Wirtschaft und Außenhandel

„Wirtschaftsdaten Kompakt“ der GTAI

Die Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüter. Diese und weitere gtai-Informationen finden Sie hier: www.gtai.de (PDF)

 

Branchenschwerpunkte Übersicht

Die Industrie in Indonesien blüht auf. Zwar ist die industrielle Basis Indonesiens ist relativ klein und in den letzten Jahren sank zudem der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Entstehung des Bruttoinlandsprodukt (BIP) merklich. Doch das sind nur Durchschnittswerte. Viele Branchen segeln im Aufwind. So fahren die Kfz-Hersteller des Landes ein Rekordergebnis nach dem anderen ein. Selbst in der stark geschrumpften Bekleidungsherstellung lässt sich ein Umschwung erkennen. Sie bleibt der größte industrielle Arbeitgeber des Archipels. Diese und weitere gtai-Informationen finden Sie hier: www.gtai.de

Medizintechnik

Es gibt in Indonesien nur wenige einheimische Hersteller von Medizintechnik. Zumeist handelt es sich um kleinere Betriebe ohne eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die lediglich einfache Produkte herstellen können. Hightechgeräte müssen hingegen komplett importiert werden. Im Jahr 2013 beliefen sich die Brancheneinfuhren Indonesiens auf über 620 Mio. US$, eine Steigerung um den Faktor zehn gegenüber 2003. Zum 1.1.14 startete die Regierung eine allgemeine Krankenversicherung.

Diese und nähere Informationen finden Sie in folgendem Artikel der gtai: www.gtai.de

Hochbausektor

Indonesiens Hochbau befindet sich in Aufbruchsstimmung. Nach einer kleinen Schwächephase im Jahr 2014 dürfte sich der private Wohnungsbau 2015 merklich beschleunigen. Die Nachfrage nach Büroraum nimmt unverändert zu. Das Angebot ist derzeit knapp, wird in den kommenden Jahren jedoch stark ansteigen. Der Einzelhandel baut seine Verkaufsfläche massiv aus und der wachsende Tourismus wird voraussichtlich mittelfristig für den Bau hunderter neuer Hotels sorgen.
Diese und weitere Informationen finden Sie hier: www.gtai.de

Infrastruktur

Die zum Teil nur schwach ausgebaute Infrastruktur Indonesiens ist mit ein Hindernis für ein stärkeres Wachstum der Wirtschaft, wobei insbesondere im Transportsektor Ausbaubedarf besteht. (Siehe gtai Wirtschaftstrends – Indonesien: www.gtai.de)

Die indonesische Regierung veröffentlichte einen „Masterplan for Acceleration and Expansion of Indonesia Economic Development 2011-2025“ in dem umgerechnet fast 190 Mrd. US-Dollar an Investitionen für die Modernisierung der gesamten Infrastruktur des Landes vorgesehen sind. Der Staat stellt jedoch nicht die gesamte Summe zur Verfügung, sondern ist auf Investitionen aus privater Hand angewiesen.

Bauwirtschaft

Noch liegt die Belegungsquote in den Bürotürmen des zentralen Geschäftsviertels von Jakarta bei 95%. Doch da zwischen 2015 und 2019 zahlreiche Neubauprojekte auf den Markt kommen, dürfte sich die Situation merklich entspannen. Firmen können mit nur mäßigen Mietsteigerungen kalkulieren. Jedoch müssen sie mit teils kräftigen Zuschlägen bei den Nebenkosten rechnen. In den modernen neuen Wolkenkratzern kommt überwiegend ausländische Gebäudetechnik zum Einsatz.  
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Rohstoffe

Indonesien ist ein gesegnetes Land: Es verfügt über die größten Erdöl- und Gasvorkommen Asiens. Doch die Produktion stagniert oder geht sogar zurück. Immer mehr Geld fließt in die schwieriger werdende Ausbeutung bestehender Felder. Die Investitionen in Probebohrungen und die Erforschung neuer Vorkommen sind derweil viel zu niedrig. Gleichzeitig wächst der einheimische Bedarf an fossilen Brennstoffen rapide. Die Regierung heizt die Nachfrage durch ihre Subventionspolitik zusätzlich an.
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Eine genaue Auflistung der zur Verfügung stehenden Rohstoffe mit weiterführenden Angaben, auch zu den Regionen Indonesiens in denen diese vorkommen, finden sich in englischer Sprache auf der folgenden Homepage: www.bkpm.go.id

Konsum

Indonesiens Mittelschicht wächst angesichts der steigenden Einkommen. Der private Verbrauch nahm 2013 gegenüber dem Vorjahr um etwa 5% zu. Das Konsumklima ist ausgesprochen positiv. Anders als in der VR China ist jedoch der ostentative Konsum verpönt. Die Nachfrage nach dauerhaften Konsumgüter abseits von Smartphones und Flachbildschirmen entwickelt sich nur schleppend. Dennoch setzen in- und ausländische Einzelhändler auf Expansion (aus "markets International", Ausgabe Januar 2015).
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Mobilfunk

In Indonesien gibt es mehr Mobiltelefone als Menschen. Viele Verbraucher verfügen über mehrere Endgeräte. Im Durchschnitt kaufen sie alle neun Monate ein neues "Handy". Allein die Ersatzbeschaffung dürfte daher auch in Zukunft für einen steigenden Umsatz sorgen. Unternehmensberater rechnen für den Zeitraum 2012 bis 2015/2016 mit einer Vervielfachung der bislang relativ geringen Smartphone-Verkäufe. Die Netzbetreiber gehen insbesondere im "Non-Voice"-Bereich von steigenden Einnahmen aus.
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Energie

Indonesien kann 40% der weltweit verfügbaren Erdwärme im eigenen Land gewinnen. Der riesige Archipel sitzt nämlich auf einer langen Kette von Vulkanen. Überall entstehen daher neue geothermische Kraftwerke. Daneben sollen aber auch Biomasse und Wasserkraft verstärkt zur Stromerzeugung beisteuern. In den Plänen der Regierung kommen Solar- und Windenergie jedoch so gut wie gar nicht vor. Für die "Erneuerbaren" gib es - speziell für Mikroanlagen - teils hohe Einspeisetarife. 
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Bankensektor

Seit Jahren wachsen die Ausleihungen der indonesischen Banken. Da die Margen zugleich sehr hoch sind, steigen auch die Gewinne. Im Jahr 2012 gab es nur wenige einheimische Institute, die nicht einen Zuwachs von mindestens 20% vermelden konnten. Die internationale Konkurrenz war indes weniger erfolgreich. Zudem muss sie sich auf härtere Zeiten einstellen. Das Parlament arbeitet an einer Novellierung des existierenden Bankenrechts. Den Plänen zufolge soll der Markt abgeschottet werden.
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Agrarsektor

Indonesien ist der weltweit größte Hersteller von Rohpalmöl sowie der zweitgrößte Produzent von Kautschuk. In- und ausländische Unternehmen investieren kräftig in den Ausbau der Anbaufläche und die nachgelagerten Industrien. Besonders aktiv sind Kapitalgeber aus Malaysia.
Der Agrarsektor spielt in Indonesien immer noch eine große Rolle für die Gesamtwirtschaft und bleibt bedeutendster Arbeitgeber des Landes. 2012 steuerte er nach vorläufigen Angaben des Nationalen Statistikamtes BPS 14,4% zur Entstehung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei. Die entsprechende Quote blieb damit über die letzten acht Jahre - unter Berücksichtigung der witterungsbedingten Schwankungen - nahezu stabil.
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