Der Krieg im Nahen Osten bremst die Weltwirtschaft spürbar. Das zeigt der von der DIHK veröffentlichte AHK World Business Outlook Frühjahr 2026. Die Konjunkturerwartungen deutscher Unternehmen im Ausland haben sich deutlich verschlechtert, während die aktuelle Geschäftslage vielerorts noch stabil bleibt.
Nur noch 21 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung an ihren internationalen Standorten, 32 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Als zentrale Belastungsfaktoren nennen die Unternehmen vor allem stark gestiegene Energiepreise, Störungen in den Lieferketten sowie höhere Rohstoffkosten. Auch eine schwache Nachfrage bleibt ein wesentliches Geschäftsrisiko.
Die derzeitige Lage wird jedoch weiterhin überwiegend positiv eingeschätzt: 39 Prozent der Unter-nehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, lediglich 13 Prozent als schlecht. Auch die Erwartungen an die eigenen Geschäfte bleiben insgesamt positiv, auch wenn die Erwartungen zuletzt etwas nachgelassen haben.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Während Unternehmen in China, den USA und den Mercosur Staaten vergleichsweise optimistisch bleiben, überwiegt in Teilen Asiens sowie im Nahen Osten die Skepsis. Süd und Mittelamerika hebt sich positiv vom weltweiten Trend ab, begünstigt durch eigene Energiequellen und neue Handelsimpulse.

