IHK Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
11.02.2011

Karneval ist keine rechtsfreie Zeit

Karnevalisten, habt Spaß an der Freud – aber denkt daran: Karneval ist keine rechtsfreie Zone. Auch in der fünften Jahreszeit sind die gesetzlichen Regeln nicht außer Kraft gesetzt.

Achtung vor Konflikten mit dem Arbeitgeber

Zwar mag der ein oder andere glauben, dass in der Zeit zwischen Weiberfassnacht und Aschermittwoch alles erlaubt sei und insbesondere auch in Bezug auf das Arbeitsverhältnis bestehende Regelungen außer Kraft gesetzt seien. Dies ist jedoch mitnichten so. Es kann daher sehr schnell zu einem Konflikt mit dem Arbeitgeber kommen.

Urlaub nehmen

Weiberfassnacht, Rosenmontag, Fastnachtsdienstag und Aschermittwoch sind normale Arbeitstage und keine gesetzlichen Feiertage. Wer feiern will, muss Urlaub nehmen. Wer dies missachtet und ohne Zustimmung des Arbeitgebers seinen Arbeitsplatz verlässt oder zu Hause bleibt, muss wegen Arbeitsverweigerung mit einer Abmahnung oder sogar mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Auch vor der Variante, sich den freien Tag über eine „vorgetäuschte Erkrankung“ zu erschleichen, kann nur nachdrücklich gewarnt werden. Wer krank ist, darf nichts unternehmen, was einer Gesundung im Wege steht.

Ran an die Krawatten?

Das Abschneiden der Krawatte an Weiberfassnacht ist nur erlaubt, wenn das „Opfer“ einverstanden ist. Zwar kann ein solches Einverständnis angenommen werden, wenn das „Opfer“ den Brauch kennt, mitfeiert und etwa auf Nachfrage dem Abschneiden der Krawatte zustimmt. Allerdings existieren bereits gerichtliche Entscheidungen, in denen Karnevalisten wegen des Abschneidens einer Krawatte zu Zahlung von Schadenersatz verurteilt wurden.


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