Welche Auswirkungen hat die Situation in China auf die deutsche Wirtschaft?

Viele Betriebe in China arbeiten wegen des Coronavirus schon seit Ende Januar mit verringerter Besetzung. Sie haben auf die Lage reagiert, beispielsweise die Feiertagsschließung nach dem chinesischen Neujahrsfest verlängert und Dienstreisen durch Telefonkonferenzen ersetzt. In Kürze anstehende Messen in China wurden von den Veranstaltern abgesagt. Erste Einschätzungen zu den Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auf seiner Internetseite veröffentlicht. Praktische Hinweise hat die Deutsche Auslandshandelskammer (AHK) in China auf ihrer Internetseite bereitgestellt.

Zurück zur Fragenübersicht

Wie ist die Situation in Italien?

Italien ist für die regionale Wirtschaft ein bedeutender Wirtschaftspartner. Gut vier Prozent der nordrhein-westfälischen Einfuhren stammen aus Italien. Besonders eng sind die Verbindungen beim Maschinenbau und bei der Metallindustrie mit einem Anteil von neun bzw. acht Prozent an den gesamten Importen. Die vom Coronavirus besonders betroffenen Regionen Lombardei und Veneto sind zugleich die wirtschaftsstärksten Landesteile, in denen sehr viele mittelständische Zulieferunternehmen beheimatet sind. Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Virus sind Auswirkungen auf Lieferketten nicht auszuschließen. Die Auslandshandelskammer Italien mit Sitz in Mailand informiert auf ihrer Internetseite über die aktuellen Auswirkungen.

Zurück zur Fragenübersicht

Wie ist die Situation in den Nachbarstaaten Chinas?

Asiatische Nachbarländer sind stark von der chinesischen Wirtschaft abhängig und spüren die Auswirkungen. Über die Situation in den einzelnen Ländern informiert Germany Trade & Invest (GTAI) auf ihrer Internetseite.

Zurück zur Fragenübersicht

Was muss ich beachten, wenn ich Mitarbeiter ins Ausland entsende?

Ein Arbeitnehmer darf die Arbeit bzw. eine Entsendung grundsätzlich nicht verweigern. Wenn eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für das Land oder die Region vorliegt, kann eine Verweigerung aber gerechtfertigt sein. Unabhängig davon sollten Unternehmen angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Einschränkungen in verschiedenen Ländern abwägen, ob die jeweilige Reise derzeit sinnvoll bzw. zwingend erforderlich ist. Ob der Arbeitgeber bereits im Ausland tätige Arbeitnehmer zurückholen oder zumindest in ein sicheres anderes Land bringen lassen muss, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

Zurück zur Fragenübersicht

Muss ich jetzt mit Importwaren vorsichtig sein?

Das Robert Koch-Institut  schätzt eine Infektion mit dem Coronavirus über importierte Waren als sehr unwahrscheinlich ein, da im Vorfeld eine Kontamination stattgefunden haben und das Virus nach dem weiten Transportweg noch aktiv sein müsste. Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen sei bislang nicht dokumentiert, so das Institut auf seiner Internetseite.

Zurück zur Fragenübersicht

Haben Sie weitere Fragen bzw. Ergänzungen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

Zurück zur Fragenübersicht