Handlungsfeld Umwelt / Energiesparen / Klimaschutz

Zu den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung zählen unter anderem auch der Schutz von Klima und Umwelt (SDG, Sustainable Development Goals Nr. 13). Die IHK Bonn/Rhein-Sieg beschäftigt sich derzeit intensiv mit ihrem ökologischen Fußabdruck. Unter anderem wurde diese Arbeit auch durch ein Projekt der Auszubildenden unterstützt. Diese nahmen an dem Projekt Energie-Scouts teil. Das Projekt der Energie-Scouts richtet sich an regionale Unternehmen und Verwaltungen, die zwei oder mehr ausgewählte Auszubildende zum Thema Energie- bzw. Ressourceneffizienz fit machen möchten. Die Auszubildenden der IHK hatten sich folgendes Ziel für Ihr Projekt gesetzt: „Im Rahmen des Projektes „Energie-Scouts 2016“ möchten wir bis Ende 2016 ein Projekt durchführen, welches Energie und Heizkosten im Haus durch den Einsatz von Fern-Energiespar-Raumheizungsreglern einspart.“

Ende 2018 wurde eine digitale Gebäudesteuerung zur CO² Reduzierung daraufhin umgesetzt. Betroffen sind die Treppenhausbeleuchtung und das Flutlicht auf den Etagen. Ziel ist es die Beleuchtung bedarfsgerecht bzw. präsenzabhängig anzupassen. Eine Grundbeleuchtung soll für 6.30 bis 17.30 Uhr gelten, die Zusatzbeleuchtung von 6.30 bis 9.30 Uhr / 12 bis 13.30 Uhr / 15 bis 17 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten muss der Lichttaster gedrückt werden und das Licht leuchtet für sieben Minuten.

Die CO2-Emission durch Stromverbrauch, Dienstfahrten mit dem Dienstwagen der IHK und dem Bezug der Fernwärme beläuft sich im Jahr 2016 auf 1494 Kilogramm. Im Jahr 2016 haben wir rund 818 m³ Wasser verbraucht und 287,92 m³ Restmüll und Altpapier produziert. Durch das Projekt der Energie-Scouts und durch weitere Maßnahmen der IHK soll im nächsten Jahr eine Reduzierung der CO-Emission erreicht werden. Zukünftiges Ziel ist es auch den Dienstwagen, ein Dieselfahrzeug, durch ein umweltfreundlicheres Fahrzeug zu ersetzen. Zusätzlich wird darüber nachgedacht den Stromverbrauch durch den sparsameren Einsatz von Licht innerhalb der IHK zu senken. Dazu sollen Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren installiert werden. In dem Zusammenhang wird auch untersucht, ob eine Solaranlage auf dem Dach der IHK installiert werden kann, um zukünftig ökologischen Strom nutzen zu können.

Die Mitgliedsunternehmen der IHK Bonn/Rhein-Sieg haben im Jahr 2017 mehr Jobtickets abgenommen. Die Jobtickets stiegen von 3.896 um 31,4 Prozent auf 5.121; die Unternehmen mit Jobtickets von 1.072 um 17,5 Prozent auf 1.260. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat Dachverbandsverträge mit der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWB)/Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) sowie der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG)/Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) abgeschlossen, mit denen es für IHK-Mitgliedsunternehmen mit zwei bis 49 Mitarbeitern möglich ist, einen Zusatz-Vertrag zum Bezug von Jobtickets im Fakultativmodell direkt mit der SWB oder RSVG abzuschließen. Die für den Vertragsabschluss erforderliche Mitgliederbescheinigung der IHK Bonn/Rhein-Sieg stellt das Service-Center der IHK aus. Die Mindestabnahmemenge je Mitgliedsunternehmen beträgt zwei VRS-Jobtickets.

Mit diesen Dachverbandsverträgen der IHK können kleine und mittelständische Unternehmen einfacher auf den ÖPNV umsteige. Verbesserungsbedarf sieht die IHK dagegen noch bei den Unternehmen ab 50 Mitarbeitern: Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten und weniger als 10.000 Beschäftigten, die ihren Mitarbeitern ein Jobticket ermöglichen wollen, mussten bis Ende 2018 für alle Beschäftigten des Unternehmens ein Ticket abnehmen, ungeachtet dessen, ob es genutzt wird oder auch nicht. Im Rahmen des Programms Lead-City sind hier im Jahr 2019 Anpassungen im Sinne der unternehmen erfolgt, so dass mehr Beschäftigte auf den ÖPNV umsteigen können.