Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG)

Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG)

Genug Arbeit, nur zu wenig Leute - der Mangel an Fachkräften bremst die deutsche Wirtschaft. 
Abhilfe soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffen, das am 1. März 2020 in Kraft tritt. Es vereinfachte die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten.

Mit dem geltenden Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird die Beschränkung auf „Mangelberufe“ aufgehoben und ausländischen, qualifizierten Fachkräften aus der Nicht-EU, eine geregelte Einwanderung und Beschäftigung in Deutschland ermöglicht.

Fachkräfte aus dem Ausland können in Zeiten des Fachkräftemangels ein Instrument zur Fachkräftesicherung sein und für Unternehmen neue Perspektiven für die Rekrutierung und Sicherung des Unternehmens darstellen.  Beruflich Qualifizierten  bietet das FEG die Chance einer Integration in den deutschen Arbeitsmarkt. Vor allem junge Menschen aus dem Ausland können von einer Ausbildung im Dualen System profitieren.

Die wichtigsten Regelungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz?

Aufenthalt zum Zweck der  Arbeitsplatzsuche

Fachkräfte mit Berufsausbildung

- maximal 6 Monate
- Sprachkenntnisse (in der Regel B1)
- durch das BMAS können Berufsgruppen ausgeschlossen werden.
- Diese Regelung gilt zunächst für 5 Jahre

Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit

bei voller Anerkennung der Berufsqualifikation

- ein konkretes Arbeitsplatzangebot liegt vor
- Sprachkenntnisse (in der Regel B1)
- eine Gleichwertigkeit der Qualifikation festgestellt wurde
- die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat
- ab Vollendung 45. Lebensjahr  gelten weitere gesonderte Regelungen
- Voraussetzungen für den Aufenthaltstitel

Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit
bei teilweiser Anerkennung der Berufsqualifikation

- ein konkretes Arbeitsplatzangebot liegt vor
- Sprachkenntnisse (in der Regel B1)
- eine teilweise Gleichwertigkeit der Qualifikation festgestellt wurde
- der Arbeitgeber sich verpflichtet, den von der zuständigen Stelle festgestellte/n Unterschied/e innerhalb kürzester Zeit auszugleichen.
- die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat
- ab Vollendung 45. Lebensjahr  gelten weitere gesonderte Regelungen
- Voraussetzungen für den Aufenthaltstitel

Sonderregelung: Arbeitsmarktzugang  für IT-Spezialisten

- ein konkretes Arbeitsplatzangebot liegt vor
- mindestens 3 Jahre Berufspraxis innerhalb der letzten sieben Jahre
- Mindesteinkommen ? 4.020,00 € brutto im Monat
- ­ Ausreichende Deutschkenntnisse (im Regelfall B1)

 Aufenthalt zum Zweck der Berufsausbildung

- unter 25 Jahre
- Besuch eines berufsbezogenen Deutschsprachkurses oder  Sprachkenntnisse (in der Regel B1), 
- der Lebensunterhalt gesichert ist (z.B. Übernahme Krankenversicherung, Kost oder Einrichtung eines Sperrkontos)
- Mindestausbildungsvergütung (Bafög + 10%) ? 1.021,00 Euro

Beschleunigtes Fachkräfteverfahren

Arbeitgeber können bei der zuständigen Ausländerbehörde - in Vollmacht des Ausländers – ein beschleunigtes Fachkräfteverfahren beantragen. Der Arbeitgeber hat bei diesem Verfahren Mitwirkungspflicht und haben die Kosten zu tragen.


Weitere Hilfestellung zum Thema finden Sie unter:

IHK Bonn/Rhein-Sieg - Gleichstellung und Anerkennung ausländischer Bildungsnachweise

https://www.ihk-bonn.de/berufsbildung-und-fachkraeftesicherung/anerkennung-von-berufsabschluessen.html

Information des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2018/fachkraefteeinwanderungsgesetz.html

Bundesanzeiger Gesetzestext
https://www.bgbl.de/ 

Stadt Bonn – Ausländeramt - Aufenthaltstitel
https://www.bonn.de/vv/produkte/Aufenthaltstitel.php

Unterstützung für Unternehmen
https://www.unternehmen-berufsanerkennung.de/

Portal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland
www.make-it-in-germany.com/de/visum/arten/arbeiten/fachkraefteeinwanderungsgesetz/

Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge
https://www.ahk.de/https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/

IHK Foreign Skills Approval (IHK FOSA) - bundesweites Kompetenzzentrum deutscher Industrie- und Handelskammern zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse
www.ihk-fosa.de

Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen
www.anerkennung-in-deutschland.de

Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen des Bundesministeriums Wirtschaft und Energie
www.bq-portal.de

Kultusminister Konferenz - Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (Schulabschlüsse, Studium, Ausbildung)
www.anabin.kmk.org

Netzwerk "Integration durch Qualifizierung (IQ)"
www.netzwerk-iq.de


Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb)  - Zuschuss bei Anerkennung und Teilqualifizierung
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1275.html 

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen - Weiterbildungsberatung
https://www.weiterbildungsberatung.nrw/themen/anerkennung-auslaendischer-qualifikationen/reglementierte-berufe