EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Brexit: Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich geschlossen

Buchstäblich in letzter Sekunde einigten sich das Vereinigte Königreich und die Europäische Union am 24.12.20 auf ein Abkommen, das zum 1.1.2021 vorläufig zur Anwendung kommen soll. Der Vertragstext von rund 1.500 Seiten muss noch von den Parlamenten der involvierten 27 EU-Länder ratifiziert werden, bevor das Freihandelsabkommen "Trade and Cooperation Agreement" (TCA) endgültig in Kraft treten kann.

Die groben Linien des Abkommens wurden von der EU veröffentlicht und sind unter dem folgenden Link nachzulesen:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_20_2531


Darin wird zusammenfassend auf die folgenden Bereiche des Abkommens eingegangen:

  • Ein Freihandelsabkommen: eine neue wirtschaftliche und soziale Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich
  • Eine neue Partnerschaft für die Sicherheit unserer Bürger
  • Ein horizontales Abkommen über Governance: Ein Rahmen, der zeitlos sein wird

Weiterhin wird auf die ab dem 1.1.21 geltenden Neuerungen eingegangen und die Unternehmerschaft aufgefordert, diese ab sofort zu berücksichtigen. 

Über die Veröffentlichung hinausgehende operative Angaben für Handelsgeschäfte zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich empfehlen wir die Nutzung der Datenbank der Europäischen Kommission „Access2Markets“, in der die neuen Import- und Exportbestimmungen hinterlegt werden/wurden und auch die Ursprungsregeln mit "ROSA" (Rules of Origin Self-Assessment) einsehbar sind.

Die zu beachtenden Ursprungsregeln werden zeitnah ebenfalls in der Datenbank des Deutschen Zolls zur Verfügung stehen.

 

Zusätzlich hat der deutsche Zoll einen Chatbot für allgemeine Fragen rund um den Brexit eingerichtet. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des Zoll hier.

 

Unternehmen, die erstmalig außerhalb des EU-Binnenmarktes Geschäfte abwickeln, seien auf den Leitfaden „Einstieg Export“ und „Einstieg Import“ verwiesen.

 

Die Europäische Kommission hat über das Europe-Direct-Kontaktzentrum einen zentralen Service für alle Fragen im Zusammenhang mit den künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich eingerichtet.

Über diese Kontaktstelle können Sie Ihre Fragen per Telefon oder per E-Mail stellen, in allen 24 EU-Sprachen. Das Kontaktzentrum ist aus den 27 Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich über ein kostenloses Telefon (00 800 6 7 8 9 10 11) und ein Webformular erreichbar.

Spezielle Informationen für Unternehmen, die mit dem Vereinigten Königreich Handel treiben, sind hier abrufbar. Zusätzlich hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auch eine Hotline für Unternehmerinnen und Unternehmer mit Fragen zur Brexit-Entscheidung eingerichtet.

Die komplette Meldung der EU-Kommission lässt sich hier aufrufen: Antworten auf Fragen zu künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien: Brexit-Helpline für Bürger und Unternehmen | Deutschland (europa.eu)

 

Newsletter des DIHK

 

Auswirkungen des Brexits auf Deutsche Unternehmen, Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer

 

Perspektiven für Geschäfte im Vereinigten Königreich, GTAI (kostenfreie Anmeldung ggf. erforderlich)