Technik und Naturwissenschaften an Schulen

TuWaS!

10.03.2011

Im Schulterschluss von Wissenschaft und Wirtschaft bringt „TuWaS!“ nämlich nicht nur naturwissenschaftliche Inhalte in den Sachkundeunterricht der Grundschulen, sondern auch die Idee des „untersuchenden Lernens“. Dabei steht für die SchülerInnen nicht das Büffeln, sondern das Begreifen im Mittelpunkt. In diesem Konzept sieht auch die Europäische Union eine Möglichkeit wieder mehr junge Menschen für Naturwissenschaften zu interessieren und hat darum das Förderprogramm Fibonacci aufgelegt, an dem ausgewählte TuWaS!-Grundschulen aus der Bonner Raum teilnehmen. TuWaS! basiert auf Laborkisten, die jeweils ein Thema als aufbauende Unterrichtsreihe behandeln.

Mit der Laborkiste „Elektrische Stromkreise“ bauen die Kinder beispielsweise einfache elektrische Stromkreise. Sie untersuchen, wie eine Glühlampe aufgebaut ist und testen welche Stoffe leiten und welche nicht. Die Kinder ermitteln experimentell den Unterschied zwischen Reihen- und Parallelschaltung. Weiterhin befassen sie sich mit der Funktion von Schaltern und Dioden. Sie lernen Schaltpläne zu lesen und zu zeichnen und bauen eine Taschenlampe. Schließlich verkabeln sie ein Puppenhaus nach den von ihnen angefertigten Plänen.

Wichtiger Baustein von TuWaS! ist die starke Einbindung der LehrerInnen. In ganztägigen Fortbildungen werden alle Experimente praktisch durchgeführt, welche die Schüler später selbst machen. Die praxisorientierte Fortbildung konnte bisher rund 200 LeherInnen die häufig vorhandene Unsicherheit bei der Unterrichtung naturwissenschaftlicher und technischer Themen nehmen.

Der wirtschaftsnahe Unterricht muss verbessert werden.

„Aus Sicht der Wirtschaft muss der Unterricht in Naturwissenschaften und Mathematik deutlich verbessert werden. Wenn es nicht gelingt mehr junge Menschen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu interessieren, wird darunter langfristig das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft leiden. Aber auch aus gesellschaftspolitischer Sicht sind MINT-Fächer zentral: Ob Klima oder Wasserversorgung, Gesundheit oder Energie: Die Gefahr wird größer, dass Menschen angesichts komplexer Themen ihre Umwelt nicht mehr verstehen und dafür als Bürger und Wähler keine Verantwortung übernehmen.“ so Fabian Göttlich, Projektleiter bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg.

Trotz der EU-Förderung ist es leider noch nicht möglich TuWaS! an den Grundschulen kostenfrei durchzuführen. TuWaS! bietet Unternehmen die Chance ganz konkret an „ihrer“ örtlichen Grundschule Technikbegeisterung zu wecken. Die Kosten für ein Schuljahr TuWaS! belaufen sich auf 2.000 Euro und können auch von mehreren Sponsoren gemeinschaftlich getragen werden. Interessierte Unternehmen, die sich an diesem Projekt beteiligen möchten, wenden sich bitte an untenstehenden Ansprechpartner.

Fabian Göttlich