Keine Künstlersozialabgabe bei „Künstler- GmbH“ und „Künstler- GmbH & Co KG“

Tatsächlich schützen diese Rechtsformen einen Auftraggeber, der eine GmbH oder GmbH & Co KG mit der Erstellung einer künstlerischen Leistung beauftragt oder ein Kunstwerk einer solchen Firma verwertet, vor Abgaben an die Künstlersozialkasse (KSK).

Wann ist ein beauftragendes Unternehmen generell zu einer Abgabe an die KSK verpflichtet?

Jedes Unternehmen, das regelmäßig künstlerische Leistungen in Auftrag gibt und verwertet, muss in der Regel auf die gezahlten Entgelte eine Abgabe an die KSK leisten. Selbständige Künstler und Publizisten zahlen ihrerseits ebenfalls Beiträge und werden auf diese Weise über die KSK versichert.

Warum eine Befreiung bei den Rechtsformen „Künstler – GmbH“ und „Künstler- GmbH & Co KG“ ?

Bei der GmbH handelt es sich um eine juristische Person des Privatrechts, die kein „selbstständiger Künstler“ im Sinne des § 1 KSVG sein kann. Entscheidend für die Abgabepflicht ist die Rechtsform des Vertragspartners. Denn eine Abgabenpflicht entsteht nur bei solchen Vertragspartnern, bei denen zumindest eine natürliche Person haftet und nicht ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen gehaftet wird. Nicht entscheidend ist, dass die künstlerische Leistung tatsächlich von einer natürlichen Person als Mitglied der GmbH erbracht wird. Nur so kann auch begründet werden, dass eine Beauftragung einer GmbH & Co KG, bei der keine natürliche Person unbeschränkt haftet, keine Abgabe an die KSK nach sich zieht.

Zu einer Abgabenpflicht führt allerdings die Beauftragung von Zusammenschlüssen von natürlichen Personen, wie bei der OHG oder der GbR. Denn dann haften natürliche Personen für Ihre vertraglichen Verpflichtungen, und können so als Künstler im Sinne des KSVG gesehen werden.