Stark für den Aufschwung

Konjunkturerholung und Kurzarbeiterregelung stabilisieren den Arbeitsmarkt

13.04.2010

Das Jahr 2009 ist für viele das Jahr der Krise geworden: Auftragseinbrüche, rückläufige Umsätze und Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt. Hinzu kommt ein Einbruch der weltwirtschaftlichen Konjunktur. All dies hat bei einigen Unternehmen zu Liquiditätsengpässen geführt. Auch heute sind die Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sicherlich weiter spürbar, in Bonn/Rhein-Sieg wie überall. Aber die Konjunktur erholt sich - langsam, aber stetig. Die Wirtschaft wächst wieder und bei einer langsam anziehenden weltweiten Konjunktur wird auch die regionale Wirtschaft angekurbelt. Erste deutliche Anzeichen zeigen sich im Exportgeschäft und der steigenden Nachfrage.

Marita Schmickler-Herriger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg.

Noch federt das Kurzarbeitergeld die kritische Wirtschaftsentwicklung ab. Aber erste Meldungen einer Konjunkturerholung stimmen mich hoffnungsvoll.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Die Unternehmen versuchen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihr Personal zu halten. Die Kurzarbeit hat erheblich dazu beigetragen, Entlassungen zu vermeiden und die Stammbelegschaften über das Konjunkturtal hinweg zu halten. Wichtig für die Region, da sonst Fachkräftemangel im kommenden Aufschwung droht. Inzwischen sind die Kurzarbeiteranzeigen wieder rückläufig. Insbesondere die Industrie hat das Instrument der Kurzarbeit in Anspruch genommen, die Dienstleister und der Handel waren weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen und kamen deshalb ohne Kurzarbeit aus.

Im Vergleich zu anderen Regionen ist die Arbeitslosenquote in Bonn/Rhein-Sieg relativ gering. Der hohe Anteil an Hochschulabsolventen unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (23 Prozent) zeigt, dass die Unternehmen Fachkräfte brauchen und auch in schwierigen Zeiten nicht entlassen. Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital für Unternehmen. Das weiß auch die Firma itemis zu schätzen, die das Gütesiegel „Top Job“ verliehen bekommen hat. „Die Mitarbeiter bei itemis sind kein „Kapital“ sondern „Vermögen“, also weit mehr als eine Ressource im betriebswirtschaftlichen Sinn“, weiß Anja Kiefer-Kaufmann, Personalmanagerin itemis AG.