Wichtige Steueränderungen 2020

Service Recht und Steuern

17.12.2019

Jedes Jahr aufs Neue bringt der kommende Jahreswechsel wieder zahlreiche steuerrechtliche Änderungen mit sich. Hier finden Sie eine Auswahl der wichtigen Steueränderungen, die 2020 zu beachten sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

§    Job-Ticket: Gewährt der Arbeitgeber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Zuschuss für Kosten, die diesen für Fahrten zwischen ihrer Wohnung und der ersten Arbeitsstätte entstehen, ist dies vom Arbeitgeber pauschal mit 25 Prozent zu besteuern. Diese Regelung gilt für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und umfasst private Fahrten gleichermaßen. Auf die Entfernungspauschale angerechnet werden die pauschal besteuerten Zuschüsse jedoch nicht.

§    Verpflegungsmehraufwendungen: Die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer beruflich bedingten Auswärtstätigkeit sowie im Rahmen einer doppelten Haushalts-führung werden angehoben. Bei von 24 Stunden steigen sie auf 28 Euro. Für An- und Abreisetage sowie bei einer Abwesenheit ohne Übernachtung, die länger als acht Stunden dauert beträgt die Pauschale künftig 14 Euro. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte beschäftigt ist.

§    Elektrofahrzeuge als Dienstwagen und Elektrolieferwagen: Verlängert wird die geltende Regelung, nach der sich der geldwerte Vorteil für angeschaffte Elektrofahrzeuge vom halben auf volle hundert Euro ab-gerundeten Brutto-Listenneupreis berechnet. Die Verlängerung betrifft extern aufladbare Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die bis einschließlich 31.12.2030 angeschafft oder geleast werden und eine festgelegte Mindestreichweite haben.

Ebenfalls verlängert wurde die hälftige Berücksichtigung der Anschaffungsaufwendungen für entsprechende Fahrzeuge. Laden Arbeitnehmer ihre Elektrofahrzeuge auf dem Gelände des Arbeit-gebers, bleibt auch dieser geldwerte Vorteil bis zum Lohnzahlungszeitraum 2030 steuerfrei. Unternehmen, die sich neue Elektrolieferfahrzeuge zulegen, können im Jahr der Anschaffung zusätzlich zur Absetzung für Abnutzung eine Sonderabschreibung der Anschaffungs-kosten in Höhe von 50 Prozent nutzen. Dies gilt für alle Lieferfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von höchstens 7,5 Tonnen, die nach dem 31.12.2019 angeschafft werden und die ausschließlich über Elektroantrieb verfügen.

§    Weiterbildung durch den Arbeitgeber: Weiterbildungsmaßnahmen des Arbeitgebers sind künftig steuerbefreit. Darunter fallen auch Maßnahmen, die nicht konkret auf einen Arbeitsplatz bezogen sind, sondern Job-Ticket: Gewährt der Arbeitgeber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Zuschuss für Kosten, die diesen für Fahrten zwischen ihrer Wohnung und der ersten Arbeitsstätte entstehen, ist dies vom Arbeitgeber pauschal mit 25 Prozent zu besteuern. Diese Regelung gilt für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und umfasst private Fahrten gleichermaßen. Auf die Entfernungspauschale angerechnet werden die pauschal besteuerten Zuschüsse jedoch nicht.

§    Verpflegungsmehraufwendungen: Die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer beruflich bedingten Auswärtstätigkeit sowie im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung werden angehoben. Bei von 24 Stunden steigen sie auf 28 Euro. Für An- und Abreisetage sowie bei einer Abwesenheit ohne Übernachtung, die länger als acht Stunden dauert beträgt die Pauschale künftig 14 Euro. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer außerhalb seiner Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte beschäftigt ist.

§    Elektrofahrzeuge als Dienstwagen und Elektrolieferwagen: Verlängert wird die geltende Regelung, nach der sich der geldwerte Vorteil für angeschaffte Elektrofahrzeuge vom halben auf volle hundert Euro ab-gerundeten Brutto-Listenneupreis berechnet. Die Verlängerung betrifft extern aufladbare Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die bis einschließlich 31.12.2030 angeschafft oder geleast werden und eine festgelegte Mindestreichweite haben.

Ebenfalls verlängert wurde die hälftige Berücksichtigung der Anschaffungsaufwendungen für entsprechende Fahrzeuge. Laden Arbeitnehmer ihre Elektrofahrzeuge auf dem Gelände des Arbeit-gebers, bleibt auch dieser geldwerte Vorteil bis zum Lohnzahlungszeitraum 2030 steuerfrei. 

Unternehmen, die sich neue Elektrolieferfahrzeuge zulegen, können im Jahr der Anschaffung zusätzlich zur Absetzung für Abnutzung eine Sonderabschreibung der Anschaffungskosten in Höhe von 50 Prozent nutzen. Dies gilt für alle Lieferfahrzeuge mit einer Gesamtmasse von höchstens 7,5 Tonnen, die nach dem 31.12.2019 angeschafft werden und die ausschließlich über Elektroantrieb verfügen.

§    Weiterbildung durch den Arbeitgeber: Weiterbildungsmaßnahmen des Arbeitgebers sind künftig steuerbefreit. Darunter fallen auch Maßnahmen, die nicht konkret auf einen Arbeitsplatz bezogen sind, sondern allgemein die Kompetenzen und die Beschäftigungsfähigkeit des Arbeitnehmers erweitern. Dies umfasst zum Beispiel Sprachkurse oder IT-Fortbildungen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Leistungen des Arbeitgebers keinen überwiegenden Belohnungscharakter haben.

§    Neue Sachbezugswerte für 2020: Nach dem Nach dem vorliegenden Referentenentwurf sollen im kommenden Jahr folgende Sachbezugswerte gelten: Der Monatswert für Verpflegung beträgt dann 258 Euro. Für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten sind für ein Frühstück 1,80 Euro, für ein Mittag- oder Abendessen 3,40 Euro anzusetzen. Der Monatswert für Unterkunft und Miete wird auf 235 Euro festgelegt.

§    Mitarbeiterwohnung: Mit dieser Regelung reagiert der Gesetzgeber auf den knapper und immer teurer werdenden Wohnraum vor allem in Ballungsgebieten. Ab 2020 wird daher ein Bewertungsabschlag für Mitarbeiterwohnungen eingeführt, nach dem der Sachbezugsansatz für eine dem Mitarbeiter überlassene Wohnung entfällt. Davon profitieren können alle, die nach Einrechnung der Nebenkosten mindestens zwei Drittel der ortsüblichen Vergleichsmiete zahlen. Die Kaltmiete darf dabei den Betrag von 20 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen.

§    Crowdlending: Der Abzug von Kapitalertragsteuern soll künftig auch neue Anlageformen umfassen. Dies gilt zum Beispiel für erhaltene Zinsen aus Crowdlending-Projekten. Verantwortlich für die Auszahlung soll dabei der inländische Betreiber oder eine inländische Zweigniederlassung eines ausländischen Betreibers einer entsprechenden Internet-Dienstleistungsplattform sein.

§    Innergemeinschaftliche Lieferungen: Verschärft werden die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit bei innergemeinschaftlichen Lieferungen. Kommt der liefernde Unternehmer seiner Verpflichtung über eine zusammenfassende Meldung nicht oder nicht korrekt nach, kann die Steuerfreiheit abgelehnt werden. Falsche oder unvollständige Meldungen sind innerhalb eines Monats zu berichtigen.

Martina Schäfer, FINIS Kommunikation Detlev Langer, IHK Bonn/Rhein-Sieg