6x Nachgefragt bei Horst Burbulla

Foto: Sean AlamiHorst BurbullaDer Unternehmer und Maschinenbauer Horst Burbulla kam mit seiner Familie im Alter von sieben Jahren aus Polen ins Rheinland. Zunächst arbeitete er als Krankenpfleger im Bonner Universitätsklinikum, bevor er 1985 mit Unterstützung der Filmstiftung NRW seinen ersten Spielfilm realisierte.

Dabei entwickelte er den Prototypen eines neuartigen Kamerakransystems mit Teleskop-Mechanismus, der 1988 erstmals in einer Hollywood-Produktion zum Einsatz kam. Seit 1990 fertigt sein Unternehmen in Pilsen Varianten des Systems „Technocrane“. Ungezählte Film- und TV-Produktionen weltweit nutzen sein Kamerakransystem, darunter Blockbuster wie „Avatar“, die „Harry Potter“-Verfilmungen, die „James Bond“-Reihe oder aktuell die „Herr der Ringe“-Serie von Amazon.

Aber auch TV-Shows wie „Wer wird Millionär?“ oder die tägliche Nachrichtensendung „RTL Aktuell“ kommt nicht ohne Technocrane aus. 2005 wurde Burbulla für seine Erfindung mit einem Oscar ausgezeichnet. Vergangenen Herbst bekam er von der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft (FKTG) die Oskar-Messter-Medaille für herausragende Innovationen in der Medienbranche verliehen.

Horst Burbulla ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Mit seiner Familie lebt der Initiator des AIRE-Tower-Projektes in Bonn.

Was macht Ihr Oscar?

Er freut sich über die vielen Oscar-Fotos, die er mit Bonner Bürgern in unserem Showroom gemacht hat.

Ihre Lieblingsplätze in Bonn/der Region?

Am liebsten bin ich mit der Familie auf der Hofgartenwiese, direkt vor dem Poppelsdorfer Schloss.

Wie hat sich Corona auf Ihre AIRE-Aktivitäten ausgewirkt?

Heute geht es darum, die Pandemie zu überwinden und alles andere hat zurückzustehen.

Wie sehen Ihre Pläne für 2021 aus?

Wir machen unsere Hausaufgaben und optimieren die Bauzeichnungen von AIRE. Wir haben neuere Lösungen für die Statik gefunden, die AIRE finanziell weniger aufwendig machen. Dadurch können wir die Baukosten wesentlich senken. Das freut uns natürlich sehr.

Als neuer Bröckemännche-Preisträger: Wie löcken Sie gegen den Stachel?

Mit Fantasie und Mut. Mit diesen Zutaten wurde immer eine großartige Zukunft gestaltet. Man darf nicht verzagt sein und nur das Bekannte wiederholen.

Wie kann/sollte der Wirtschaftsstandort Bonn/Rhein-Sieg gefördert werden?

Indem wir unseren Freunden und Bekannten erzählen, wie gut und besonders ihre Ideen und Projekte sind. Zuspruch ist das Lebenselixier, das uns weiterträgt. Insbesondere junge Menschen brauchen unser Lob und unsere Anerkennung. Dann werden sie stark und Ihre Projekte werden gelingen.