Beruhigung aber keine Entwarnung

Der IHK-Konjunkturklimaindikator kann den Abwärtstrend der letzten Umfragen zunächst einmal stoppen. Mit 112 Punkten liegt er knapp sechs Punkte über dem Wert für den vergangenen Herbst. Im Vergleich der letzten fünf Jahre ist dies aber noch immer der zweitniedrigste Stand. Ob dies nur eine kurze Erholung oder der Beginn eines neuen Aufschwungs ist, müssen die kommenden Monate zeigen.

Nur leicht verbessert hat sich auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Die Hälfte der Unternehmen bezeichnet diese zum Jahreswechsel als befriedigend, 38 Prozent als gut. Der Anteil der negativen Bewertungen ging um drei Prozentpunkte zurück.

Auch die Erwartungen hellen sich zum Jahresbeginn etwas auf. Der Anteil der negativ gestimmten Unternehmen sinkt auf unter 20 Prozent. Damit halten sich Optimisten und Pessimisten wieder die Waage. Hauptrisiko bleibt der Fachkräftemangel, aber auch die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise beschäftigt die Unternehmen zunehmend.

Der leichte Aufwärtstrend sorgt dann auch wieder für ein positives Vorzeichen bei der Investitionsbereitschaft. Immerhin 28 Prozent wollen wieder mehr investieren. Dem stehen aber noch immer 24 Prozent gegenüber, die ihre entsprechenden Budgets zurückfahren.

Ebenfalls noch zurückhaltend zeigen sich die Unternehmen beim Aufbau der Beschäftigung. Mit einem Saldo von fünf Punkten kann hier höchstens mit einem moderaten Zuwachs gerechnet werden. In den einzelnen Branchen sind die Chancen auf neue Jobs sehr unterschiedlich verteilt.