen Online-Zugang an die IHK übermittelt und dort nach einer Prüfung durch die IHK digital bewilligt. Die Antragsstellung durch das Unternehmen sowie die Bewilligung durch die IHK erfolgen mittels der elektronischen Signatur, die die handschriftliche Unterschrift ersetzt. Dafür sind eine Signaturkarte sowie ein Kartenlesegerät nötig, welche über die IHK bestellt werden können. Hat die IHK den Antrag des Unternehmens bewilligt, kann das Ursprungszeugnis im Unternehmen auf vorabgefertigten Ursprungszeugnis-Formularen ausgedruckt werden. Das Verfahren kann auch für die Bescheinigung von Handelsrechnungen verwendet werden.
<strong><i>Welche Vorteile ergeben sich durch die digitale Beantragung?<br /></i></strong>Insbesondere Unternehmen, die häufig Ursprungszeugnisse beantragen, profitieren bei der digitalen Antragsstellung vom Wegfall der Fahrten zwischen dem Unternehmen und der IHK. Je nach Entfernung können sich somit Zeit- und Kostenersparnisse ergeben. 
Darüber hinaus bietet die digitale Antragsstellung Möglichkeiten zur antragsbezogenen, direkten Kommunikation zwischen IHK und Unternehmen und ermöglicht so eine unmittelbare Reaktionsmöglichkeit wenn Abstimmungsbedarf oder Rückfragen vorliegen. Nötige Änderungen können dann sofort vorgenommen werden. Eine Plausibilitätsprüfung dient darüber hinaus der Fehlerminimierung. Die Möglichkeit zur Erstellung von Vorlagedateien für häufig belieferte Kunden oder Warenkreise stellt einen weiteren Vorteil dar. 
<strong><i>Gibt es einen Demozugang zur Anwendung?<br /></i></strong>Unter <link http://signatur.ihk.de>http://signatur.ihk.de</link> gibt es kostenlosen Demozugang zum System, der einen Eindruck von der Anwendung übermittelt. 
<strong><i>Welche Voraussetzungen sind nötig: <br /></i></strong>Für weitere Informationen sowie für die Klärung der individuellen Voraussetzungen der Teilnahme am elektronischen Ursprungszeugnis, können sich Interessenten gerne telefonisch oder per Email mit dem Fachbereich International oder dem Service Center in Verbindung setzen. 
]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 08:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Neue Infrastruktur für eine sichere und digitale Kommunikation</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3682&#38;cHash=4aa1c8eed7ddd9ce1c959b82659893df</link>
			<subdescription>DE-Mail</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_demail.jpg.jpg" width="580" height="124" alt="" />
Das Internet hat sich zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel für Bürger, Wirtschaft, Behörden und Institutionen entwickelt. Immer häufiger wird das Netz stationär wie auch mobil für Anlässe mit unterschiedlichen Schutzbedürfnissen genutzt. Mit dem De-Mail-Gesetz vom 3. Mai 2011 wird in Deutschland eine neue Infrastruktur für eine sichere digitale Kommunikation aufgebaut. Bund, Länder und Kommunen wollen ebenso wie Unternehmen und Organisationen Verwaltungsvorgänge beschleunigen und rechtssicher auf elektronischem Weg abwickeln können. De-Mail ist ein in sich geschlossenes Kommunikationsnetz, das nur von registrierten Benutzern verwendet werden kann. 
Bisher erfolgt die Kommunikation im Internet ungeschützt, eine versendete E-Mail ist in der Regel nicht viel sicherer als eine herkömmliche Postkarte. Unbefugte können mitlesen, der Inhalt lässt sich ändern und der Absender verschleiern – zudem ist die elektronische Post häufig von Viren und Trojanern befallen. Der Versuch des Gesetzgebers von 2001, durch die Schaffung der digitalen Signatur sowie einem entsprechenden Signaturgesetz für mehr Sicherheit zu sorgen, ist jedoch von Bürgern und Wirtschaft nicht besonders gut angenommen worden. Die für Anwendung sowie Registrierungsprozess nötige Technik war kompliziert und teuer. Die Nutzung entsprechender Verfahren konnte sich daher ebenso wenig wie die elektronische Signatur flächendeckend durchsetzen.
<h3 align="justify">DE-Mail - einfacher als elektronische Signatur</h3>
Dies soll sich nun durch die Einführung der De-Mail ändern. Auch wenn man bei der Etablierung dieser Technologie ebenfalls mit Schwierigkeiten rechnen muss, gibt es einige bemerkenswerte Unterschiede:
<ul><li><div>Die Anschaffung zusätzlicher oder neuer Hard- und Software ist nicht notwendig,</div></li><li><div>Die De-Mail-Technologie lässt sich in gängige E-Mail Programme (z. B. Microsoft Outlook, Lotus Notes) einbinden oder über einen Webmailclient nutzen, so dass sie schnell in jede Infrastruktur eines Unternehmens integriert werden kann,</div></li><li><div>Ein De-Mail Konto kann unkompliziert und kostenfrei über das Netz eröffnet werden, </div></li><li><div>Die Anzahl der Vorregistrierungen (1,5 Millionen bei der Telekom Deutschland GmbH im September 2012) sowie die Institutionen, Behörden, Verbände und Unternehmen, die den Einsatz Technologie ausprobieren, lassen auf eine hohe Akzeptanz hoffen.&nbsp; </div></li></ul>
Als De-Mail-Nutzer wird nur derjenige registriert, der seine persönliche bzw. die institutionelle Existenz und Vertretungsvollmacht durch amtliche Dokumente (z. B. Personalausweis, Handelsregisterauszug) über ein Postidentverfahren bei einer Bank oder Postamt nachweisen kann. Die Unmöglichkeit des Mitlesens, <img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_DE-Mail-Logo-frei-1.jpg.jpg" width="150" height="185" alt="" />Kopierens, Veränderns oder Löschens sowie protokollierbare Zusende- und Empfangszeitpunkte machen die Kommunikation rechtssicher und De-Mail für sicherheitsbewusste Menschen und Unternehmen unverzichtbar.
Die Registrierung erfolgt bei verschiedenen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditierten De-Mail Providern. Hierzu zählen momentan die Mentana-Claimsoft GmbH, T-Systems International GmbH und die Telekom Deutschland GmbH. Die 1&amp;1 Internet AG mit seinen Portalen GMX und Web.de bietet ebenfalls die Möglichkeit einer De-Mail Adresse an, ist aber zurzeit noch kein akkreditierter Provider.
Beim Einsatz von De-Mail entfallen dauerhaft alle papierposttypischen Arbeitsgänge wie drucken, kuvertieren, frankieren, Post aufgeben, zustellen, öffnen und einscannen. Die Kommunikation zwischen Absender und Empfänger erfolgt durchgängig medienbruchfrei. Gespart wird also nicht nur beim Porto, sondern vor allem durch die Straffung von Arbeitsabläufen. Jedoch ist das Ganze nicht kostenfrei, zurzeit kostet jede versendete De-Mail 39 Cent. Daher ist ein maßvoller Einsatz angeraten, auch wenn der Bedarf nach einer rechtssicheren Kommunikation größer ist als je zuvor. 
Der Deutsche Industrie- und Handelskamertag (DIHK) (<link http://www.dihk-verlag.de>http://www.dihk-verlag.de</link>) hat zu diesem Thema eine Broschüre mit dem Titel „Einsatz von De-Mail in Unternehmen“ herausgegeben. Diese kann gegen eine geringe Schutzgebühr auf der Seite des DIHK Verlages bestellt werden. 
]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 17:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Corporate Social Responsibility (CSR)</title>
			<link>http://www.ihk-bonn.de/index.php?id=861&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3580&#38;cHash=c1188093e7d1dc172e216328748d98b2</link>
			<subdescription>Unternehmen in Bonn/Rhein-Sieg übernehmen Verantwortung</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_fruehstueck.jpg.jpg" width="250" height="162" alt="" />Corporate Social Responsibility (CSR) ist mehr als eine Spende für den Sportverein. Die Basis für CSR ist die Frage nach guten Geschäften für eine gute Gesellschaft. Mit sozialen, ökologischen und kulturellen Beiträgen können Unternehmen die Marktwirtschaft gerechter machen. In Bonn/Rhein-Sieg hat die Industrie- und Handelskammer die Aufgabe übernommen, Unternehmen dabei zu unterstützen. Mit Erfolg, wie das Beispiel der Breakfast Lounge in der Anne-Frank-Schule zeigt.
<h3></h3>
<h3>Wir sitzen alle an einem Tisch</h3>
Die Obstspieße sind der Renner. „Apfel, Traube, Ananas. Die Kids merken, dass Obst auch schmecken kann“, erzählt Rolf Cramer, Leiter der GHS Anne-Frank-Schule in Bonn, begeistert. „Warmen Kakao trinken sie auch gern. Heute Morgen gingen zwei große Kannen weg.“
Seit Mitte Januar öffnet die Frühstücksgruppe der Anne-Frank-Schule, die aus Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen besteht, jeden Montag und Mittwoch um 7.00 Uhr die Breakfast Lounge. Bereits eine Stunde vorher kommen Mitglieder der Gruppe in die Küche der Schulmensa, um Brötchen zu schmieren und Getränke vorzubereiten. Nach dem Motto „All you can eat“ können ihre Mitschüler für einen Euro nach Herzenslust frühstücken. „Die Kinder gehen danach zufrieden in den Unterricht“, beobachtet Rolf Cramer.
Dabei ist den Schülern gar nicht bewusst, dass ihr Frühstück ein gelungenes Beispiel für Corporate Social Responsibility (CSR) ist. Denn um den Tisch für sie zu decken, haben die Schule, die Caritas Stiftung Bonn sowie mehrere Unternehmen aus Bonn/Rhein-Sieg zusammen gearbeitet. „Hier haben Unternehmer ihre gesellschaftliche Verantwortung erkannt und wahrgenommen“, sagt Michael Pieck, Pressesprecher der IHK Bonn/Rhein-Sieg.
<h3>Mit leerem Magen in den Matheunterricht</h3>
Rückblende: Im Jahr 2006 liest Wilfried Thünker, Inhaber von DER THÜNKER Büroservice mit System, einen Bericht über Kinderarmut in Deutschland. Der Bonner Unternehmer ist entsetzt. Etwa jedes sechste Kind lebt von Sozialhilfe, viele von ihnen bei alleinerziehenden Eltern oder in kinderreichen Familien. Schüler erscheinen morgens mit leerem Magen in der Schule, für viele gibt es selten eine warme Mahlzeit. „Das hat mich nicht in Ruhe gelassen“, erzählt er.<br />Bei einem von der IHK Bonn/Rhein-Sieg organisierten CSR-Frühstück tauscht Wilfried Thünker sich mit Hildegard Dietz-Wallot darüber aus. Die damalige Präsidentin des Clubs Bonn-Siebengebirge von Soroptimist International Deutschland, einer Organisation, die sich weltweit für die Menschenrechte einsetzt, ist bestens vernetzt. 
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_Anne-frank-fruehstueck.jpg.jpg" width="150" height="178" alt="" />Breakfast Lounge der Anne-Frank-Schule: Bereits um 5.50 Uhr kommt das Frühstücksteam, um Brötchen zu schmieren und Gemüse zu schnipseln.</h4>
Gemeinsam beschließen die beiden, ein Frühstück für Kinder, die in Armut leben, ins Leben zu rufen. Sie holen die Caritas Stiftung Bonn ins Boot, die IHK unterstützt das Projekt. Mit Werner Vendel, Inhaber des Getränke-Service Vendel e.K., stößt bereits früh ein weiterer Unternehmer zur Projektgruppe.<br />Doch die Initiatoren müssen einen Rückschlag hinnehmen. Die für das Schulfrühstück ausgewählte Hauptschule, mit der bereits viele Einzelheiten besprochen worden sind, winkt im letzten Moment ab. Schulfrühstück? Nein, doch nicht.
<h3>Besuch beim Gesundheitsamt</h3>
Die Anne-Frank-Schule aus Bonn-Beuel hat weniger Scheu. „Viele Schüler haben richtig großen Hunger“, erzählt Melissa Fitak aus der 10b. „Ich arbeite am Kiosk. Wenn wir dort Sandwiches verkaufen, steht die Schlage durch die ganze Schule. Manche Kinder kaufen drei, vier oder sogar fünf Sandwiches.“<br />Melissa ist stellvertretende Schülersprecherin. Gemeinsam mit Schülersprecher Issa Elyassir stößt sie Ende 2012 zum Projektteam aus Schule, Caritas und Unternehmern, das sich in regelmäßigen Abständen trifft, um die Breakfast Lounge zu organisieren.
Dank einer Marktanalyse der Schüler erfährt das Projektteam, dass die Hälfte der 225 Jugendlichen gern in der Schule frühstücken würde. André Schossier, Sozialpädagoge an der Anne-Frank-Schule, baut eine Schülerfirma mit 15 Schülern auf, die spätere Frühstücksgruppe. Sie rechnen aus, wie viel Brötchen, Wurst und Käse, Obst, Milch und Mineralwasser pro Frühstückstag kosten.
„Außerdem haben wir im Gesundheitsamt an einer Schulung zum Umgang mit Lebensmitteln teilgenommen“, sagt André Schossier. „Alle Schüler besitzen ein Gesundheitszeugnis.“ Bei Facebook haben sie ihre eigene Gruppe.
<h3>Sponsor für Früchtetee gesucht</h3>
Zu Beginn dieses Jahres nimmt das Projekt Fahrt auf. Das Projektteam sucht nach Sponsoren. Ein Metzger, der wöchentlich ein Kilo Wurst spendet, ist bereits gefunden. Woher kommen Servietten und Früchtetee? Je detailreicher die Planung, desto konkreter die Fragen: Welche Bank ist bereit, das Projektkonto kostenlos zu führen? Wann ist der beste Zeitpunkt, um das Fernsehen einzuladen?
Die Schüler entscheiden selbst, dass sie in der Mensa an Tischen frühstücken möchten, statt ihr Frühstück mitzunehmen und in der Klasse oder auf dem Schulhof zu verzehren. „Viele essen sonst allein vor dem Computer. Eine gemeinsame Mahlzeit kennen sie gar nicht“, sagt Issa Elyassir. „Deshalb finden wir die Idee, dass alle gemeinsam an Tischen sitzen, prima.“
Das Konzept, Kontakte zu knüpfen und miteinander zu reden, geht auf. An einem der runden Tische am Fenster hat sich schnell ein Stammtisch gebildet. Die älteren Kinder erziehen die jüngeren. „Zieh erst mal deine Jacke aus“, sagt eines der großen Mädchen zu einem Fünftklässler. „Und dann ganz in Ruhe…“
<h3>Die Breakfast Lounge soll Schule machen</h3>
Noch ist die Breakfast Lounge in der Startphase. Die Caritas Stiftung Bonn wird den Anschub finanzieren und sich dann zurückziehen, Sponsoren sind gefragt. Wilfried Thünker hat seine Kunden bereits vor dem vergangenen Weihnachtsfest angeschrieben und statt Geschenken um Spenden für die Breakfast Lounge gebeten. „Gleich am nächsten Tag riefen zwei Ärzte an und wollten die Nummer des Spendenkontos wissen.“
Wenn die Breakfast Lounge richtig angelaufen ist, soll das Thema in den Unterricht eingebaut werden. Die IHK bietet an, dass ein Existenzgründungsberater zu den Schülern kommt, um mit ihnen einen Businessplan zu erstellen.
Außerdem rechnen die Initiatoren damit, dass das Beispiel Schule macht. „Ein Pilotprojekt ist immer wichtig. Sobald das irgendwo läuft, kommen Anfragen von anderen Schulen, die ebenfalls Interesse haben“, weiß Schulleiter Rolf Cramer.
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<br />Ursula Katthöfer, <br />freie Journalistin]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 10:35:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>CSR &quot;Marktplatz Gute Geschäfte&quot;</title>
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			<subdescription>Maler gesucht, Stadtrevue gefunden</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_maler_01.jpg.jpg" width="250" height="186" alt="" />Kurfürst Clemens August liebte Maskenbälle bis spät in die Nacht. Für ihn kein Grund, wenige Stunden später die Morgenandacht zu verpassen. Diese und viele weitere Anekdoten aus 2000 Jahren Bonner Stadtgeschichte erzählt der Verein StattReisen Bonn in seiner Historischen Stadtrevue. Bei der nächsten Aufführung werden die Mitarbeiter des Malerbetriebes Dirk Borsch aus Alfter im Publikum sitzen – kostenlos. Denn die Maler haben die neuen Räume von StattReisen Bonn e.V. gestrichen – ebenfalls kostenlos.
Verein und Malerbetrieb haben die Kooperation im vergangenen September beim zweiten „Marktplatz Gute Geschäfte“ im Kameha Grand Bonn vereinbart. Ziel dieses Marktplatzes ist, Unternehmen, die sich gesellschaftlich engagieren möchten, und gemeinnützige Organisationen zusammen zu bringen. Einmal im Jahr organisiert die IHK Bonn/Rhein-Sieg, die dabei von zahlreichen Firmen, Non-Profit-Organisationen und Hochschulvertretern unterstützt wird, die Veranstaltung. Die Idee stammt aus den Niederlanden.
„Wir wussten, dass wir umziehen würden und haben beim Marktplatz ganz gezielt nach einen Maler, einem Umzugsunternehmer oder einem Baubiologen gesucht“, erzählt Norbert Volpert, Geschäftsführer von StattReisen Bonn e.V.. „Vorher hatten wir uns überlegt, dass wir die Historische Stadtrevue für sechs bis acht Personen als Gegenleistung anbieten würden.“ Der Maler Dirk Borsch war schnell gefunden, noch im Kameha unterzeichneten die beiden unter den Augen eines „Notars“ eine Vereinbarung, in der die vereinbarten Leistungen festgeschrieben wurden.
<h3>Konkrete Wünsche</h3>
„Für die Non-Profit-Organisationen ist es typisch, dass sie beim Marktplatz ganz gezielt auf Unternehmen zugehen, die ihnen nützen könnten. Sie wissen, was sie wollen“, sagt Marketingberaterin Gisela Hein aus Swisttal, im Auftrag der IHK freiwillige und ehrenamtliche Projektleiterin des „Marktplatzes Gute Geschäfte“. „Bei den Unternehmern beobachten wir, dass sie eher über den Marktplatz schlendern und alles auf sich zukommen lassen.“<br />Es gibt nur eine Stunde Zeit, um den geeigneten Kooperationspartner zu finden. „Sobald der Gong ertönt, geht es zu wie auf dem Basar. Alle reden laut und lebendig. Niemand braucht Sorge zu haben, dass er übersehen wird“, erzählt Gisela Hein.
Sponsoren und das ehrenamtliche Projektteam machen möglich, dass der Marktplatz kostenlos stattfinden kann. „Im Team übernimmt jeder eine überschaubare Aufgabe“, sagt die Projektleiterin. „Das kann die Pressearbeit sein, der Druck des Flyers oder die Begrüßung der Teilnehmer vor Ort.“
<h3>Teamgeist fördern, Hemmschwellen abbauen</h3>
<img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_welthungerhilfe.jpg.jpg" width="150" height="226" alt="" />Die Vorteile einer Kooperation gehen weit über die vereinbarten Leistungen hinaus. “Wir haben in spielerischer Atmosphäre Hemmschwellen und Berührungsängste abgebaut”, sagt Sabine Voss, berufliche Beraterin in der INTRA gGmbH, die junge Männer und Frauen mit Behinderung auf dem Weg ins Berufsleben berät und begleitet.
Beim „Marktplatz Gute Geschäfte“ vereinbarte die INTRA mit Wilfried Thünker, Inhaber des Büroservice DER THÜNKER, einen Bowling-Nachmittag. Ziel war, den Teamgeist der Jugendlichen zu stärken und ihnen die Gelegenheit zu bieten, mit einem Unternehmer über die Berufswelt zu reden. Im Gegenzug durfte Wilfried Thünker die Tagungsräume der INTRA nutzen.
„Durch ihre Erfahrungen beim Marktplatz erfahren die gemeinnützigen Organisationen, dass sie etwas zu bieten haben“, sagt Gisela Hein. „Deshalb ist der Marktplatz ein Supertraining, um mit Unternehmen in Kontakt zu kommen.“ Für den dritten „Marktplatz Gute Geschäfte“ hat die Planung bereits begonnen. Er wird am 20. September 2013 im Gobelinsaal des Alten Bonner Rathauses stattfinden.
<link http://www.gute-geschaefte-bonn.de>www.gute-geschaefte-bonn.de</link> 
Ursula Katthöfer, Freie Journalistin, Bonn]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 10:34:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>CSR-Initiative Rheinland</title>
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			<subdescription>&quot;Wer den ersten Schritt nicht tut, kann nicht loslaufen&quot;</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="uploads/RTEmagicC_wagnereichhorn.jpg.jpg" width="520" height="310" alt="" />
„Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ heißt eine Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern BetterRelations und HelpDirect e.V. die CSR-Initiative Rheinland gegründet, um CSR in kleinen und mittleren Betrieben voran zu bringen. Als eines von 300 Projekten bewarb sich die CSR-Initiative Rheinland beim BMAS um Fördermittel und hatte Erfolg. Sie gehört zu den 76 geförderten Projekten.
Riccardo Wagner und Marcus Eichhorn sind Inhaber der Unternehmensberatung BetterRelations, die sich auf CSR spezialisiert hat. Sie erläutern, wie sich die Ziele von ESF und BMAS in der Region mit Leben füllen lassen.
<strong><i>Welche Ziele verfolgt die CSR-Initiative Rheinland? </i></strong>
<strong>Riccardo Wager:</strong> Unser erstes Ziel ist, kleinen und mittleren Unternehmen nahe zu bringen, ihre gesellschaftliche Verantwortung in ihre Unternehmensstrategie einzubeziehen. Das tun wir in mehreren Schritten. Zunächst bieten wir die CSR-Sprechstunde und halbtägige Workshops an. Dabei handelt es sich um Basisinfos, um die Unternehmen dafür fit zu machen, sich das Thema zu erschließen.
Außerdem bieten wir mit der Weiterbildungsgesellschaft der IHK Bonn/Rhein-Sieg einen Lehrgang zum zertifizierten CSR-Manager an (s. unten).
<strong>Marcus Eichhorn:</strong> Das zweite Ziel der CSR-Initiative Rheinland ist, Unternehmen und gemeinnützige Organisationen zusammen zu bringen und das bereits bestehende regionale Engagement sichtbar zu machen. Wir bauen eine Datenbank auf, um zu zeigen: So funktioniert es. Drittens arbeiten wir an einem runden Tisch für alle Initiativen des Rheinlands, um eine gemeinsame CSR-Sprachregelung zu finden.
<i><strong>Viele Unternehmen sind bereits gesellschaftlich engagiert. Sie spenden einen Teil ihres Gewinns oder organisieren Veranstaltungen für</strong> benachteiligte Bürger. Wo grenzt CSR sich davon ab?</i>
<strong>Marcus Eichhorn:</strong> Wir haben es mit einem anderen Blickwinkel zu tun. CSR fragt nicht danach, was Unternehmen mit ihrem Gewinn machen, sondern wie sie ihren Gewinn machen. Ein Unternehmer muss sich fragen: Achte ich auf meine Mitarbeiter? Welchen ethischen, ökologischen und sozialen Einfluss hat mein Tun auf die Region?
<strong>Riccardo Wagner:</strong> Das bedeutet, dass dieser Unternehmer eine CSR-Strategie braucht, mit einzelnen Spendenaktionen ist es nicht getan. Zu einem vernünftigen CSR-Konzept gehören betriebliches Gesundheitsmanagement, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Pflege und Beruf. Ein strategisch denkender Unternehmer erkennt ein Risiko, etwa den Fachkräftemangel. Er ergreift eine Maßnahme, um darauf Einfluss zu nehmen, in dem er beispielsweise Kinderbetreuung anbietet. Mit dieser Strategie minimiert er sein Risiko.
<strong><i>Gibt es eine Definition von CSR?</i></strong>
<strong>Riccardo Wagner:</strong> Die EU-Kommission hat ihre CSR-Definition Ende 2011 enger gefasst. Damit die Unternehmen ihrer Verantwortung in vollem Umfang gerecht werden, „sollten sie auf ein Verfahren zurückgreifen können, mit dem soziale, ökologische und ethische Belange sowie Menschenrechtsfragen in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern in die Betriebsführung und in ihre Kernstrategie integriert werden“.
<strong><i>Erwartet die Öffentlichkeit, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen?</i></strong>
<strong>Marcus Eichhorn:</strong> Nachhaltiger Konsum wächst, ist aber noch ein sehr kleiner Teil des Gesamtkonsums. Denn die Verbraucher achten aufs Geld. Wenn es teurer wird, sagen sie Nein. Es ist allerdings auch sehr viel verlangt, wenn ein Kunde sich bei jeder Kaufentscheidung fragen soll, ob er sozial verträglich und ökologisch sauber handelt. Das kann der Verbraucher nicht ohne weiteres leisten.
<strong>Riccardo Wagner:</strong> Hier liegt der Ball bei den Unternehmen, sie haben die Verantwortung. Sie spüren ein hohes Risiko, sobald sich ein Skandal abzeichnet. Wenn die Verbraucher nicht mehr sorgenfrei konsumieren können, reagieren sie mit Sanktionen.
<strong><i>Welche Risiken gehen Unternehmen ein, die auf CSR verzichten?</i></strong>
<strong>Riccardo Wagner:</strong> Wir haben noch nie von einem Unternehmen gehört, dass seine CSR-Strategie offensiv angegangen ist und nachher gesagt hat, es habe sich nicht gelohnt. Viele berichten von höherer Kunden- und Mitarbeiterbindung, Innovationen und einem besseren Fachkräfterecruiting.
<strong>Marcus Eichhorn:</strong> CSR-Strategien machen die Unternehmen fit für die Zukunft. Deshalb ist das Begleiten von CSR-Konzepten eine wichtige Aufgabe der Industrie- und Handelskammern.
<strong><i>Eine komplette Strategie verlangt den Unternehmen viel ab. Muss es gleich der ganzheitliche Ansatz sein?</i></strong>
<strong>Marcus Eichhorn:</strong> Nein. Doch wer den ersten Schritt nicht tut, kann nicht loslaufen.
<strong><i>Und wann ist derjenige, der losläuft, am Ziel?</i></strong>
<strong>Riccardo Wagner:</strong> Der gesellschaftliche Wandel bleibt nie stehen. Deshalb muss ein verantwortungsbewusster Unternehmer sich immer wieder neu überlegen, wie er im Spannungsfeld von Ökonomie, Ökologie und Sozialem entscheidet. Verantwortung endet nicht.
<link http://www.csr-rheinland.de>www.csr-rheinland.de</link> | Termine im Blog]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 10:34:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Die Kaffeerösterei Schmitz-Mertens feiert Jubiläum</title>
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			<subdescription>150 Jahre Röstkaffee aus Troisdorf-Spich</subdescription>
			<content:encoded><![CDATA[<img style="PADDING-RIGHT: 10px; FLOAT: left" src="uploads/RTEmagicC_kaffeesack.jpg.jpg" width="250" height="401" alt="" />Als Wilhelm Mertens im Jahr 1863 seinen Kolonialwarenladen gleich gegenüber der Kirche in Spich eröffnete, rösteten die meisten Hausfrauen ihre Kaffeebohnen noch selbst. Allerdings konnte das auf dem Kohleherd schnell schief gehen: Die Hitze ließ sich nicht gut regulieren, so manche Charge brannte an.
Also bot Wilhelm Mertens den Spicher Damen eine neue Dienstleistung an. Er stellte einen Kaffeeröster in seinen Laden und verkaufte geröstete Bohnen. Das Konzept kam so gut an, dass andere Kolonialwarenhändler bei ihm Röstkaffee bestellten. Der Grundstein für das Familienunternehmen Schmitz-Mertens &amp; Co. KG war gelegt.
Heute führt Wolfgang Schmitz-Mertens den Betrieb in fünfter Generation. Die Kaffeerösterei feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen.<br />Im Ortskern von Troisdorf-Spich hat sie schon lange keinen Platz mehr. 1912 begann Johann Schmitz, Schwiegersohn des Gründers, mit dem Bau der neuen Rösterei am Rande von Spich.
Noch heute arbeitet sein Urenkel Wolfgang am schweren Eichenschreibtisch von Johann Schmitz, die Verwaltungsräume der Rösterei haben den Charakter eines alten Kontors. Das Ensemble aus mehreren Gebäuden steht unter Denkmalschutz. In der Produktionshalle treffen sich Tradition und Moderne: „Wir arbeiten noch heute mit dem Chargen-Langzeit-Trommelröstverfahren, das es seit etwa 100 Jahren gibt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schmitz-Mertens. „Allerdings sind unsere Maschinen heute computergesteuert.“ Erst vor wenigen Monaten hat das Unternehmen angebaut, um Platz für eine neue Röstanlage zu schaffen.
<h3>Das beliebteste Getränk der Deutschen</h3>
Die Deutschen trinken durchschnittlich 149 Liter Kaffee pro Jahr. Damit ist der Kaffee ihr liebstes Getränk. Bis er aromatisch duftend aus der stilvollen Porzellantasse, dem Bürobecher oder der Thermoskanne getrunken wird, hat er eine lange Reise hinter sich.
Rund um den Erdball wachsen die Kaffeebohnen in tropischen und subtropischen Regionen, ob in Brasilien oder Mittelamerika, Äthiopien oder Kenia, Indien oder Indonesien. Kaffee schmeckt je nach Anbaugebiet und Röstverfahren ganz unterschiedlich, eine Wissenschaft für sich: „Ein sortenreiner Brasil ist getreidig-brotig. Er schmeckt mild. Ganz anders als der säurehaltige, fruchtige Kaffee aus Kenia mit seiner Zitrusnote“, erläutert Wolfgang Schmitz-Mertens. Ein Kaffeestrauch blüht dreimal im Jahr, so dass mehrmals im Jahr geerntet wird. In 60 oder 70 Kilo Säcken treffen die Bohnen in den Häfen von Bremen, Hamburg oder Antwerpen ein.
Auf dem Schreibtisch von Wolfgang Schmitz-Mertens liegt ein weißer Musterbeutel voller Kaffeebohnen, den ein Importeur geschickt hat. Der Geschäftsführer verkostet die Probe, um zu testen, ob der Geschmack sich seit der letzten Ernte verändert hat.
Ist er zufrieden, schließt er mit dem Importeur einen Kontrakt, der wiederum an der New Yorker Börse abgesichert wird. Dabei kauft er den Kaffee ein halbes bis ein Jahr im voraus. „Die Kaffeepreise schwanken sehr stark, vergleichbar mit den Benzinpreisen. Damit wir die täglichen Schwankungen nicht an unsere Kunden weitergeben müssen, kaufen wir im voraus zu einem Festpreis.“
<h3>Röstverfahren entscheidet über Qualität</h3>
Laut rauschen die Bohnen aus dem Sack, als einer der drei Lebensmitteltechniker des Unternehmens die Röstanlage neu befüllt. Ihr Silo hat zwölf Kammern und damit Platz für zwölf unterschiedliche Sorten Rohkaffee. Dieser Rohkaffee wird je nach Mischrezept automatisch entnommen und in die sich drehende Rösttrommel transportiert. Langsam steigt die Temperatur auf 200 Grad, je nach Kaffeesorte dauert das Rösten 12 bis 18 Minuten.
Die Dauer des Röstverfahrens entscheidet über die Qualität. „Je länger der Röstvorgang und je langsamer die Temperatur steigt, desto aromatischer werden die Bohnen. Die charakteristischen Eigenheiten der Herkunftsländer lassen sich herausschmecken“, erläutert Wolfgang Schmitz-Mertens. Zum Vergleich: Das Kurzzeitverfahren dauert bei bis zu 350 Grad nur zwei Minuten. Dieser relativ preiswert geröstete Kaffee geht zum großen Teil über Supermärkte an die Verbraucher.
<h3>Neue Märkte für den Kaffee</h3>
Die Kunden der Kaffeerösterei Schmitz-Mertens kommen vor allem aus der Gastronomie. „Restaurants, Cafés und Bäckereien bestellen bei uns den frisch gerösteten Kaffee. Wir liefern alle drei Wochen, denn obwohl Kaffee sehr lange haltbar ist, schmeckt er frisch am besten“, sagt Wolfgang Schmitz-Mertens. Im Rheinland sind die Fahrzeuge des eigenen Frischdienstes unterwegs. Darüber hinaus liefern Paketdienste die Packungen mit einer Füllmenge zwischen 50 und 1000 Gramm – je nach Kundenwunsch.
<h4><img style="PADDING-LEFT: 10px; FLOAT: right" src="uploads/RTEmagicC_kaffeemann.jpg.jpg" width="150" height="208" alt="" />Die Kaffeerösterei beschäftigt 17 Mitarbeiter. </h4>
Das Unternehmen bietet außerdem Kaffeeautomaten samt Finanzierungs- oder Leasingkonzept an. Das kann der Münzgeldautomat in der Tankstelle sein oder aber die Kaffeemaschine im Büro, um die sich Mitarbeiter während der Pause scharen.
Auch braune und weiße Trinkschokoladen sowie verschiedene Teemischungen gehören zum Sortiment. Hinzu kommen Zucker, Gebäck und Kaffeesahne.<br />Im Laufe der 150-jährigen Geschichte hat die Kundenstruktur sich sehr verändert. In einem roten Fotoalbum sammelt Wolfgang Schmitz-Mertens Bilder, Werbeanzeigen und Zeitungsausschnitte der vielen Jahre.<br />Schwarz-weiß Fotografien aus der Nachkriegszeit zeigen die Flotte der Lieferfahrzeuge, die den Kaffee zu den Lebensmittelhändlern brachten. Als die Supermärkte die kleinen Läden verdrängten, sattelte Schmitz-Mertens um. Die Gastronomie wuchs, ein neuer Markt entstand.
Und sollte eine Spicher Hausfrau heute die frisch gerösteten Bohnen der Nachfahren von Wilhelm Mertens wünschen, so reicht ein Blick ins Internet. Verschiedene Online-Shops bieten den Kaffee ebenfalls an.<br />Ursula Katthöfer, freie Journalistin, Bonn
<i>Die IHK Bonn/Rhein-Sieg gratuliert zum Jubiläum und wünscht weiterhin eine erfolgreiche geschäftliche Entwicklung.</i> ]]></content:encoded>
			
			<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 10:33:00 +0100</pubDate>
			
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