Beethoven mit allen Sinnen

Ideenmarkt-Spezial zum Beethoven-Jahr

12.02.2020

Ideenmarkt spezial: "Beethoven mit allen Sinnen"Viele Besucher, 37 Aussteller, vier Ludwigs aus Plastik und zwei aus Fleisch und Blut trafen sich am 4. Februar im Volksbank-Haus zum „Ideenmarkt spezial: Best of Beethoven - Beethoven mit allen Sinnen“ in Bonn. Der bedeutete, Es gab Produkte rund um den Ausnahmekomponisten -  zum Anfassen, zum Schmecken, als besonderes Geschenk oder Erinnerungsstücke zu seiner Geburtsstadt. Außerdem wurden spezielle Dienstleistungspakete, Veranstaltungsformate oder Sonderprojekte rund um das Jubiläum vorgestellt. Organisiert wurde der Ideenmarkt von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Volksbank Köln Bonn eG und der Synergie Vertriebsdienstleistung.
Best of Beethoven: Impressionen vom Ideenmarkt (© Jo Hempel)Alexander Mehnert schreit gequält auf: „Eine Mozartkugel? Was ist das?“ Dann grinst er wieder und reicht der Besucherin einen Beethovenwürfel. Mehnert ist Geschäftsführer der Confiserie Coppeneur. Sein Kollege, der Konditor Oliver Coppeneur, hat den Beethovenwürfel erfunden: Eine Praline aus Nougat, Marzipan, Fruchtgelee und Schokolade. „Vielschichtig wie Beethoven“, erklärt Mehnert. „Wie ein Dominostein?“, fragt die Besucherin. Mehnert mimt Entsetzen über den Vergleich, dann müssen beide lachen und er schenkt seiner Standkundin noch einen Würfel (der tatsächlich anders zusammengesetzt ist als ein Dominostein).

Best of Beethoven: Schmuckkollektion (© Jo Hempel)Zwei Tische weiter präsentieren die Künstlerinnen des Ateliers „Weiße Gärten“ ihre von Beethovens Frauen inspirierte Schmuckkollektion und diskutieren mit Beethoven-Haus-Direktor Malte Böcker über die Identität der „unsterblichen Geliebten“, an die der Komponist seinen berühmten Liebesbrief schrieb.

Und in der Mitte des Raumes stellen Projektservice Schwan und die katholische Don Bosco Mission Bonn ihr Projekt „Beethoven Moves“ vor, das Jugendliche aus Deutschland und Kolumbien, Soziale Jugendarbeit und klassische Musik, Beethoven und Breakdance zusammen bringt.

Gegensätze treffen hier aufeinander

Aussteller und Gäste teilen die Begeisterung für ihre Ideen, es herrscht ein reger Austausch. „Ich habe das Gefühl, dass bei der Bevölkerung angekommen ist, was für ein Potenzial im Thema Beethoven steckt“, sagte Volksbankvorstand Jürgen Pütz in seinen Eröffnungsworten.

Best of Beethoven:„Beethoven EuroSouvenir“(© Jo Hempel)Recht hat er mindestens im Fall von Juliane Braun, Joze Ramezani und David Meißner. Die drei sind weder Künstler noch Kreativagentur, Braun ist operations-technische Angestellte, Ramezani handelt mit Reis und Datteln, Meißner arbeitet bei einem Autohaus. Trotzdem haben sie sich zusammen getan, um ihre Idee für das Beethoven-Jahr umzusetzen: Unter dem Namen „Beethoven EuroSouvenir“ lassen sie Banknoten mit dem bekannten Beethoven-Portrait drucken. Das Geld ist echt, jeder Schein hat eine Seriennummer, Wasserzeichen, Mikroschrift, Hologramm, Sicherheitsfaden – und den Nennwert von Null. Sammler, Fans, Touristen können den Null-Euro-Schein im Beethoven-Haus oder über die Website von Beethoven EuroSouvenir für knapp vier Euro kaufen.

Im Supermarkt kommt man damit nicht weit, auf dem Ideenmarkt hingegen reichen Null Euro, um sich in ein besonderes Hobby Beethovens zu vertiefen: Gleich drei Stände  haben dem Komponisten einen Wein gewidmet. Der Designer Soheyl Nassary lädt mit seinem „RSLNGG inspired by Ludwig van“ zum Probieren ein, das Weingut Pieper präsentiert seinen Beethoven-Riesling von den Steillagen des Drachenfels. Als um 17 Uhr zur Verkostung eingeladen wird, bildet sich auch eine lange Schlange vor dem Stand der Hausbrauerei Ennert-Bräu, die seit 20 Jahren Wein und Bier unter dem Namen des großen Lud-wig herstellt und zum Jubiläum ein spezielles Rotbier aus vier Malzsorten mitgebracht hat.

Aber auch mit dem besten Bier ist keine Geburtstagsfeier vollständig ohne das Geburtstagskind. Ludwig selbst war gleich doppelt zu Gast, als Vertreter von StattReisen Bonn und als Angebot des Unternehmenstheaters Faust Drei: Unternehmen in Bonn und Umgebung können das ganze Jahr über Beethoven höchstpersönlich für ihre Veranstaltungen buchen.

Victoria Thiele, freie Journalistin, Bonn