IHK Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
07.05.2018

Frühjahrsempfang der IHK Bonn/Rhein-Sieg

#GemeinsamUnternehmen #GemeinsamBonn/Rhein-Sieg

Rund 850 Gäste aus Politik und Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, dem gesellschaftlichen Leben und dem unternehmerischen Ehrenamt - darunter viele Prüferinnen und Prüfer - haben am diesjährigen Frühjahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg im Kameha Grand Bonn am Bonner Bogen teilgenommen. "Wir freuen uns über die tolle Resonanz und einen neuen Teilnehmerrekord", fasste IHK-Präsident Stefan Hagen die rundum gelungene Veranstaltung bei bestem Wetter zusammen.

Gastredner Professor Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, richtete optimistische Worte an die Unternehmerinnen und Unternehmer: "Der Region geht es gut, NRW geht es immer mehr gut." Die Region habe Regierungsumzug und Strukturwandel gut bewältigt, auch durch die positive Entwicklung bei den Global Playern Deutsche Post DHL und Deutsche Telekom: "Viele Kennzahlen stehen in der Region auf grün; das gilt für Wissenschaft und Wirtschaft", sagte der Minister. Es gebe viele Neugründungen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis und gefordert seien weitere Investitionen in Köpfe und die beste Bildung. Pinkwart sprach insbesondere die notwendigen Anstrengungen zur Digitalisierung an mit besseren Ausstattungen in Schulen und Berufskollegs, mit Investitionen in Kabel und Netze: "Wir sind kein armes Land und brauchen eine bessere Ausstattung, mehr Investitionen in Infrastruktur und einfachere Verfahren." Unternehmen sollten die Digitalisierung als Chance ergreifen.

IHK-Präsident Hagen mahnte in seiner Begrüßung eine verstärkte kommunale Zusammenarbeit an. "Wir brauchen Fortschritte beim Verkehr, bei der intensiveren Zusammenarbeit der Verkehrsverbünde, bei gemeinsamen Verkehrsverbindungen wie einer schnellen Verbindung zwischen Siegburg und Bonn oder Fahrradschnellwegen; aber auch beim Wohnungsbau, denn die Lebenswirklichkeit von Menschen und Unternehmen macht an kommunalen Grenzen längst keinen Halt mehr." Die Region benötige eine verlässliche Regelung für die Weiterentwicklung der Bundesstadt Bonn - am besten in Form eines Vertrages, der eben nicht laufend gebrochen werden oder je nach politischer Herkunft der Kritiker gekündigt werden könne. Hagen: "Beim Verkehr brauchen wir regionale Lösungen - und schon gar keine Denkverbote. Eine Seilbahn auf den Venusberg, Fahrradschnellwege, mehr ÖPNV, Wasserbusse auf dem Rhein, eine Stärkung von Fahrgemeinschaften, flächendeckende E-Bike-Systeme - wir können uns vieles im Mix der Verkehrsträger vorstellen, wenn es uns denn weiterbringt. Wichtig ist aber auch, dass wir dabei das Auto nicht verteufeln und mit unsinnigen Verboten keine bestimmten Verkehrsmittel ausgrenzen. Wir brauchen den Wettbewerb der Verkehrsträger. Und wir müssen die Erreichbarkeit der Innenstädte garantieren. Wir brauchen aber auch mehr Digitalisierung beim Verkehr. Intelligente Verkehrsleitsysteme, Apps zu Fahrscheinen und Informationen, flexible Tickets und Angebote für den ÖPNV; digital umgesetzt und angeboten; müssen dringend her." Die Digitalisierung bietet viele Chancen. Mit der Einrichtung des Digital Hub Region Bonn habe die Region sich hier frühzeitig positioniert: "Wir würden uns freuen, wenn die Hubs bei der Digitalisierungsstrategie des Landes auch in Zukunft eine wichtige Mittler-Rolle spielen würden." Ferner sei Bonn dabei, ein aktiv gemanagtes Cluster zur IT-Security zu etablieren, das Bonn zum "heart of cyber security in europe" machen soll.

Schließlich ging der IHK-Präsident noch auf BTHVN2020 als eine Riesenchance für die Region ein: "Wir wollen unsere Beethovenstadt im In- und Ausland positionieren, etablieren und der berühmteste Sohn unserer Stadt soll seinem Geburtsort neuen Glanz einhauchen. Doch wenn wir über die möglichen Veranstaltungsorte für das Jubiläumsjahr reden, verkommen wir zur Lachnummer, die das Image und die Marke Bonns beschädigen, denn stärken. Von dem Leuchtturm Festspielhaus und der sanierten Beethovenhalle als Spielstätten haben wir uns verabschiedet, verabschieden müssen; dieser Witz des Jahrhunderts sei auch denen noch einmal ans Herz gelegt, die ohne Not ein privat finanziertes Festspielhaus von Anfang an nicht gewollt und kaputtgeredet haben." Die regionale Wirtschaft in Bonn und der Region wollten aber mehr denn je die Ärmel hochkrempeln und die Reihen schließen, um BTHVN2020 zu einem Erfolg zu führen.


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