Konjunkturumfrage der IHK Bonn/Rhein-Sieg zum Frühsommer 2011

Wirtschaft erreicht Spitzenwerte - Boom setzt sich fort

10.05.2011

Die wirtschaftliche Lage im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg setzt ihren Höhenflug zum Frühsommer 2011 fort. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der sich aus den Beurteilungen der Unternehmen bezüglich ihrer gegenwärtigen Geschäftslage und ihren Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung zusammensetzt,  konnte seinen bisherigen Spitzenwert von 123,8 Punkten aus der Umfrage zu Jahresbeginn wieder überschreiten und liegt jetzt bei 131,3 Punkten. Seit der Konjunkturkrise im Sommer 2009 ist der Klimaindex um knapp 60 Punkte angestiegen. Zum sechsten Mal in Folge beurteilen die Unternehmen die Wirtschaftslage besser als in der jeweiligen Vorumfrage.

Die Betriebe knüpfen wieder an das Boomjahr 2007 an. Das konjunkturelle Hoch ist sowohl im Exportgeschäft, als auch in der Binnenwirtschaft angekommen. Ausschlaggebend für die gute Stimmung sind die starke Nachfrage aus dem Ausland, die gute Arbeitsmarktlage aber auch die ungebrochene Kaufkraft und das starke Vertrauen in die Wirtschaft. Dies ist über alle Branchen hinweg zu spüren. 

Spitzenwerte in allen Branchen


Alle Branchen setzen in der Umfrage zum Frühsommer 2011 ihr konjunkturelles Hoch fort. Die Schuldenkrise einiger EU-Staaten sowie die Katastrophe in Japan scheinen keine Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft zu haben. Insbesondere der Arbeitsmarkt zeigt sich auch weiterhin robust. Alle Branchen verbessern erneut ihre Lage und Zukunftsbeurteilungen im Vergleich zur Vorumfrage. Erstmalig holen die Industriebetriebe die Dienstleister ein. Der Klimaindex in der Industrie liegt bei 139,9 Punkten, in der Vorumfrage waren es noch 130,5 Punkte. Die Dienstleister folgen knapp danach mit 136,0 Punkten, ausgehend von einem Wert von 133,9 Punkten zu Jahresbeginn. Seit Erhebung der Konjunkturumfrage haben die Industriellen ihren besten Wert erreicht.

Auch das Gastgewerbe holt deutlich auf und steht den anderen Branchen in seinen Beurteilungen kaum nach. Unterteilt man das Gastgewerbe in Gastronomie und Hotellerie so zeigt sich, dass die Hoteliers mit 134,6 Punkten einen höheren Klimaindex als die Gastronomen erreichen. Die Gastronomie belegt 107,0 Punkte. Dennoch ist es erfreulich, dass die Gastronomie auch den Sprung über die 100er Schwelle geschafft hat. Dies bedeutet, dass es mehr positive als negative Stimmen unter den Gastronomen gibt.

Der Handel bleibt in einer guten Wettbewerbsposition. Die gute Kauflaune der Verbraucher stärkt dem Handel auch weiterhin den Rücken. Der Klimaindex steigt von 122,1 Punkten auf 128,5 Punkte.

Carina Nillies