Wirtschaft und Außenhandel

 

 

Branchencheck - Belarus (Juni 2019)

Die Lage in einigen Branchen der belarussischen Industrie hat sich 2019 eingetrübt. Die geringere Auslandsnachfrage ist spürbar. Internationale Geber weiten ihr Engagement in der Umweltbranche aus. EBWE, EIB und Weltbank stellen hohe Summen für Wasser- und Abfallwirtschaftsprojekte bereit. Kläranlagen in Minsk, Witebsk und Lida haben Ausschreibungen gestartet. Die IKT-Branche ist wichtiges Zugpferd der belarussischen Wirtschaft. Zentrum der IT-Industrie ist der Hightech-Park in Minsk...mehr

SWOT-Analyse - Belarus (Juni 2019)

Belarus punktet mit einer entwickelten Industrie und könnte eine wichtige Ost-West-Drehscheibe werden. Wachstumshemmnisse sind der große Staatssektor und Defizite bei Marktreformen.  Der EU-Anrainerstaat Belarus ist für viele ein weißer Fleck in Europa. Dank der Liberalisierung des Visaregimes und der verbesserten Beziehungen zum Westen richten deutsche Firmen aber vermehrt ihren Blick auf das 9,5 Millionen Einwohner zählende Land. Wichtigster Handelspartner bleibt jedoch Russland, mit dem Belarus in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verbunden ist und auf das etwa die Hälfte des Außenhandels entfällt. Dank der Mitgliedschaft in der EAWU steht Firmen in Belarus ein größerer Binnenmarkt mit 180 Millionen Verbrauchern offen...mehr

UMFRAGE „GESCHÄFTSKLIMA IN BELARUS 2019“

Die AHK Belarus hat bereits zum achten Mal seit 2012 die jährliche Umfrage zum Geschäftsklima in der Republik Belarus durchgeführt. Insgesamt rechnen 9 von 10 befragten Unternehmen mit der Verbesserung oder zumindest Beibehaltung ihrer Geschäftslage 2019. In Bezug auf die Ausweitung der Außenwirtschaftstätigkeit im Jahr 2019 ist eine „optimistische“ Prognose zu verzeichnen: 8 von 10 Unternehmen erwarten keinen Rückgang ihrer Exporte 2019. Bei der Bewertung von Standortfaktoren der Republik Belarus wurden durch die deutschen Unternehmen traditionell auch im laufenden Jahr die Infrastruktur (Platz 1 in der Rangliste, die höchste Note – 2,2 Punkte, fast 70 % der positiven Bewertungen) und die politische Stabilität genannt. In der Rangliste der Investitionsattraktivität der Länder belegt Belarus immer noch den 12. Platz (von 24 bewerteten Ländern). Das Potenzial für die Entwicklung der bilateralen Zusammenarbeit sehen die Teilnehmer der Umfrage in solchen neuen Bereichen wie Green Tech, Robotik, E-Mobility, künstliche Intelligenz und Cloud Computing.

Die detaillierte Auswertung der Umfrage unter www.belarus.ahk.de

Ausblick auf Entwicklung in Belarus 2019

Der Außenhandel mit der EU wuchs in den ersten elf Monaten 2018 stark. Hinter den Importzuwächsen stehen die gestiegene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern. Der Export profitierte von höheren Preisen für Düngemittel, Erdöl und Erdölprodukte. Wichtige Zentren für die Ansiedlung ausländischer Firmen sind die Sonderwirtschaftszonen, allen voran der Industriepark Great Stone und der Hightech-Park in Minsk. Darüber hinaus sind weitere große Investitionsprojekte beabsichtigt. Belarus hat gute Chancen zu einem wichtigen Knotenpunkt der neuen Seidenstraße zu werden. Für 2019 und 2020 rechnet die Weltbank mit realen Zuwächsen der Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen von 8 bis 9 Prozent. Belarus ist des Weiteren Mitglied in der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), zusammen mit Russland und drei weiteren Ländern.  Die EAWU setzt in letzter Zeit stark auf eigene Freihandelsabkommen. Insbesondere stärkt die Union ihre Partnerschaft mit Ländern in Asien, im Nahen und Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika. Dies erhöht auch die Exportmöglichkeiten für Unternehmen aus Belarus.
https://eawu.ahk.de

Wirtschaftsausblick 2018

Minsk (GTAI) - Die Aussichten der belarussischen Wirtschaft für das Jahr 2018 sind erfreulich. Die meisten Marktbeobachter erwarten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Dennoch dürften sowohl die Investitionen als auch der private Konsum 2018 wieder anziehen. Belarus bietet daher trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin Geschäftschancen, denn eine Belebung ist in Sicht. Mehr dazu...

Belarus - Maßnahmen zur Vereinfachung der Wirtschaftstätigkeit

(GTAI/D. Marenkov) Das am 23. November 2017 erlassene Präsidialdekret Nr. 7 „Über die Entwicklung des Unternehmertums“ beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der unternehmerischen Initiative und zur Ankurbelung der Geschäftstätigkeit.
Das Dekret legt das Prinzip der Selbstregulierung der Wirtschaft und die Minimierung der Einmischung seitens des Staates fest. Die Priorität der staatlichen Aufsichtsbehörden soll künftig die Vorbeugung von Rechtsverstößen durch die Wirtschaftsakteure und nicht erst deren Ahndung werden. Außerdem wird die Lizenzierungspflicht in Teilen durch bloße Benachrichtigung seitens der Gewerbetreibenden ersetzt. Mehr Informationen dazu hier...