Digitalisierung in Unternehmen

BMWi Förderprogramms für KMUs - Digital jetzt

Digital jetzt ist ein Förderprogramm des BMWi, das Investitionen in digitale Technologien (Hard- und Software) sowie Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter für KMU mit bis zu 499 Mitarbeitern fördert. Als Projektträger wurde das DLR ausgewählt. Anträge können seit dem 07.09.2020 beim Projektträger gestellt werden.

Das neue Investitionszuschussprogramm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ unterstützt KMU und Handwerksbetriebe mit 3 bis 499 Mitarbeitern in zwei Modulen.

Um künftig noch mehr KMU bei der Digitalisierung zu unterstützen, werden die Fördermittel für „Digital Jetzt“ deutlich erhöht, allein im Jahr 2021 von 57 auf 114 Mio. Euro.  Das Förderprogramm setzt Anreize zur Investition in digitale Technologien und die Qualifizierung von Beschäftigen.  Die Förderung wird bisher hauptsächlich von Unternehmen mit 3 bis 50 Beschäftigten in Anspruch genommen.

Zur Digitalisierungsförderung für den Mittelstand sind zudem folgende Informationen bekannt:

  • Seit dem Start von „Digital Jetzt“ im September 2020 sind über 1.650 Anträge im Förderportal (http://www.digitaljetzt-portal.de/) beim DLR Projektträger
    eingegangen. Diese haben ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 163 Mio. Euro. 
  • Über 1.100 der Anträge sind final geprüft und bearbeitet worden. Hierbei wurden den Unternehmen insgesamt circa 39 Mio. Euro an Förderung bewilligt. Bei den bewilligten Anträgen beträgt die durchschnittliche Fördersumme rund 39.000 Euro, bei einer durchschnittlichen Förderquote von 51 Prozent.
  • Knapp ein Drittel der eingereichten Anträge entfällt auf Unternehmen mit einer Unternehmensgröße von 3 bis 10 Mitarbeitende (29 Prozent). Bei Unternehmen mit einer Unternehmensgröße von 11 bis 50 Mitarbeitenden sind es 44 Prozent. 
  • Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach Umsetzung des Projektes durch die Antragstellerin oder den Antragsteller. Die überwiegende Zahl der bewilligten Projekte befindet sich noch in der Umsetzungsphase. Die bereits beim Projektträger eingegangenen Verwendungsnachweise werden zurzeit geprüft.
  • Die häufigsten Investitionsvorhaben, für die im Fördermodul 1 „Investition in digitale Technologien“ eine Förderung beantragt wird, sind: Prozess- und Management-Softwaresysteme (36 Prozent), Hardware, Anlagen und digitale Infrastruktur (22 Prozent), digitales Geschäftsmodell & digitale Produkte/Dienstleistungen (15 Prozent), IT-Sicherheit (14 Prozent), Branchenspezifische Softwaresysteme zur
    Produkt-/Dienstleistungserbringung (7 Prozent), Digitales Arbeiten (6 Prozent).
  • Die häufigsten Qualifikationen, für die im Fördermodul 2 "Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden" ein Förderung beantrag wird, sind: IT-Sicherheit & Datenschutz, digitale Transformation/Digitalisierungsstrategie, digitales Arbeiten (Kollaboration etc.), Prozessoptimierung (ERP, WWS, CRM, DMS etc.), digitales Geschäftsmodell/digitale Produkte & Services und digitale Basiskompetenzen. - Stand 26.05.2021

„Digital Jetzt“ wird deutlich aufgestockt : Fast 250 Millionen Euro zusätzlich

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stockt sein Investitionszuschussprogramm „Digital Jetzt“ deutlich auf: Im laufenden Jahr verdoppelt sich das Budget von 57 Millionen Euro auf 114 Millionen Euro. Um künftig noch mehr kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen, werden die Fördermittel um knapp 250 Millionen Euro bis 2024 ausgeweitet. Noch in diesem Jahr können so deutlich mehr Unternehmen von einer Förderung profitieren, um in digitale Technologien und digitale Kompetenzen ihrer Beschäftigten zu investieren.

Die Förderhöhe pro Unternehmen kann bis zu 50.000 Euro betragen. Durchschnittlich werden gut 50 Prozent der Projektkosten durch die Förderung erstattet. Die Fördermittel werden ausgezahlt, wenn das Vorhaben erfolgreich umgesetzt wurde und die notwendigen Mittelnachweise – zum Beispiel für den Kauf einer Software oder den Lehrgang für Beschäftigte – vorgelegt werden.

Antragsverfahren

Die verfügbaren Kontingente für die Antragstellung werden seit Januar 2021 in monatlich durchgeführten, softwaregestützten Losverfahren vergeben.

Zur Teilnahme an der monatlichen Ziehung melden sich Interessenten als registrierte Antragstellerinnen und Antragsteller im Förderportal für Digital Jetzt an und füllen das Formular unter „Losverfahren“ aus.

Die Ziehung erfolgt jeweils am 15. eines Monats. Die aktive Bestätigung, dass der Antragsteller am Losverfahren für das nächste monatliche Kontingent teilnehmen möchten, ist für jeden Ziehungszeitpunkt erneut notwendig.
Quellen: BMWi

Stand 04.08.2021

Weitere Informationen zu den Rahmenbedigungen und Förderrichtlinien sowie alle zur Verfügung stehenden Berater in der IHK Bonn/Rhein-Sieg finden Sie auf dieser Seite


Förderprogramm go Digital

Unsere Welt wird zunehmend digitaler. Viele Unternehmensprozesse werden heute durch die Digitalisierung beeinflusst und Kunden, Zulieferer und Partner stellen Anforderungen bzgl. Digitalisierung an die Unternehmen. Die Corona Krise hat diesen Prozess in den letzten Wochen wie unter einem Brennglas noch einmal erheblich beschleunigt.

  • Wie kann man Dienstleistungen und Unternehmensprozesse effizient gestalten und digital abbilden?
  • Welche Prozesse sollten das auf jeden Fall sein und was sind die Erwartungen des Kunden?
  • Welche Tools und welche Technik werden hierzu benötigt und wie kann ich mein Unternehmen damit ausstatten?
  • Wie sehen technische, organisatorische und juristische Anforderungen aus?
  • Welches Fachwissen muss intern aufgebaut werden?
  • Wo bekomme ich Hilfe und Unterstützung und Förderung
  • Welche Chancen bietet mir die Digitalisierung in Puncto Agilität, Kommunikation und Innovation (z.B. Schaffung neuer Dienstleistungen)

Dies sind die Fragen, die Unternehmen heute umtreiben und wir versuchen an dieser Stelle mit dem nebenstehenden Informationen Unterstützung für die Beantwortung dieser Fragen anzubieten. Gerade jetzt bietet sich die Gelegenheit vieles auszuprobieren, da aufgrund der Krise viele Softwareanbieter begrenzte kostenfreie Angebote für die Nutzung Ihrer Produkte anbieten (z.B. Videokonferenzlösungen)

go-digital - Förderprogramm des Bundes zur Digitalisierung im Mittelstand

So ist eine Möglichkeit Kapazitätsausfälle und Effizienzverluste so gering wie möglich zu halten, die kurzfristige Bereitstellung von Home- und Telearbeitsplätzen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und das Handwerk. Go-Digital bietet neben den Modulen „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ auch das Modul 3 – „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ an, dessen Leistungsspektrum vor dem Hintergrund der Corona-Krise nun erweitert wird.  Ab sofort können demnach IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, offiziell unter dem besagten Modul beantragt und bewilligt werden. Hierzu zählt vor allem der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig. Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind hingegen reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware. 

Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist möglich. KMU müssen nicht wie sonst acht bis neun Wochen auf den Zuwendungsbescheid warten, sondern:

  • Über das Portal easy-Online einen vollständigen Förderantrag einreichen.
  • Das dadurch entstehende Dokument "Antrag für Zuwendungen auf Ausgabenbasis (AZA) an den Projektträger EuroNorm (E-Mail: go-digital@euronorm.de,  Tel: 030 97003-333) schicken.
  • EuroNorm prüft kurz den Antrag und bestätigt den Eingang.
  • Mit Erhalt der Eingangsbestätigung durch EuroNorm können die Unternehmen die Maßnahmen starten.
  • Der Versand des Zuwendungsbescheids erfolgt acht bis neun Wochen später.