Stadtverkehr Rheinland 2025

Positionspapier "Stadtentwicklung und Mobilität im Rheinland 2025" der IHK-Rheinland-Initiative

Verkehr in den rheinischen Städten wächst weiter

Der Verkehr in den rheinischen Städten nimmt weiter zu, die Gründe dafür sind vielfältig: Bis 2025 wird entgegen dem Landestrend insbesondere in den Städten Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln die Bevölkerung wachsen, unter anderem aufgrund des besseren Arbeitsplatzangebots, dass generell in den rheinischen Städten zunimmt. Die Metropolregion Rheinland wird bis 2030 über 100.000 Einwohner dazu gewinnen, etwa die Hälfte des Bevölkerungszuwachs steuert die Region Bonn/Rhein-Sieg mit mehr als 50.000 neuen Einwohnern bei.

Zusätzliche Arbeitsplätze in den Städten heißt aber auch, dass der Berufsverkehr zwischen Stadt und Umland weiter zunimmt. Bereits heute sind im Rheinland werktäglich über die Städtegrenzen hinweg knapp 2 Millionen Pendler auf Achse, davon rund 1,3 Millionen mit dem PKW. Allein nach Bonn pendeln täglich zirka 150.000 Erwerbstätige, davon knapp 100.000 mit dem Auto. Diese Pendlerverkehre müssen aber auf dem selben Straßennetz abgewickelt werden, den auch der stark steigende Gütertransit (bis 2025 plus 129%) nutzt. Ähnliches gilt für die Schiene, die Personen- und stark steigenden Güterverkehr aufnehmen muss (Güterverkehrszuwachs bis 2025 über 50%).

Soll die Erreichbarkeit der Innenstädte gesichert werden, muss deshalb das überregionale Verkehrsnetz weiter ausgebaut werden. Im Rheinland besteht insbesondere auf den Achsen Bonn-Köln-Düsseldorf, Aachen-Köln-Siegtal sowie Venlo-Mönchengladbach-Düsseldorf-Bergisches Land erheblicher Ausbaubedarf.

In den Innenstädten sind einem massiven Verkehrsinfrastrukturausbau hingegen engere Grenzen gesetzt. „Der Stadtverkehr von morgen wird nicht zuletzt angesichts knapper öffentlicher Kassen zum Großteil auf der Verkehrsinfrastruktur von heute abgewickelt werden müssen. Darum gilt es an erster Stelle die vorhandene Infrastruktur besser auszunutzen“, so Kurt Schmitz-Temming, Projektleiter und stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/ Rhein-Sieg.

Folgenden Maßnahmenkatalog schlagen die IHKs im Rheinland zur Sicherung der städtischen Mobilität vor:

Kurzfristige Maßnahmen
·    Neue Angebotsformen im ÖPNV
·    Schulbeginn staffeln und Arbeitszeiten flexibilisieren
·    Betriebliches Mobilitätsmanagement intensivieren

Mittelfristige Maßnahmen
·    Infrastrukturausbau trotz knapper Kassen ermöglichen
·    Finanzierung des ÖPNV sichern
·    Umweltschutz: Anreize statt Verbote
·    Verkehrsmanagement auch im nachgeordneten Verkehrsnetz

Langfristige Maßnahmen
·    Stadt- und Verkehrsplanung Hand-in-Hand
·    Nutzungskonflikte zwischen Wirtschaften und Wohnen vermeiden
·    Entwicklung logistischer Konzepte fördern 

Das vollständige Positionspapier und die Vorträge des Verkehrskongress finden Sie rechts unter Downloads. IHK-Initiative Rheinland

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