Verlängerung des Förderprogramms "Betrieblich unterstütze Kinderbetreuung"

Kinderbetreuung lohnt sich für Unternehmen und Mitarbeiter

10.05.2010

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen. Gerade in Zeiten absehbaren Fachkräftemangels ist es deshalb zunehmend wichtig, solche Fachkräfte zu halten. Doch wie können Erfahrungswissen und Know-how erhalten werden, wenn Fachkräfte wegen der Erziehung eines Kindes eine Auszeit nehmen? Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dann der entscheidende Ansatz, um gute Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden. Gute Arbeitsmöglichkeiten für Eltern – sie sichern die Einkommen von Familien und verbessern die berufliche Chancengerechtigkeit für Mütter und Väter. Aber auch die Unternehmen profitieren nachweislich von den Vorteilen einer familienbewussten Arbeitswelt: Beschäftigte, die bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt werden, kehren früher aus der Elternzeit zurück, fehlen seltener, sind weniger stressbelastet und arbeiten motivierter. Hinzu kommen Wettbewerbsvorteile durch eine höhere Arbeitgeberattraktivität. Deshalb gehören z.B. individuell geplante  Arbeitszeiten, praktische Lösungsansätze für den Fall der Erkrankung eines Kindes, vor allem aber auch ein gutes Betreuungsangebot gerade auch für die Unterdreijährigen auf die Agenda moderner, familienfreundlicher Arbeitgeber.

Finanzielle Förderung durch den Bund

Umfragen haben ergeben, dass viele Unternehmen Interesse daran haben, ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung zu unterstützen, ihnen aber der entscheidende Anreiz fehlt, ihre Überlegungen in die Tat umzusetzen. Mit dem Programm zur „Betrieblichen unterstützten Kinderbetreuung“ fördert das Bundesfamilienministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bundesweit die Einrichtung von neuen, betrieblich unterstützten Kinderbetreuungsplätzen.

Elisabeth Winkelmeier-Becker, geboren in Troisdorf, ist seit 2005 Mitglied des Bundestages (Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I) und dort unter anderem im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend tätig.

Das im Februar 2008 gestartete Förderprogramm wurde zum Ende des Jahres 2009 um ein weiteres Jahr verlängert. Unternehmen haben nun bis Ende 2010 die Gelegenheit, einen Antrag auf Förderung zu stellen. Die Förderung wird für zwei Jahre als Zuschuss für die anfallenden Betriebskosten gezahlt. Somit werden Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gezielt dabei unterstützt, neue Betreuungsplätze für unter dreijährige Mitarbeiterkinder zu schaffen.

Das Förderprogramm „Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung“ richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen mit Sitz in Deutschland. Neben Wirtschaftsunternehmen können auch Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen und privaten Rechts an dem Programm teilnehmen. Die Unternehmen, die je nach Größe auch miteinander kooperieren dürfen, können entscheiden, ob sie selbst Träger der Betreuungseinrichtung sind, oder ob sie mit einem öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblich freien Träger zusammen arbeiten möchten.
Ich würde mich freuen, wenn viele Unternehmen in der Region Bonn /Rhein-Sieg-Kreis dieses Förderangebot zur Schaffung neuer Betreuungsplätze aufgreifen und sich in besonderer Weise an der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben beteiligen.

Elisabeth Winkelmeier-Becker