Bundesviertel soll sich weiter entwickeln

#GemeinsamUnternehmen Resolution der Vollversammlung

19.03.2020

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg befürwortet den Rahmenplan Bundesviertel des Planungsbüros Cityförster zur Weiterentwicklung als attraktiven Büro- und Wohnstandort. Eine entsprechende Resolution hat die Vollversammlung beschlossen. "Das sogenannte Bundesviertel in Bonn hat sich seit dem Umzug von Bundesregierung und Bundestag stark verändert. Die zutage tretende Dynamik lässt es notwendig werden, die weitere Entwicklung zumindest in groben Zügen zu planen", erläutert IHK-Präsident Stefan Hagen. Dabei seien jedoch zentrale Voraussetzungen zu berücksichtigen: Um die verkehrliche Erreichbarkeit zu sichern, spricht sich die IHK für die Schaffung von Park & Ride sowie von Park & Bike-Anlagen aus, um Autofahrer zum Umstieg auf den ÖPNV und das Fahrrad zu motivieren bzw. Shuttle-Verkehre und Mitfahrgelegenheiten einrichten zu können. Verkehr solle auch dadurch vermieden werden, dass im Bundesviertel geeigneter Wohnraum geschaffen wird. Hagen: "Das betrifft den Bau von Wohnungen für Arbeitnehmer, die vor Ort wohnen und arbeiten, aber auch auf Zeit nutzbare Wohnungen bzw. Boardinghäuser für Projektmitarbeiter, die am Wochenende pendeln."

"Wenn wir die vorhandenen Flächen optimal nutzen wollen, müssen wir im Bundesviertel in die Höhe bauen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille. Die Schaffung eines großräumigen Freiraumsystems und dessen Anbindung an den Venusberg dürfe nicht zu Lasten von bereits planerisch gesicherten Korridoren für mögliche zukünftige Verkehrsverbindungen gehen. Hille: "Das betrifft den Korridor für einen möglichen Venusbergtunnel." Für eine Umsetzung des Rahmenplans bedürfe es der Abschaffung unverhältnismäßiger Wartezeiten bei der Schaffung von Baurecht. Ebenso sei eine effiziente Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung notwendig, um Investoren nicht zu behindern.