#GemeinsamWeltweit IHK-Studie zeigt: Das Rheinland steht bei ausländischen Unternehmen hoch im Kurs

26.08.2019

Das Rheinland boomt als internationaler Wirtschaftsstandort. Nach der aktuellen Studie "Ausländische Unternehmen im Rheinland" der IHK-Initiative Rheinland ist mehr als jedes neunte Unternehmen zwischen Bad Godesberg und Emmerich in ausländischem (Kapital-)Besitz. Gegenüber der letzten Erhebung 2016 ist das ein Zuwachs von fast neun Prozent.

"Die Zahl von über 60.000 ausländischen Unternehmen aus 160 Ländern belegt eindrucksvoll die Attraktivität des Rheinlands als Standort für Investitionen und wirtschaftliches Engagement aus allen Teilen der Welt." Mit diesen Worten fasst Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf und Sprecher der IHK-Initiative Rheinland, die Ergebnisse der aktuellen Studie "Ausländische Unternehmen im Rheinland" zusammen. Zur IHK-Initiative Rheinland gehören die Kammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein, die Bergische IHK und die Niederrheinische IHK zu Duisburg.

Von den 60.375 ausländischen Unternehmen sind 15.226 im Handelsregister (HR) eingetragen. Weitere 45.149 sind der Gruppe der Kleingewerbetreibenden zuzuordnen. Bei den HR-Unternehmen stellen die Niederlande mit 2.999 Unternehmen die größte Fraktion, gefolgt von Greater China (1.431), den USA (1.259) und Großbritannien (1.116). Bei den 45.149 ausländischen Kleingewerbetreibenden führen mit weitem Abstand polnische (8.498) und türkische Unternehmer (8.440) vor italienischen (3.060) und rumänischen (2.857).

Wirtschaftlich sind vor allem die im Handelsregister eingetragenen Unternehmen von besonderer Bedeutung. Deren Zahl ist seit 2016 sogar um 16 Prozent gestiegen. Besonders stark war das Wachstum hier bei den chinesischen (+61 Prozent), türkischen (+50 Prozent) und den britischen Unternehmen (+21 Prozent). "Die internationalen Investoren schätzen das Rheinland wegen seiner hohen Unternehmensdichte, wegen der Vielzahl der Kunden und der hohen Kaufkraft. Von hier aus haben sie hervorragende Möglichkeiten, um sich nicht nur den deutschen, sondern auch weitere europäische Märkte zu erschließen. Auch die Verfügbarkeit von Fachkräften und die vielen 'weichen' Standortfaktoren wie eine hohe Lebensqualität, das vielfältige kulturelle Angebot, eine international ausgerichtete Infrastruktur und die offene Art der Rheinländer spielen eine wichtige Rolle", erklärt Berghausen.

Der IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg weist im Vergleich mit dem Rheinland ein überdurchschnittliches Wachstum auf, denn die Zahl ausländischer Unternehmen ist um elf Prozent (Rheinland 8,8 Prozent) auf 5.440 Unternehmen gestiegen. Wie im übrigen Rheinland dominieren auch hier die KGT-Unternehmen mit rund 84 Prozent (4.591) die internationale Firmenlandschaft. Die ersten beiden Länderplätze teilen sich Polen (651) und die Türkei (632), mit großem Abstand gefolgt von Italien (309) und Rumänien (300). Bei den ausländischen HR-Unternehmen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis belegen die USA, Schweiz und Großbritannien die ersten drei Plätze. Ein auffallend großes Wachstum ist bei Großbritannien mit 60 Prozent und Greater China mit 48 Prozent erkennbar. "Hier zeigen sich die in den Medien aufgegriffenen Gründungen und Übernahmen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren auch in unser Region", so Armin Heider, Außenwirtschaftsexperte der IHK Bonn/Rhein-Sieg. "Die Zunahme von britisch geführten Unternehmen in der Region kam in dieser Größenordnung sicher etwas überraschend", ergänzt er, "ist im Hinblick auf den nun möglicherweise anstehenden harten Brexit aber ohne Frage nachvollziehbar."

Die Studie "Ausländische Unternehmen im Rheinland 2019" kann im Downloadbereich kostenlos heruntergeladen werden.