IHK-Wahl 2011

54.000 Unternehmen werden zur Wahl aufgerufen

11.02.2011

Dieses Jahr ist es wieder so weit: Rund 54.000 IHK-zugehörige Unternehmen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wählen in freier, gleicher und geheimer Wahl ihre Vollversammlung. 57 Plätze sind dabei zu vergeben. Die Wahl findet per Brief vom 12. bis 25. September 2011 statt. Die IHK repräsentiert als Selbstverwaltungsorganisation der Wirtschaft die Unternehmen aus Handel, Dienstleistung und Industrie. Sie übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts auch Aufgaben des Staates, z. B. im Ausbildungsbereich. Die IHK vertritt – anders als Interessenvertretungen und Verbände – das Gesamtinteresse der Wirtschaft. Das setzt die Pflicht-Mitgliedschaft aller Unternehmen voraus, nur so ist ihre Unabhängigkeit gewährleistet.

Alle IHK-Mitglieder - unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Beitragsaufkommen - haben die gleichen Rechte und Pflichten. Die IHK ist als „Haus der Wirtschaft“ zu Objektivität und Neutralität verpflichtet. Die IHK-Unternehmen wählen aus ihren Reihen alle fünf Jahre die Vollversammlung – das „Parlament der Wirtschaft“. Aus der Mitte der gewählten Vollversammlung werden der Präsident/die Präsidentin und sieben Vizepräsidenten/innen gewählt. Die Vollversammlung ist das oberste Beschluss- und Entscheidungsorgan der IHK, sie wählt auch den Hauptgeschäftsführer. Präsident(in) und Hauptgeschäftsführer vertreten nach außen die IHK. Die Vollversammlung spiegelt durch die Wahl in sogenannten Wahlgruppen die Branchen und die Wirtschaftsstruktur des Kammerbezirks wider. Die Mitgliedsunternehmen verwalten ihre Angelegenheiten auf diese Weise selbst (Selbstverwaltungsorganisation IHK).

Wie ist die Vollversammlung zusammengesetzt?

Die Vollversammlung soll die Wirtschaftsstruktur des gesamten IHK-Bezirks widerspiegeln. Deshalb wird vor jeder Vollversammlungswahl geprüft, wie sich die Gewichtung der Branchen verändert hat und ob infolge dessen die Sitzverteilung noch stimmig ist. Die Sitzverteilung orientiert sich an der Zahl der IHK-Unternehmen, den Gewerbeerträgen und den Beschäftigtenzahlen pro Branche. Folgende Sitzverteilung wird der neuen Vollversammlung zugrunde liegen:

Was macht die Vollversammlung?

Die Vollversammlung bestimmt die Richtlinien der IHK-Arbeit und beschließt über alle Angelegenheiten, die für die kammerzugehörige gewerbliche Wirtschaft oder die Arbeit der IHK von grundsätzlicher Bedeutung sind. Sie diskutiert und erarbeitet Leitlinien für Projekte in der Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung. Der ausschließlichen Beschlussfassung durch die Vollversammlung unterliegen außer den ihr durch Gesetz vorbehaltenen Aufgaben:

  • die Bildung von Ausschüssen mit Ausnahme des Berufsbildungsausschusses;
  • die Errichtung von Außenstellen;
  • die Errichtung von Schiedsgerichten
  • und Einigungsstellen;
  • der Erlass von Vorschriften über die
  • öffentliche Bestellung und Vereidigung
  • von Sachverständigen;
  • der Erlass einer Geschäftsordnung;
  • die Wahl der Rechnungsprüfer;
  • das Finanzstatut;
  • die Wirtschaftssatzung, in der der Wirtschaftsplan festgestellt und der Maßstab für die Beiträge und Sonderbeiträge festgesetzt werden.

Die Vollversammlung wird vom Präsidenten nach Bedarf, mindestens jedoch dreimal jährlich zu einer ordentlichen Sitzung einberufen. Sie tagt öffentlich.