Mediation und Konfliktlotse

Mediation und mediative Techniken werden dort eingesetzt, wo Menschen bereit sind, eigenständig eine Lösung für ihre Probleme zu erarbeiten, denn Mediation erfüllt die Grundbedürfnisse der Menschen nach Selbstbestimmung, Eigenständigkeit und fairem Ausgleich.

Kreativ, konstruktiv und lösungsorientiert helfen die Konfliktlotsen und Mediatoren den Konfliktpartnern, schnell zum Kern des Konflikts vorzudringen.

Der Konfliktlotse spricht in der Regel mit nur einem Betroffenen. Als empathischer Zuhörer hilft er seinem Gegenüber bei den ersten Schritten aus dem Wirrwarr der Gefühle und Erlebnisse. Zunächst ist viel Raum für die Sichtweise des Betroffenen. Mit seinen Fragen hilft der Konfliktlotse in einem 2. Schritt, das Erlebte zu sortieren und einzuordnen. Über die gedankliche Einbeziehung der möglichen Anliegen weiterer Konfliktbeteiligter (3. Schritt, Bildung von Hypothesen) werden gemeinsam erste Lösungsideen entwickelt.
 
Beim Verein Mediation fördern e.V. kann jede Person, die sich in einem Konflikt befindet, kostenfrei ein solches 1. Lotsengespräch in Anspruch nehmen. Weitere Informationen finden Sie hierzu unter www.konfliktlotse-bonn.de oder www.mediation-foerdern.de.

In der Mediation besprechen die Konfliktbeteiligten in der Regel gemeinsam unter Anleitung des Mediators ihre Anliegen. Ziel der Mediation ist es, den Konflikt zügig und nachhaltig zu lösen. Der Mediator oder die Mediatorin sind speziell ausgebildet und allparteilich. In einem strukturierten Verfahren (4 Phasen) helfen sie, den Austausch zwischen den Parteien in Gang zu setzen und das wechselseitige Verständnis zu fördern. Es geht nicht darum, den Schuldigen an der Konfliktsituation zu finden, sondern  gemeinsam eine Lösung zu suchen, mit der alle Beteiligten dauerhaft leben können. Jeder arbeitet aktiv mit, alle Argumente, Meinungen und Sichtweisen bekommen Raum. Die Mediation ist für alle vertraulich: Die Mediatoren sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet, die Medianden vereinbaren in einem Arbeitsbündnis ihre Verhaltensregeln. Das gewährleistet eine gute Vertrauensbasis als Grundlage für die Mediation.

Die Ausbildungsberater und Schlichter der IHK Bonn/Rhein-Sieg sind mit dem Thema Mediation vertraut. Sie erhalten spezielle Fortbildungen, ebenso ehrenamtliche Ausbildungsberater

Nach Eingang eines Schlichtungsantrages durch den Auszubildenden oder den Betrieb wird auch der zuständige Ausbildungsberater informiert. Er entscheidet, ob ein Mediationsgespräch mit den Betreffenden noch möglich ist, oder ob eine Schlichtungsverhandlung durchgeführt werden soll. In der Schlichtungsverhandlung soll mit den Parteien eine außergerichtliche Lösung erreicht werden (Webcode @1004).

Geschulte Ausbildungsbegleiter (VerA SES) können den Auszubildenden individuell helfen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Die ehrenamtlichen Senior-Experten sind dabei als Konfliktlotsen tätig, bis der Ausbilder des Betriebes in die Lösung einsteigen möchte (Webcode @2455).

Weitere Informationen finden Sie unter www.mediation-foerdern.de oder www.forum-m-pilartz.de