20.000ster Anerkennungsbescheid bei der IHK FOSA

Anerkennungsbescheid fördert Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft

02.08.2019

Die IHK FOSA hat den 20.000sten Anerkennungsbescheid erteilt. Mariana Raposo dos Santos aus Karlsruhe hat das Anerkennungsverfahren durchlaufen, um die Gleichwertigkeit ihres in Portugal abgeschlossenen Ausbildungsgangs mit dem deutschen Referenzberuf "Chemielaborantin" belegen zu können. Der Anerkennungsbescheid mit dem Ergebnis einer vollen Gleichwertigkeit macht nun ihre berufliche Qualifikation als Fachkraft sichtbar und trage wesentlich dazu bei, an ihrem Arbeitsplatz im erlernten Beruf weiter Fuß zu fassen, stellt Frau Raposo dos Santos zufrieden fest.

"Wir gratulieren Frau Raposo dos Santos herzlich zur vollwertigen Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation und freuen uns sehr, dass sie bei einem im IHK-Bezirk Karlsruhe ansässigen Unternehmen tätig ist", so Dr. Guido Glania, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der auch für viele Unternehmen in der Region Karlsruhe weiterhin eines der größten Geschäftsrisiken darstellt, sei es wichtig, das vorhandene Potenzial der in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten optimal zu nutzen, so Glania. "Die IHK FOSA leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag. Denn durch die Anerkennungsbescheide erhalten die Unternehmen eine Entscheidungsgrundlage an die Hand, mit der sie die ausländischen Berufsqualifikationen besser einordnen können."

"Der Anerkennungsbescheid hat sich für ausländische Fachkräfte in den letzten Jahren zunehmend als Eintrittskarte in den deutschen Arbeitsmarkt etabliert", betont IHK FOSA Geschäftsführerin Heike Klembt-Kriegel. "Seine klare Aussage zu vorhandenen und ggf. noch fehlenden beruflichen Qualifikationen, ist für ausländische Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit qualifizierter Berufsausbildung, wie auch für Unternehmen, gleichermaßen eine wertvolle Orientierungshilfe. Die Gleichwertigkeitsfeststellung beeinflusst die Erwerbsbiographie langfristig und nachhaltig. Außerdem befördert sie die gesellschaftliche Sozialisation. Ihre Aufgabe macht die IHK FOSA damit zum sichtbaren Symbol für Fachkräftesicherung und Integration."

Die Verfahren enden zu 60 % mit einer vollen Gleichwertigkeit. Die Länder des Westbalkans sowie der ehemaligen Sowjetunion bilden einen Schwerpunkt der Herkunftsländer der Ausbildung. Ein signifikanter Anteil der Anträge entfällt auch auf den arabischen Sprachraum. Sehr häufig werden Verfahren zu Metall- und Elektroberufen sowie kaufmännischen Berufen durchgeführt. Die IHK FOSA (Foreign Skills Approval) ist das bundesweite Kompetenzzentrum deutscher Industrie- und Handelskammern zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse, die mit einem IHK-Beruf verglichen werden. Seit 2012 führt die Körperschaft des öffentlichen Rechts Anerkennungsverfahren nach dem BQFG zentral für 76 Mitglieds-IHKs durch und gewährleistet so eine einheitliche Entscheidungspraxis.