Informationen zur Praxis

Unter "Informationen zur Praxis" informieren wir Sie über Gesetzesvorhaben, neue gesetzliche Regelungen und Veranstaltungen der IHK Bonn Rhein-Sieg aus dem Bereich Steuern.

 

Neue EU-Schwellenwerte im Vergaberecht seit dem 01.01.2020

Umsatzsteuer: Neue USt-IdNr. niederländischer Einzelunternehmer ab 1. Januar 2020
Mit Schreiben vom 22. November 2019 weist das BMF darauf hin, dass in den Niederlanden registrierten Einzelunternehmern zum 1. Januar 2020 neue USt-IdNr. erteilt werden. Diese sind ab dem 1. Januar 2020 ausschließlich gültig und daher zu verwenden. Das Schreiben enthält zudem Einzelheiten zum Aufbau der neuen USt-IdNrn sowie den Folgen für das Bestätigungsverfahren und die Zusammenfassender Meldung.
Quelle: DIHK, Berlin

Anforderung an die Kassenführung ab 2020

Anhebung der Kleinunternehmergrenze
Kleinunternehmer können schon bisher gegenüber der Finanzverwaltung dafür optieren, dass Sie nicht umsatzsteuerpflichtig sind, wenn sie die Umsatzgrenze von bisher 17.500 €  im Jahr und im Folgejahr 50000 € nicht überschreiten. Die Wahrnehmung der Option hat zur Folge, dass der Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer in Rechnung stellen darf, keine Umsatzsteuererklärungen abgeben muss und folglich nicht zum Abzug der Vorsteuer berechtigt ist.

Mit Inkrafttreten des Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes wurde die Umsatzgrenze in § 19 UStG ab dem 1.1.2020 von 17.500 € auf 22.000 € angehoben. Die Umsatzgrenze von 50.000 € hingegen blieb unverändert. Die ab 2020 geltende Gesetzesänderung wirkt sich auch auf den Umsatz in 2019 aus. Wer schon in 2019 von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machte, kann in 2019 bis zu 22000 € Umsatze erzielen, ohne aus der Kleinunternehmerregelung zu fallen. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, wann der Umsatz erzielt wurde. Dies gilt jedoch nur, wenn die Umsatzgrenze von 50.000 € im Jahr 2020 voraussichtlich nicht überschritten wird.

BMF veröffentlicht Umsatzsteuer-Vordrucke 2020

 

Steuerliche Behandlung von Reisekosten und Reisekostenvergütungen bei betrieblich und beruflich veranlassten Auslandsreisen ab 1. Januar 2020
Mit Schreiben vom 15. November 2019 hat das BMF die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten für beruflich und betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen ab 1. Januar 2020 bekannt gemacht. Die Änderungen zum Vorjahr sind im Fettdruck hervorgehoben.
Quelle: DIHK, Berlin

Registrierkassen: Nichtaufgriffsregelung bis 30. September 2020 beschlossen

 

Minderung des geldwerten Vorteils für Firmenwagen durch selbstgetragene Garagenkosten
Nutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines Firmenwagens mindern den nach der 1-%-Regelung ermittelten geldwerten Vorteil aus der Privatnutzung. Das gilt für pauschale Nutzungsentgelte und für einzelne vom Arbeitnehmer für das Fahrzeug getragene (individuelle) Kosten. Die Finanzverwaltung achtet darauf, dass die Kostenübernahme durch den Arbeitnehmer arbeitsvertraglich vereinbart wurde. Nur dann können vom Arbeitnehmer getragene Aufwendungen, die zu den Gesamtkosten des Kfz gehören, vorteilsmindernd geltend gemacht werden.

Das Finanzgericht Münster hat es in seiner Entscheidung vom 14.03.2019 -10 K 2990/17 E den Anspruch auf Minderung des geldwerten Vorteils wegen Überlassung eines Firmenwagens durch die anteiligen Gebäudekosten des Arbeitnehmers für die Garage abgewiesen, weil die Unterbringung des Pkw in einer Garage nicht arbeitsvertraglich vereinbart war und die Garage für die Sicherung der Betriebsfähigkeit des Fahrzeugs nicht notwendig war.

BMF-Schreiben zur Anwendung des § 3 Nr. 15 EStG (Steuerfreiheit von kostenlosen Jobtickets) veröffentlicht

Mit Schreiben vom 15. August 2019 hat das BMF ein Schreiben zur Neuregelung der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 15 EStG zum 1. Januar 2019 veröffentlicht. Mit der Regelung wurde die Steuerbefreiung für die kostenlose oder verbilligte Überlassung durch den Arbeitgeber von Tickets für den Personennah- und öffentlichen Linienverkehr an Arbeitnehmer zur Nutzung für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte wieder eingeführt. Das BMF-Schreiben steht hier zum Download bereit.
Quelle: DIHK, Berlin

IHK-Resolution zur Reform der Grundsteuer B
Am 25. Juni 2019 verabschiedete die IHK-Vollversammlung eine Resolution zur Reform der Grundsteuer B. Die Unternehmerinnen und Unternehmer der IHK Bonn/Rhein-Sieg fordern eine rechtlich sichere, unbürokratische und aufkommensneutrale Lösung und sprechen sich deshalb für das sogenannte „wertunabhängige Modell“ aus. Danach werden ausschließlich die Grundstücksfläche, die Gebäudefläche und die Art der Gebäude mit unterschiedlichen Faktoren bewertet. Die notwendigen Daten können unbürokratisch und sachlich gesichert bei bei dem Liegenschaftskatasterinformationssystem abgerufen werden. Die Resolution der Vollversammlung der IHK Bonn/Rhein-Sieg können Sie hier vollständig einsehen.